Wilki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren innerhalb der Landgemeinde Braniewo (Braunsfeld) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsfeld) und gehörte bis 1945 zum Kreis Heiligenbeil in Ostpreußen.

Geographische Lage Wilki resp. Birkenau liegt wenige hundert Meter südlich der polnisch-russischen Grenze im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer südlich der früheren und heute auf russischem Staatsgebiet gelegenen Kreisstadt Heiligenbeil () bzw. zehn Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo (Braunsfeld).

Geschichte Im Jahre 1412 wurde das Dorf Birckenau – nach 1665 Bürckenau, nach 1724 Bierkenau und nach 1785 Birkenau genannt – erstmals offiziell erwähnt.Dietrich Lange: Birkenau, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Als Landgemeinde kam Birkenau zu dem im Jahre 1874 gebildeten Amtsbezirk Waltersdorf () im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil im Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Waltersdorf Im Jahre 1910 zählte Birkenau 229 Einwohner.'

Im Jahre 1928 wurden im Rahmen struktureller Veränderungen Teile Birkenaus in die Landgemeinde Carben (ab 1931: Karben, russisch Prigorkino), in die Landgemeinde Kleinwalde (polnisch Borek, dann Kolonia Wilki) und in die Landgemeinde Schettnienen (russisch Schtschukino) umgegliedert. Die Einwohnerzahlen Birkenaus beliefen sich 1993 auf 223 und 1939 auf 218.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heiligenbeil

Als Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an die Sowjetunion (Norden) und an Polen (Süden) abgetreten wurde, kam Birkenau mit seiner Lage unmittelbar an der Grenze zum polnischen Teil und erhielt die polnische Namensform „Wilki“. Das Dorf gehört jetzt zur Gmina Braniewo im Powiat Braniewski, war von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg zugeordnet und ist heute Teil der Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Religion Bis 1945 war Birkenau evangelischerseits nach Waltersdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 460 römisch-katholischerseits nach Heiligenbeil im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Mit seiner überwiegend römisch-katholischen Einwohnerschaft gehört Wilki heute zur Pfarrei Gronowo (Grunau) im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr Das frühere Birkenau und heutige Wilki liegt an einer Nebenstraße, die von der polnischen Landesstraße 54 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1) bei Gronowo (Grunau) über Kalinówek (Einigkeit) bis nach Pęciszewo (Waltersdorf)führt. Es besteht kein Bahnanschluss mehr. Bis 1945 war der heute auf russischem Gebiet gelegene Bahnhof Thomsdorfkein russischer Name bekannt die nächste Bahnstation an der heute nicht mehr vorhandenen Bahnstrecke Heiligenbeil–Zinten–Preußisch Eylau.

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1412 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Braniewo