Das Gelbliche Filzkraut (Filago lutescens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Filzkräuter (Filago) in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
mini|Habitus Beschreibung Vegetative Merkmale Das Gelbliche Filzkraut wächst als einjährige oder einjährig überwinternde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind gelbgrau-filzig behaart.
Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni/Juli bis September. Die dicht wollig behaarten, mittleren Hüllblätter tragen bis zum Beginn der Fruchtreife eine tiefrote Grannenspitze. Die Blüten erscheinen in Knäueln von 10–25 Körben.
Es werden Achänen mit Pappus gebildet.
Ökologie mini|Tiefrote Grannenspitzen an den Hüllblättern des Gelblichen Filzkrautes Beim Gelblichen Filzkraut handelt es sich um einen Therophyten.
Vorkommen und Schutz Das globale Verbreitungsgebiet des Gelblichen Filzkrautes erstreckt sich von Mittel- und Südeuropa bis ins nördliche Afrika. Es hat ursprüngliche Vorkommen auf den Kanaren und auf Madeira, in Marokko, Algerien, Libyen, Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Schweden, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Bulgarien und Rumänien. Auf Kreta ist die Ursprünglichkeit zweifelhaft.
Es besiedelt Sandtrockenrasen, trockene, sandige bis kiesige Ruderalflächen und Brachen, ist kalkmeidend und bevorzugt die kollin-montane Höhenstufe.
In der Roten Liste der gefährdeten Arten nach Metzing et al. 2018 ist das Gelbliche Filzkraut als in Deutschland „selten“ und „stark gefährdet“ (Kategorie 2) aufgeführt. In der Schweiz ist Filago lutescens für das Staatsgebiet als CR = „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ eingestuft und in den Kantonen Genf und Tessin „vollständig geschützt“.
Systematik Die Erstveröffentlichung von Filago lutescens erfolgte 1846 durch Claude Thomas Alexis Jordan in Observations sur plusieurs plantes nouvelles rares ou critiques de la France, troisième fragment, Seite 201. Ein Synonym ist Filago apiculata
Man kann zwei Unterarten unterscheiden: Filago lutescens subsp. atlantica : Sie kommt in Marokko, Portugal, auf Madeira und auf den Kanaren vor. Filago lutescens subsp. lutescens: Sie kommt in Marokko und in Europa vor.
Quellen Literatur
Einzelnachweise Werner Greuter, 2006+: Compositae (pro parte majore). – Datenblatt Filago lutescens. In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. bei Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. .
Claude Thomas Alexis Jordan: Observations sur plusieurs plantes nouvelles rares ou critiques de la France. Troisième fragment, J.-B. Baillière und T. O. Weigel, Paris und Leipzig, 1846. Rote-Liste-Zentrum: Artensteckbrief Filago lutescens Jord. Abgerufen am 12. Juni 2024.
Weblinks
Kategorie:Filzkräuter