mini|Aktuelles Logo König Ludwig Lauf

Der 1968 gegründete König-Ludwig-Lauf ist der größte Volksskilanglauf Deutschlands und wird bei Oberammergau und Ettal im Naturpark Ammergauer Alpen ausgetragen. Er ist nach König Ludwig II. von Bayern benannt und Teil der Worldloppet-Serie, des FIS Worldloppet Cups und des Deutschland Klassikers. Von 2011 bis 2016 war er Bestandteil der Wettlaufserie von Ski Classics. 2019 wurde erstmals über die Distanz von 100 m ein Sprint (König Ludwig SuperSprint) durchgeführt, bei welchem der Weltrekord über 100 m von Emanuele Becchis mit einer Zeit von 10,78 Sekunden aufgestellt wurde.

Seit 2018 wird auch im Oktober der König Ludwig Trail mit Start in Ettal und Ziel in Oberammergau ausgetragen.

Organisation Der Start findet am ersten Wochenende im Februar in Ettal statt, Ziel ist das Oberammergauer Sportzentrum. Es werden Strecken über 50 km, 23 km und 10 km jeweils in klassischer (Sonntag) und Skating-Technik (Samstag) angeboten sowie der sogenannte „Mini Kini“ über 5 km für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Außerdem findet die Weltmeisterschaft im Skilanglauf für Ärzte und Apotheker über 23 und 50 km statt. Die traditionelle lange Strecke führt vom Start in Ettal durch das Graswangtal unmittelbar am Schloss Linderhof des Königs Ludwig II. vorbei wieder zurück durch das Graswangtal zum Ziel nach Oberammergau.

Die Gesamtteilnehmerzahl liegt bei über 4000 Personen.

Der 39. König-Ludwig-Lauf im Jahr 2011 hat ein so großes Medieninteresse auf sich gezogen, dass der Lauf in klassischer Technik über 50 km am Sonntag erstmals in Fernsehen und Internet live übertragen wurde.

