MilchbudeKein russischer Name bekannt ist eine Wüstung im Kreis Königsberg in Preußen (1939 bis 1945: Kreis Samland) in Ostpreußen. Die frühere Ortsstelle befindet sich heute im Munizipalkreis Rajon Bagrationowsk (Stadtkreis Preußisch Eylau) in der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) in Russland.

Geographische Lage Die Ortsstelle Milchbudes liegt unmittelbar an der Grenze zum Rajon Gurjewsk (Stadtkreis Neuhausen) im Westen der Oblast Kaliningrad, 15 Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Königsberg (Preußen) () bzw. 26 Kilometer nordwestlich der heutigen Rajonshauptstadt Bagrationowsk ().

Geschichte Der kleine Ort MilchbudeDietrich Lange; Milchbude, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) war bis ins 20. Jahrhundert hinein ein Vorwerk zum Gut Hinterwalde im Kreis Königsberg bzw. Kreis Samland in Ostpreußen.Meyers Gazetteer: Hinterwalde Im Jahre 1905 waren in Milchbude drei Einwohner gemeldet.Geschichtliches Ortsverzeichnis (GOV): Milchbude Als am 30. September 1928 das Gut Hinterwalde nach Ramsen (russisch Saretschnoje) eingemeindet wurde, wurde Milchbude ein Wohnplatz eben dieser Gemeinde.Rolf Jehke: Amtsbezirk Mahnsfeld

Mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen kam Milchbude 1945 in Kriegsfolge zur Sowjetunion. Danach war der Ort verwaist und gilt als untergegangen. Seine Ortsstelle gehört zum Rajon Bagrationowsk in der russischen Oblast Kaliningrad.

Religion Bis 1945 war Milchbude in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Mahnsfeld (russisch Polewoje) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 462

Verkehr Die Ortsstelle Milchbudes ist von der Kommunalstraße 27K-089 aus über den Abzweig Saretschnoje (Ramsen) zu erreichen.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Ostpreußen Kategorie:Ort im Rajon Bagrationowsk Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad