mini|Christa Stewens (2024)
Christa Stewens (* 27. August 1945 in Altötting) ist eine deutsche Politikerin. Als Abgeordnete der CSU gehörte sie zwischen Oktober 1994 und Oktober 2013 dem Bayerischen Landtag an. Von 1998 bis 2008 war sie in verschiedenen Funktionen Mitglied der Bayerischen Staatsregierung und von 2007 bis 2008 zusätzlich stellvertretende Ministerpräsidentin in Bayern. Im April 2013 wurde sie zur Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag gewählt, bevor sie im Oktober 2013 von Thomas Kreuzer abgelöst wurde.
Ausbildung und Beruf Nach dem Besuch des Maria-Ward-Realgymnasiums in Nymphenburg von 1956 bis 1965 arbeitete Christa Stewens bis 1967 in einem Architekturbüro. Anschließend war sie als Hausfrau tätig.
Politische Ämter Von 1978 bis 2002 war sie als Gemeinderätin und zeitweise 2. Bürgermeisterin in ihrer Heimatgemeinde Poing, später auch als Kreisrätin im Landkreis Ebersberg aktiv, 1980 bis 1990 nahm sie die Aufgaben der Umweltpolitischen Sprecherin der CSU-Kreistags-Fraktion wahr. Von 1990 bis 1994 war sie oberbayerische Bezirksrätin und bis 2003 die Fraktionsvorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion Ebersberg. Dem Kreistag Ebersberg gehörte sie 48 Jahre bis 2026 an.
Seit 1994 ist sie Stimmkreis-Abgeordnete von Ebersberg (Oberbayern) und Mitglied des Bayerischen Landtages. 1994 bis 1998 war sie Verbraucherpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und Mitglied in den Ausschüssen für Kommunale Fragen und innere Sicherheit, Landesentwicklung und Umweltfragen sowie im Arbeitskreis Gentechnik.
Von 1998 bis 2001 wirkte sie als Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen und war gleichzeitig (stellvertretendes) Mitglied des Bundesrates.
Im Januar 2001 wurde sie zur Bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ernannt. Im Oktober 2007 erhob sie Ministerpräsident Günther Beckstein zu seiner Stellvertreterin.
Von Ministerpräsident Horst Seehofer wurde sie nicht erneut in die Staatsregierung berufen und schied daher im Oktober 2008 aus dieser aus.
Am 26. April 2013 folgte Stewens dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag Georg Schmid, der kurz zuvor im Zuge der Verwandtenaffäre von seinem Amt zurückgetreten war. Nach der für die CSU gewonnenen Landtagswahl wurde sie im Oktober 2013 von Thomas Kreuzer im Amt abgelöst. Sie war die erste weibliche CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag.
Ehrenämter mini|Christa Stewens in Markt Schwaben, 2009 Im Jahr 1972 trat sie der CSU bei. 1975 wurde sie die erste weibliche JU-Kreisvorsitzende in Bayern, dieses Amt hatte sie bis 1977 inne. Seit 2001 ist sie Mitglied im Parteivorstand und dort stellvertretende Landesvorsitzende des Arbeitskreises Umwelt, von 2003 bis 2011 Kreisvorsitzende der CSU Ebersberg.
Seit 1980 ist sie Vorsitzende der Leichtathletik-Gemeinschaft Sempt.
Von 1997 bis 2021 war Stewens ehrenamtliche Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Ebersberg. Im Jahr 2009 wurde sie zusätzlich zur Vorsitzenden des Bezirksverbandes Oberbayern des Bayerischen Roten Kreuzes gewählt, 2013 und 2017 erneut in der Wiederwahl bestätigt.
2006 übernahm sie als Ministerin für Gesundheit und Pflege die Schirmherrschaft über das Ambulante Kinderhospiz München – AKM. Im Jahr 2008 übergab sie die Schirmherrschaft an Christine Haderthauer und 2013 an Melanie Huml. Von 2008 bis 2023 war sie aktives Kuratoriumsmitglied und ist Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München, einer seit 2007 bestehenden, rechtsfähigen Stiftung des bürgerlichen Rechts.
Außerdem ist sie Mitglied im Kuratorium des Kinderhilfswerk Plan International Deutschland und war bis 2026 Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege.
Ehrungen und Auszeichnungen 2003: Bayerischer Verdienstorden 2005: Schlesierschild 2007: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber 2009: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland 2009: Bayerische Verfassungsmedaille in Gold 2010: Ehrenbürgerin der Gemeinde Poing 2010: Goldenes Ehrenzeichen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns für Verdienste um das Bayerische Gesundheitswesen 2011: Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt 2012: Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Gesundheit 2019: Päpstlicher Gregoriusorden (Komturdame)
Familie Der Großvater von Christa Stewens war der deutsche Chemiker Ernst Telschow, Generalsekretär der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und später der Max-Planck-Gesellschaft. Im Jahr 1965 heiratete sie Martin Stewens. Das Paar hat sechs Kinder und 24 Enkelkinder.stewens.de: Lebenslauf
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Einzelnachweise
Kategorie:Staatssekretär (Bayern) Kategorie:Arbeits- und Sozialminister (Bayern) Kategorie:Fraktionsvorsitzender der CSU Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold Kategorie:Träger des Schlesierschildes Kategorie:Ehrenbürger von Poing Kategorie:Person (Bayerisches Rotes Kreuz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Frau