Siegerlisten Lange Distanz, klassische Technik

Jahr km Sieger Zeit (h) Siegerin Zeit (h) 2026 44 Jakob Milz 2:03:39 Anna-Maria Dietze 2:15:47 2025 wegen Schneemangels abgesagt 2024 wegen Schneemangels und Unwetters abgesagt 2023 43 Thomas Bing 1:39:23 Franziska Müller 1:53:12 2022 44 Max Novak 1:44:43 Lina Korsgren -2- 1:49:54 2021 wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt 2020 wegen Schneemangels abgesagt 2019 50 Morten Eide Pedersen 2:28:18 Lina Korsgren 2:29:18 2018 44 Tore Bjørseth Berdal 1:55:15 Aurélie Dabudyk -2- 2:00:59 2017 38 Max Olex 1:26:20 Aurélie Dabudyk 1:36:34 2016 wegen Schneemangels abgesagt 2015 46 Petter Eliassen 1:59:42 Britta Johansson Norgren 2:16:28 2014 46 Johan Kjølstad 1:57:58 Seraina Boner -2- 2:07:42 2013 42 Jerry Ahrlin -2- 1:51:14 Seraina Boner 1:58:14 2012 50 Stanislav Řezáč -6- 2:16:35 Susanne Nyström 2:36:18 2011 42 Jerry Ahrlin 1:38:56 Sandra Hansson 1:50:23 2010 42 Anders Aukland 1:44:13 Suvi Karjaluoto 2:10:12 2009 50 Stanislav Řezáč -5- 1:59:42 Jenny Hansson 2:15:44 2008 42 Daniel Tynell -2- 1:32:03 Elin Ek -2- 1:44:26 2007 40 Daniel Tynell 1:24:49 Elin Ek 1:35:54 2006 50 Stanislav Řezáč -4- 2:18:35 Ine Wigernæs 2:36:55 2005 50 Stanislav Řezáč -3- 2:18:01 Cristina Paluselli -2- 2:41:59 2004 50 Stanislav Řezáč -2- 2:01:16 Cristina Paluselli 2:15:36 2003 49 Jørgen Aukland 2:05:32 Lara Peyrot 2:11:56 2002 wegen Schneemangels abgesagt 2001 46 Christian Baldauf 2:12:55 Ramona Roth 2:24:07 2000 51 Stanislav Řezáč 2:01:12 Svetlana Nagejkina 2:20:28 1999 45 Mikael Östberg 2:10:05 Dorota Dziadkowiec-Michoń 2:24:45 1998 55 Staffan Larsson 2:19:05 Elena Grigoreva 2:49:50 1997 55 Martin Petrásek 2:09:42 Sigrid Wille 2:23:13 1996 58 Håkan Westin -2- 2:26:56 Gudrun Pflüger 2:53:50 1995 55 Håkan Westin 1:58:42 Lucie Bucharova 2:30:14 1994 47 Alec Vanek -2- 1:53:38 Maria Theurl 2:10:58 1993 55 Alec Vanek 2:04:14 Nataly Tschernych 2:31:01 1992 53 Erik Hansson 2:02:32 Sisko Kainulainen -5- 2:31:30 1991 53 Ladislav Švanda 2:07:06 Vida Vencienė 2:32:58 1990 wegen Schneemangels abgesagt 1989 50 Anders Blomquist 1:58:45 Sisko Kainulainen -4- 2:19:28 1988 65 Konrad Hallenbarter -2- 2:58:47 Christine Gilli-Brügger 3:26:03 1987 65 Bengt Hassis -2- 2:35:39 Annerose Rees 3:31:53 1986 50 Konrad Hallenbarter 1:55:05 Sisko Kainulainen -3- 2:14:41 1985 wegen Schneemangels abgesagt 1984 65 Bengt Hassis 2:36:03 Sisko Kainulainen -2- 3:04:58 1983 70 Per Knotten -2- 3:36:39 Sisko Kainulainen 3:55:33 1982 90 Lars Frykberg 4:12:28 Kathrin Glasl -2- 5:43:29 1981 90 7 Läufer aus 5 Nationen zeitgleich gewertet Kathrin Glasl 5:36:24 1980 90 Per Knotten 5:27:38 Gerda Kunz 6:07:15 1979 90 Pauli Siitonen -5- 3:39:20 1978 90 Pauli Siitonen -4- 4:36:31 1977 73 Pauli Siitonen -3- 3:13:22 1976 90 Pauli Siitonen -2- 4:05:06 1975 wegen Schneemangels abgesagt 1974 90 Pauli Siitonen 4:05:06 1973 90 Heinrich Simon -2- 4:53:59 1972 wegen Schneemangels abgesagt 1971 90 Robert Eiermann 5:18:01 1970 90 Heinrich Simon 5:01:00 1969 88 Arthur Bodenmüller 4:12:33 1968 83 Klaus Niedermeier 6:26:04

Lange Distanz, Freie Technik

Jahr km Sieger Zeit (h) Siegerin Zeit (h) 2026 44 Alexander Brandner 1:45:35 Anna-Maria Dietze 1:55:03 2025 wegen Schneemangels abgesagt 2024 wegen Schneemangels und Unwetters abgesagt 2023 43 Fabián Štoček 1:52:07 Margaret Lane 2:09:00 2022 43 Gustaf Berglund 1:42:02 Sigrid Mutscheller -5- 1:52:49 2021 wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt 2020 wegen Schneemangels abgesagt 2019 50 Adrien Backscheider 2:07:19 Svenja Hölzle 2:39:42 2018 42 Michael Willeitner 1:42:34 Sigrid Mutscheller -4- 1:53:50 2017 38 Tobias Rath 1:23:30 Jessica Müller 1:30:17 2016 wegen Schneemangels abgesagt 2015 46 Jiří Ročárek -2- 1:56:20 Sigrid Mutscheller -3- 2:11:26 2014 50 Tore Martin Gundersen 1:44:31 Antonella Confortola 1:55:11 2012 50 Jiří Ročárek 2:15:29 Sigrid Mutscheller -2- 2:36:27 2011 42 Thomas Freimuth -2- 1:33:24 Sigrid Mutscheller 1:43:00 2010 42 Vadim Nesterov 1:43:05 Barbara Haesch 1:59:39 2009 50 Marcus Enders 1:56:11 Pia Sundstedt 2:13:01 2008 42 Tom Reichelt 1:38:36 Stefanie Meyr -4- 1:54:27 2007 40 Thomas Freimuth 1:31:48 Stefanie Meyr -3- 1:49:25 2006 50 Christian Eberharter 2:05:41 Stefanie Meyr -2- 2:25:28 2005 50 Christian Seeger 2:12:17 Katharina Echter 2:43:28 2004 50 Patrick Rölli 1:51:09 Barbara Häsch -2- 2:11:52 2003 49 André Blatter 1:55:57 Stefanie Meyr 2:12:15 2002 wegen Schneemangels abgesagt 2001 46 Janko Neuber 2:00:15 Mandy Kämpf 2:16:19 2000 51 Přemysl Kovářík 2:06:40 Barbara Häsch 2:37:16 1999 55 Johann Mühlegg 2:25:59 Carina Modén 2:52:13

