mini|Jugendstil-Etikett der Buchdruckerei

Fischer & Wittig oder Fischer und Wittig war eine 1862 in Leipzig gegründete Druckerei mit Buchbinderei und angeschlossenem Kunstverlag.Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Das Unternehmen druckte und verlegte auch Ansichtskarten,Leipzig, Sachsen: Grimmaische Straße, Caféhaus Felsche (2) auf der Seite zeno.org firmierte später unter anderem als Buchbinderei Altmann, zuletzt als VEB Kunst- und Verlagsbuchbinderei und heute als Kuve GmbH.Sabine Knopf: Die Buchstadt Leipzig, Mythos und Symbole, limitierte Sonderausgabe, Markkleeberg, Beucha: Sax-Verlag, 2015, S. 59; Vorschau über Google-Bücher

Geschichte mini|Das – denkmalgeschützte Gebäude Teubnerstraße 12 Die Firma wurde am 22. September 1862 durch den Leipziger Buchdruckerei-Besitzer Johann Christian Ferdinand Fischer sowie den in Reudnitz tätigen Buchdruckerei-Besitzer Christian Friedrich Wittig gegründet und eine Woche später im Königlich Sächsischen Handelsregister des Bezirksgerichts Leipzig eingetragen.Die Glocke. Illustrirte Zeitung, zweite Beilage zu No. 236 der Leipziger Zeitung vom 4. Oktober 1862, S. 5056; Google-Books

Erster Sitz des Unternehmens war die Dörrienstraße 5, später in einem von Hans Eger erbauten – während der Luftangriffe auf Leipzig zerstörten – Gebäude in der Johannisallee 8.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete die Stahlbeton-Firma Max Pommer nach Plänen des Architekten Otto Walther im Graphischen Viertel einen dreigliedrigen Erweiterungsbau unter der Adresse Teubnerstraße 12.

mini|hochkant|Die „Villa Ida“ (2020) Ab 1879 war Otto Fischer alleiniger Inhaber der Buchdruckerei Fischer & Wittig. 1883 ließ er sich an der Gohliser Hauptstraße (seit 1900 Menckestraße) die Villa Ida erbauen.

Das im Zweiten Weltkrieg teilzerstörte Druckereigebäude von Fischer & Wittig wurde noch zur Zeit der Sowjetischen Besatzungszone im Jahr 1948 der bekannten Druckerei Altmann zugewiesen, die sich am Wiederaufbau des Gebäudes und des Betriebes beteiligte. Ab 1959 wurde der Betrieb zunächst unter staatlicher Beteiligung der DDR weitergeführt und – nach der Verstaatlichung 1972 – an die VOB Union verkauft, die bald darauf in VOB Kunst- und Verlagsbuchbinderei umbenannt wurde.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde die „Altmann-Binderei“ von einem VOB in eine GmbH umgewandelt. Als Nachfolgerin der VOB Union wurde die Union Verwaltungsgesellschaft (Mit-)Gesellschafterin der im Gewerbegebiet Baalsdorf ansässigen Kuve GmbH.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Reudnitz-Thonberg, L–Z Liste der Kulturdenkmale in Gohlis-Süd (G–M)

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