Im Wartburgkreis gab es im Juni 2024 insgesamt 114 erfasste Geotope.
Geotope
Gesteine
ID Bild Bezeichnung Art Stratigraphie Beschreibung Gemeinde Lage EA_1201 Auflässiger Rätsandsteinbruch bei Madelungen Sandstein, fein- bis mittelkörnig, ockerfarbig Auf dem Eichelberg bei Madelungen schon Anfang des 20. Jahrhunderts, auflässiger Rätsandsteinbruch. Amt Creuzburg WAK_1367 ehemalige Gemeindebrüche bei Mihla Kalkstein/Kalkmergelstein, bankig-plattig, flaserig-knauerig Unterer Wellenkalk Nördlich Mihla gelegene sehr alte Brüche in den Schaumkalken des südwestlichen Hainichgebietes. Die früheren Gemeindebrüche Mihla bestehen aus einer größeren Anzahl dicht beieinanderliegender kleinerer Aufschlüsse im Unteren Muschelkalk. Der Bewuchs ist recht stark, dennoch wäre im Einzelfall ein Freilegen möglich. Offensichtlich waren die Werksteinbänke Gegenstand des Abbaus. So hatten die Gewinnungsarbeiten dünnplattigere Bereiche meist ausgelassen oder im Bruchgelände zu mächtigen Halden aufgetürmt und die dicken, harten Bänke verfolgt. Eine ca. 1,5 m mächtige Bank ist im unübersichtlichen Gelände zu finden. Das Schichteinfallen beträgt ca. 10 Grad Südwest, Störungen sind nicht erkennbar. Einige Gruben wurden schon mit Müll reichlich gefüllt. Etwa 6 Standorte zeigen senkrechte Abbauwände mit bis zu 5 m Höhe. Amt Creuzburg WAK_1368 200px Kalksteinbruch Buchenau Kalkstein/Mergelstein, dolomitische, kristalline Kalke Ehemaliger Bruch des Sodawerkes Buchenau, im Unteren Wellenkalk partiell wieder aufgewältigt. Der auflässige Steinbruch diente von 1924 bis 1968 dem ehemaligen Sodawerk als Kalksteinlieferant. Diese über 40-jährige Abbautätigkeit ließ an den steilen Werratalhängen einen der größten Brüche in Westthüringen entstehen. Er besteht aus zwei Abbausohlen und einer Abraumsohle. Ein Wanderweg verläuft unterhalb am rechten Werraufer. Von den etwa 100 m mächtigen Wellenkalksedimenten in diesem Raum sind ca. 70 m hervorragend aufgeschlossen, es fehlt nur der tiefste Teil. Darüber im Hangenden liegt Mittlerer Muschelkalk – die Anhydritfolge; dessen Gesteine waren jedoch unbrauchbar für die Sodaproduktion und wurden randlich aufgehaldet. Das Steinbruchprofil zeigt sehr gut herausmodelliert die festen Werksteinbänke der Terebratel- und Schaumkalkzonen. Die gesamten Schichtfolgen fallen leicht nach Nordosten ein, bedeutsame Störungen sind nicht erkennbar. Amt Creuzburg WAK_1416 alter Glimmerschieferbruch im Schweinaer Grund Glimmerschiefer Gut erhaltener Anschnitt im Glimmerschiefer des Ruhlaer Kristallins bei Schweina Bad Liebenstein WAK_1417 Alter Zechensteinaufschluss bei der Alten Warth bei Gumpelstadt Dlomitische Kalke, Gipse, Letten Zechstein Sehr alter Aufschluss im Oberen Zechstein Z3-Z4, der aber im Gebiet sehr selten ist. Bad Liebenstein WAK_1233 Auflässiger Steinbruch am Eselsprung nördlich Bairoda Riffkalk, Liebensteiner Gneis Am nördlichen Ortseingang von Bairoda folgt man 250 m dem Thüringer Tal in nördliche Richtung. Hier liegt der stillgelegte Steinbruch am Eselsprung, der wegen seiner leichten Erreichbarkeit ein viel besuchter Aufschluss im Ruhlaer Kristallin ist (siehe Mommelstein bei Brotterode). Hier stehen migmatitische Amphibol- und Amphibol-Biotit-Gneise der Liebenstein-Gruppe im Kontakt zu dem unterkarbonischen, wenig foliierten, leukokraten Katzensteingranit an. Die Metamorphose der Gneise fand bei Temperaturen bis 700 °C in einer Tiefe von etwa 15 km statt. Am Top der Steinbruchwand sind noch Reste der diskordant auflagernden Zechstein-Riffkalke vorhanden. Bad Liebenstein WAK_1240 Das „Korällchen“ in Bad Liebenstein Granitporphyr, Liebensteiner Gneis, Melaphyr, Mesodiabas Inmitten dolomitischer Riffkalksteine des Zechsteins liegt am östlichen Ortsausgang von Bad Liebenstein nördlich der Straße ein etwa 100 m großes, inselartiges Vorkommen des unterkarbonischen Katzensteingranits.In einem kleinen ehemaligen Steinbruch ist hier innerhalb des Granits ein magmatischer Gang des Rotliegend-Vulkanismus aufgeschlossen, der seit langem als ein Paradebeispiel für die „Gemischten Gänge“ gilt (siehe „Trusetaler Hauptgang“ des südlichen Ruhlaer Kristallins). Der Gang besteht in der Mitte aus