Überblick über die einzelnen Läufe 1. Lauf 1968 (83 km) Der König-Ludwig-Lauf – damals noch Bayerischer Skilanglauf „Auf König Ludwigs Spuren“ – wurde von der Skiabteilung des TSV Oberammergau gegründet. Am 17. März 1968 fand der erste Lauf statt. Es gab eine 45 km und eine 90 km (Doppelrunde) Strecke. Damals trug Forstdirektor Alfred Artmann entscheidend zum Gelingen des ersten „König-Ludwig-Laufes“ bei. Der Start war am Sportplatz in Ettal und das Ziel beim „Frauenwasserl“ im Ettaler Weidmoos. Frauen war die Teilnahme über 90 km nicht gestattet. Bei beiden Laufstrecken gab es eine Altersklasseneinteilung. Die Schneehöhe betrug fast 2 Meter. Der erste Lauf hatte insgesamt 796 Teilnehmer.

2. Lauf 1969 (88 km) Am 9. März 1969 fand der 2. König-Ludwig-Lauf statt. Die Loipenführung wurde verbessert, und der Zieleinlauf befand sich jetzt am Ortseingang von Oberammergau an der „Linderhofer Brücke“. Teilnehmer insgesamt. 871

3. Lauf 1970 (90 km) Am 8. März 1970 fand der 3. König-Ludwig-Lauf statt. Die Loipenführung sowie Start und Ziel blieben unverändert. Teilnehmer insgesamt. 1130.

4. Lauf 1971 (90 km) Am 14. März 1971 fand der 4. König-Ludwig-Lauf statt. Erstmals war auch ein Lauf über 20 km für „Jungmannen“ und Frauen mit ausgeschrieben. Der erste Norweger nahm teil. Teilnehmer insgesamt: 1383.

1972 abgesagt Wegen Schneemangel musste der Lauf abgesagt werden. Es gab auch keine Möglichkeit, den Lauf in einer verkürzten Form durchzuführen. An der Landesgrenze nach Tirol bei Schloss Linderhof wurde eine kleine Loipe zum Trainieren angelegt, da trotz rechtzeitiger Absage Teilnehmer angereist waren.

5. Lauf 1973 (90 km) Am 11. März 1973 fand der 5. König-Ludwig-Lauf statt. Erstmals waren Teilnehmer aus Italien mit dabei. Teilnehmer insgesamt: 1548.

6. Lauf 1974 (90 km) Durch die Gründung des „Alpentris“ waren erstmals mehr als 2000 Läufer am Start, darunter Pauli Siitonen aus Finnland sowie über 300 ausländische Läufer. Die bayerische Bereitschaftspolizei half vor Ort mit. Italien stellte das größte ausländische Kontingent. Das Sporthaus Schuster, Fischer Ski und die Münchner Abendzeitung stiegen als Sponsoren beim König-Ludwig-Lauf ein. Erstmals wurde der im Vorjahr gegründete „Alpentris“ ausgetragen. Der „Alpentris“ war ein Zusammenschluss des Dolomitenlaufs (Österreich), des Marcialonga (Italien) und des König-Ludwig-Laufs (Deutschland).

