Das Musée Renoir (Renoir Museum) in Cagnes-sur-Mer und Le Jardin du musée Renoir – Domaine des Collettes ist dem Maler des Impressionismus Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) gewidmet. Es liegt inmitten eines Anwesens mit Oliven- und Zitrusbäumen und bietet einen Blick bis zum Cap d’Antibes.

Geschichte mini|Musée Renoir: Interieur mini|Pierre-Auguste Renoir und Richard Guino: Basrelief mit Tänzerinnen, ausgestellt im Musée Renoir in Cagnes-sur-Mer mini|Pierre-Auguste Renoir: Ansicht von Cagnes Nachdem Auguste Renoir 1903 Cagnes-sur-Mer entdeckt hatte, kaufte er am 28. Juni 1907 das drei Hektar große Anwesen „Domaine des Collettes“. Das Klima kam ihm entgegen, das Licht und die Landschaft überwältigten ihn und gaben ihm die Möglichkeit, die schillernden Farben der Olivenbäume, der Blumen und der Früchte seines Anwesens, auf die Leinwand zu bringen.

Renoir hätte gerne in dem alten rustikalen Bauernhaus gewohnt (heute Sitz der Association des Amis du Musée Renoir), aber da Madame Renoir sich ein geräumigeres Haus wünschte, ließ er 1908 von dem Architekten Jules Febvre aus Nizza ein Haus im neo-provenzalischen Stil mit zwei Künstlerateliers bauen. Im Herbst 1908 zog er dort ein und lebte mit seiner Frau Aline und den drei Kindern Pierre, Jean und Claude bis zu seinem Tod am 3. Dezember 1919 im Alter von 78 Jahren.

Das Gebäude steht seit 2001 als Monument historique unter Schutz.Domaine des Collettes

Sammlung In Cagnes-sur-Mer kam Renoir auch zum ersten Mal mit der Bildhauerei in Berührung. Da Renoir aufgrund einer Krankheit (rheumatoide Arthritis) seine Hände nicht mehr frei gebrauchen konnte, wandte er sich an einen jungen Maillol-Schüler, Richard Guino, der Renoirs bildhauerische Ideen aufnahm und bei deren Umsetzung half.

Das Renoir-Museum beherbergt 14 seiner Gemälde, 40 Skulpturen, zeitgenössische Möbel, Renoirs Atelier und persönliche Gegenstände. Im dazugehörigen Garten, dem Jardin de la Domaine des Collettes, steht die Bronzeskulptur Vénus Victrix (1916). Sie wurde 2022 restauriert.

Im September 2026 stahlen Einbrecher mehrere Gemälde (Madame Colonna Romano und Jeune Femme au puits). Beide sind Dauerleihgaben des Musée d’Orsay und sogenannte MNR-Werke (für Musées nationaux récupération); so werden nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland verbrachte Kulturgüter bezeichnet, deren rechtmäßige Eigentümer sich bisher nicht ermitteln ließen und die daher vom französischen Staat nur vorläufig verwahrt werden, bis die Herkunft geklärt ist.Mehrere Renoir-Gemälde aus Museum gestohlenZwei Renoir-Gemälde nach Einbruch weiter verschwunden

Literatur Renoir-Guino: duo-duel. Guillaume Aral im Katalog der Ausstellung: Renoir et les familiers des Colettes, Musée des Collettes, Cagnes-sur-Mer 2008 Renoir sculpteur? Beitrag von Emmanuelle Héran im Katalog der Ausstellung: Renoir au XXème siècle, Galeries nationales du Grand Palais, Paris 2009

Weblinks

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Einzelnachweise

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