kieselsäurereichem, hellem Granitporphyr. Die äußeren Teile des Ganges werden von je etwa 3 bis 4 m breiten Lagen eines dunklen, kieselsäureärmeren basaltoiden Magmatits („Mesodiabas, Melaphyr“) gebildet. Dunkle, kieselsäurearme Magmatitfetzen kommen auch innerhalb des Granitporphyrs vor, dies deutet auf eine Vermengung unterschiedlicher Magmen hin. Bad Liebenstein WAK_1651 200px Wasserleitungsstollen am Altenstein Bad Liebenstein WAK_1371 Auflässige Buntsandsteinbrüche im Hollundertal bei Gumpelstadt Sandstein, fein-mittelkörnig, Schluff- und Tonsteinlagen Ehemaliger Steinbruch in Bernburgfolge bei Gumpelstadt. Der Untere Buntsandstein bedeckt etwa 2/3 des Blattes Bad Salzungen. Die Morphologie der Bad Salzunger Landschaft wird daher von flachen Höhenrücken, Mulden und abgerundeten flachen Sätteln bestimmt. Störungen treten fast gar nicht in Erscheinung. Die genaue stratigraphische Einordnung ist nur m. E. möglich und wird aus der Erstkartierung abgeleitet. Dementsprechend wird der su2 im Übergang von der Calvörde-Folge zur Bernburgfolge gesehen. Generell sind – evtl. wegen der Monotonie der Sedimente im Gebiet – keine Profile exakt auf einen konkreten Aufschluss bezogen worden. Die verfügbaren Literaturquellen lassen sich daher allgemein auf das ganze Gebiet des Unteren Buntsandsteins im Raum Bad Salzungen anwenden. Charakteristisch für die Aufschlüsse in der Bernburgfolge. Bad Salzungen WAK_1281 Röt-Böschungswand unter dem Kirchberg östlich Buttlar Schluffstein, Tonstein, rotbraun, weißlich bis violett Ein durch Forstwegebau entstandener Hanganschnitt mit gut sichtbarem Rötprofil. Im Raum Geisa tritt der Röt in großer Ausdehnung zu Tage. Die Gesteine werden leicht von der Abtragung beeinflusst und bilden meist nur flache Kuppen und breite Talmulden. Die Gesamtmächtigkeit des Röt beträgt ca. 130 m. Auf dem Kirchberg östlich von Buttlar weisen die den Wellenkalk (Unterer Muschelkalk) überlagernden Röt-Gesteine nur eine relativ geringe Mächtigkeit auf. Buttlar WAK_1510 Alte Basaltbrüche und Blockfelder am Horn südlich Urnshausen Basalt (Basanit alte Bez.) als Anstehendes und Blockschutt Tertiär An der Westflanke des Horn gibt es sehr alte Basaltbrüche, die hangwärts in Blockfelder übergehen. Dermbach EA_2001 Aufschluss am Gotanger An einem Reit- und Wanderweg oberhalb des Lehrpfades am nördlichen Hang des Clausberges befindet sich ein zusammenhängendes Profil vom Oberrotliegend (unten), über das Zechsteinkonglomerat, den Kupferschiefer bis zum Zechsteinkalk (oben).In der Umgebung, insbesondere südlich von Stedtfeld, gibt es zahlreiche Überreste (Schächte, Stollen, Halden) des ehemaligen Kupferschiefer-Bergbaus, der an den Zechsteinausstrich in der Umrandung des Thüringer Waldes gebunden war. Eisenach EA_1215 Neuaufschluss im historischen Bergbaurevier von Stedtfeld Konglomerate, Tonstein (Kupferschiefer), Zechsteinkalk Oberrotliegend (Saxon) Großer, frischer Hanganschnitt im Übergangsbereich Rotliegendes/Zechstein. Eisenach EA_1217 Pfingskopf westlich von Eisenach Konglomerate, Fanglomerate Oberrotliegend (Saxon) Ehemalige Abbaufläche von Konglomeratgestein als Lockergestein für Bauuntergründe. Eisenach EA_1664 Riffe und Alte Gemeinde bei Neuenhof Das Gebiet umfasst die im Tal am Grundbach gelegenen Aufschlüsse des Oberrotliegend und Zechsteins, die entlang des oberen Weges Richtung Franzosenfelsen befindlichen riffähnlichen Zechsteinkalkfelsgruppen bis hin zu den nahe des Rennsteigs gelegenen Zechsteinklippen. Im unteren Abschnitt am Grundbach stehen Gesteine des Oberrotliegend und die Gesteine des vom Zechsteinmeeres ausgebleichten Grauliegenden dicht beieinander. Das Zechsteinkonglomerat und der auflagernde Kupferschiefer wurden in Höhe des alten Stollens aufgeschlossen. Im oberen Abschnitt – an den Riffen – ragen markante Felsgruppen dolomitischer Kalke des Zechsteins auf, die früher wegen ihrer Festigkeit zu Bauzwecken dienten. Eisenach EA_1206 200px Staffelbruch im Georgenthal bei Eisenach Konglomerat, Fanglomerat, Ton- und Siltstein Oberrotliegend (Saxon) Felsböschung an der südlichen Frankfurter Straße mit Konglomeraten überlagert von schluffigen Tonsteinen mit staffelartigen Abschiebungen.