1975 abgesagt Wegen Schneemangel musste der Lauf abgesagt werden. Loipenchef Hermann Biermeier sah sich nicht in der Lage, eine verkürzte Ausweichloipe zu schaffen. Die vorhandenen Schneereste reichten nicht aus, um den König-Ludwig-Lauf durchführen zu können. Der 2. Vorstand Fritz Lang, der sich beim Vasalauf in Schweden aufhielt, wurde verständigt, die Absage beim Start des Vasalaufes über Lautsprecher bekanntzugeben.

7. Lauf 1976 (90 km) Erstmals fand der Lauf im Februar statt. Die neue Loipe führte vom Start in Ettal über Linderhof, Graswang, Oberammergau, Unterammergau, Altenau, Unternogg bis nach Wildsteig und zurück nach Oberammergau ins Ziel. Zum bereits bestehenden „Alpentris“ kam jetzt noch der neu gegründete „Euroloppet“ hinzu. Der Finlandia-hiihto (Finnland) und der weltberühmte Wasalauf (Schweden) schlossen sich dem bereits bestehenden „Alpentris“ an. Über 50 Skandinavier nahmen erstmals am König-Ludwig-Lauf teil. Über 100 Läufer aus Italien nahmen teil. Teilnehmer insgesamt: 2117.

8. Lauf 1977 (73 km) Erstmals fand der Lauf an zwei Tagen statt: am Samstag, den 12. Februar 1977 über 10 km und 20 km sowie am Sonntag, den 13. Februar 1977 über 45 km und 73 km. Die beiden kurzen Strecken waren als Familienlauf angeboten und wuirden gut angenommen. Da es ein schneearmer Winter war, wurde der Lauf auf 73 km verkürzt. Im Hotel „Alte Post“ wurde Hans Reicherl zum 1. Vorstand gewählt (er starb 2021). Auf Wunsch von Hans Reicherl wurde der König-Ludwig-Lauf eine eigene Abteilung des TSV Oberammergau.

9. Lauf 1978 (90 km) Am 4. und 5. Februar 1978 fand der 9. König-Ludwig-Lauf statt. Die Schneeverhältnisse waren gut, der Veranstalter sowie alle Beteiligten waren sehr zufrieden mit der Organisation. Teilnehmer insgesamt: 2497. Von großer Bedeutung war die Gründung von „Worldloppet“ bei einer Sondersitzung in Hayward in den USA durch Tony Wise. Zu den 5 bereits im „Euroloppet“ vereinigten Rennen kamen noch der Gatineau 55 (Kanada), der American Birkebeiner (Vereinigte Staaten von Amerika), der Engadin Skimarathon (Schweiz) und das Birkebeinerrennet (Norwegen).

10. Lauf 1979 (90 km) Am 3. und 4. Februar 1979 fand der 10. König-Ludwig-Lauf statt. Läufer aus 23 Nationen nahmen teil. Die Begrüßungszeremonie fand am Passionstheater Oberammergau statt. Zu Ehren von „Worldloppet“ zog ein Fackelzug mit musikalischer Begleitung durch den Ort. Beim Jahresmeeting von „Worldloppet“ in Ottawa (Kanada) wurde der Transjurassienne (Frankreich) aufgenommen. Die „Worldloppetserie“ umfasste jetzt 10 Läufe.

11. Lauf 1980 (90 km) Am 2. und 3. Februar 1980 fand der 11. König-Ludwig-Lauf statt. Erstmals war Frauen der Start über 90 km gestattet – beim Wasalauf ist dies erst seit 1997 der Fall, beim Marcialonga über 70 km seit 1978, beim Transjurassienne über 76 km ebenso seit 1980. Die „Schallmauer“ von über 3000 Teilnehmern wurde durchbrochen.

12. Lauf 1981 (90 km) Am 31. Januar und 1. Februar 1981 fand der 12. König-Ludwig-Lauf statt. Es herrschten sehr gute Schneeverhältnisse und Bilderbuchwetter. Durch eine Unachtsamkeit von Funktionären wurde die 7-köpfige Spitzengruppe aus 5 Nationen in eine falsche Spur gewiesen und von der FIS zeitgleich gewertet. Teilnehmer insgesamt: 3300.

13. Lauf 1982 (90 km)