mini|Illustration zu Goethes Faust I. Erscheinung des Erdgeistes Hans Stubenrauch (* 11. April 1875 in Aschau im Chiemgau; † 1. Juli 1941 Murnau am Staffelsee) war ein deutscher Maler, Aquarellist und Schriftsteller. Er schuf Porträts, Historiendarstellungen und war Illustrator, unter anderem für Bücher.
Leben Stubenrauch studierte an der Kunstgewerbeschule Nürnberg bei Heinrich Heim und der Akademie der Bildenden Künste München bei Nikolaus Gysis, Peter Halm, Heinrich von Zügel.
Er wurde vor allem als Maler und Illustrator bekannt und zeichnete Illustrationen für die Zeitschriften Jugend, die Meggendorfer-Blätter und die Fliegenden Blätter.Stubenrauch, Hans. In: Münchner Maler im 19./20. Jahrhundert. Lexikon der Münchner Kunst: Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 6: Landschreiber–Zintl. Stiebner Verlag, 1994, S. 395. Er war als Buchillustrator (u. a. „Die Saxo-Saxonen“ von Samar Gregorow) tätig und gab einige Kinderbücher heraus. Als Bücher brachte auch den „Moos-Berg-Spuk“, ein Heimatbuch heraus, also nicht nur Kinderbücher.Marion Hruschka: Im Kapitel: Literatur und Literaturproduktion. In: Markt Murnau am Staffelsee. Beiträge zur Geschichte. Redaktion und Konzeption: Dr. Marion Hruschka, Herausgeber: Markt Murnau am Staffelsee 2002, Band 1, S. 369 f. Zudem publizierte er Aufsätze in den heimatkundlichen Jahrbüchern des Heimatverbandes Lech-Isar-Land.Marion Hruschka: Im Kapitel: Literatur und Literaturproduktion. In: Markt Murnau am Staffelsee. Beiträge zur Geschichte. Redaktion und Konzeption: Dr. Marion Hruschka, Herausgeber: Markt Murnau am Staffelsee 2002, Band 1, S. 369 f. und 388, mit Quellenverweise auf: Staffelsee-Bote vom 28. März 1925 und Murnauer Tagblatt vom 5. Juli 1941.
Ab 1911 hatte Hans Stubenrauch engere Verbindungen zu Murnau und lebte dort seit 1919.Marion Hruschka: Im Kapitel: Literatur und Literaturproduktion. In: Markt Murnau am Staffelsee. Beiträge zur Geschichte. Redaktion und Konzeption: Dr. Marion Hruschka, Herausgeber: Markt Murnau am Staffelsee 2002, Band 1, S. 369 f. und 388, mit Quellenverweise auf: Staffelsee-Bote vom 30. September 1915 und Murnauer Tagblatt vom 19. Juni 1936. Stubenrauch soll 1923 die Ortsgruppe der NSDAP gegründetRaim, Edith: "Es kommen kalte Zeiten", Murnau 1919–1950, Volk-Verlag, 2021, 2. Auflage, S. 435 und sich selbst als „erster SA-Mann Murnaus“ bezeichnet haben.Raim, Edith: "Es kommen kalte Zeiten", Murnau 1919–1950, Volk-Verlag, 2021, 2. Auflage, S. 477 Eine Aufnahme in die neugegründete NSDAP zum 9. März 1926 wurde für ungültig erklärt, so dass er erst zum 1. April 1936 der Partei wieder regulär beitrat (Mitgliedsnummer 3.756.712).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/43740192 Beim Festzug zur 600-Jahr-Feier der Marktes Murnau im Jahr 1935 plante er die Darstellungen aus der Geschichte und hat die Entwürfe gezeichnet. Ein Teil seiner Gemälde befindet sich im Schloßmuseum Murnau und im Murnauer Rathaus.Diese Information wurde aus Akten des Marktarchivs Murnau entnommen.
Er starb im Alter von 66 Jahren und wurde in München beerdigt.
Privatleben Er war verheiratet mit Anna geborene Schmidt (* 1864 in Kassel; † 1942 in München).
Mitgliedschaften Münchner Corps Vandalia Münchener Künstlergenossenschaft Süddeutschen Illustratorenbund München Reichsverband bildender Künstler Deutschlands
Ausstellungen Wiederholte Beteiligungen an Ausstellungen im Münchner Glaspalast. Im Deutschen Museum in München bei der dortigen Kunstausstellung im Jahr 1932. In Murnau: 1922 (1. Vorsitzender der Ausstellungsleitung) 1934, 1935, 1936
Weblinks
Illustrationen zu Goethes Faust Hans Stubenrauch in HeidICON Illustrationen der Fliegenden Blätter
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Murnau am Staffelsee) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg