Glenzdorfs internationales Film-Lexikon, auch Internationales Filmlexikon genannt, ist ein Anfang der 1960er Jahre erschienenes Lexikon und laut seinem Untertitel ein „biographisches Nachschlagewerk für das gesamte Filmwesen.“ Es wurde in Bad Münder von Johann Caspar Glenzdorf im Prominent-Filmverlag „zum 30jährigen Jubiläum des deutschen Tonfilms“ herausgegeben. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Das von 1960 bis 1961 herausgegebene dreiteilige Werk, kurz auch als Glenzdorf zitiert, wurde von der Deutschen Nationalbibliothek in die Liste der „Fachlichen Nachschlagewerke für die Gemeinsame Normdatei“ aufgenommen.
Glenzdorf, der keinerlei Verbindungen zur Filmbranche hatte, stellte das Werk ab 1952 zusammen. Er verschickte einen Fragebogen an etwa 5000 Filmschaffende, der biografische Daten, Ausbildung und den beruflichen Werdegang, sowie Theater- und Filmrollen abfragte. 1250 dieser Anfragen wurden beantwortet. Ende 1961 brachte er das Werk in drei Bänden heraus. Darin „stehen – geschätzt – ungefähr 18.000 Namen. Jeder Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Kameramann, Komponist, Produzent, Schnittmeister, Aufnahmeleiter, der von der Erfindung des Films um 1900 bis ins Jahr 1961, dem Erscheinen des „Glenzdorf“, im Vorspann eines deutschen Films stand.“ Trotz des für die damalige Zeit sehr hohen Preises wurde das Lexikon zum Standardwerk. Es erschien, obwohl stark nachgefragt, keine weitere Auflage, sodass das Lexikon veraltete und mittlerweile weitgehend unbekannt ist.
Einzelnachweise
Kategorie:Lexikon oder Enzyklopädie (Film) Kategorie:Biografisches Nachschlagewerk Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Fachliches Nachschlagewerk für die Gemeinsame Normdatei