mini|hochkant=1.2|Stolperstein für Paul Gröger vor dem Rathaus Die Liste der Stolpersteine in Heidenau (Sachsen) enthält sämtliche Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projektes von Gunter Demnig in Heidenau verlegt wurden.

Hintergrund Mit diesen Gedenksteinen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Heidenau (Sachsen) lebten und wirkten. Den ersten Stolperstein verlegte Gunter Demnig am 24. August 2021 zur Erinnerung an Paul Gröger, der bis 1933 Bürgermeister von Heidenau war.Heike Sabel: Heidenau hat seinen ersten Stolperstein, Sächsische Zeitung, 24. August 2021 Weitere vier Stolpersteine wurden am 19. Februar 2023 der Kaufmannsfamilie von Maximilian Reiner gewidmet.Heike Sabel: Heidenau bekommt zweiten Stolperstein, Sächsische Zeitung, 28. Dezember 2022 Auch diese Verlegung wurde von Gunter Demnig vorgenommen und von Schülern des Herder-Gymnasiums Pirna vorbereitet.Zweiter Stolperstein für die Stadt Heidenau: Termin für die Verlegung steht fest, Januar 2023

Liste der Stolpersteine in Heidenau (Sachsen) Zusammengefasste Adressen zeigen an, dass mehrere Stolpersteine an einem Ort verlegt wurden. Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach der Adresse. Die Spalte Person, Inschrift wird nach dem Namen der Person alphabetisch sortiert.

Stolperstein Standort Verlegedatum InschriftName, Leben 150px 16px|verweis=d:Q125695472 Bahnhofstraße 10 100px Hier arbeitete MaximilianReiner Jg. 1877'Schutzhaft' 1938Gefängnis DresdenDeportiert 1944TheresienstadtBefreitMaximilian Reiner besaß bis zu seiner Verfolgung durch die Nationalsozialisten ein Kaufhaus in Heidenau. 1943 wurde er nach Theresienstadt verschleppt. Nach seiner Befreiung 1945 lebte er in Berlin und Heidenau, bis er 1947 in die USA emigrierte, wo er am 4. Februar 1949 starb. Weitere Stolpersteine wurden seiner Ehefrau Elsa, Sohn Horst und Tochter Käthe gewidmet.Weitere Stolpersteine für die Stadt Heidenau. In: Heidenauer Journal - Amtsblatt und Stadtzeitung der Stadt Heidenau. Ausgabe 5/2023. Abgerufen am 15. August 2025. 150px 16px|verweis=d:Q125971228 Hier arbeitete Elsa EmmyReiner Geb. RösslerJg. 1877Ausgegrenzt / DrangsaliertÜberlebt 150px 16px|verweis=d:Q125971241 Hier wohnte Horst WilhelmReinerJg. 1907 Flucht 1938Shanghai 150px 16px|verweis=d:Q125971250 Hier wohnte Käthe ReinerVerh. MickwauschJg. 1909 Ausgegrenzt / DrangsaliertÜberlebt Käthe Mickwausch-Reiner war als Gebrauchsgrafikerin tätig. 150px 16px|verweis=d:Q125971384 Dresdner Straße 47 Hier arbeitete Paul GrögerJg. 1873Im Widerstand / SPDVerhaftet 19.6.1933'Befehlsverweigerung'Von SA misshandeltEntlassen 12.7.1933Flucht in den Tod27.8.1933

Verbot Am 24. September 2026 beschloss der Heidenauer Stadtrat nach einem fraktionsübergreifenden Antrag des Bündnisses Oberelbe für mehr Demokratie (BOD), der CDU und der AfD in einer geheimen Abstimmung, dass keine weiteren Stolpersteine auf öffentlichen Straßen und Gehwegen verlegt werden dürfen. Stattdessen soll auf dem Nordfriedhof ein zentraler Gedenkort für Opfer von „Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus“ entstehen.

Anlass der Abstimmung war der Antrag des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sachsen aus dem Jahr 2025, zwölf weitere Stolpersteine zu verlegen.Erinnerungskultur. Stadtrat folgt AfD- und CDU-Antrag: Keine neuen Stolpersteine in Heidenau von MDR Sachsen am 25. September 2026 auf tagesschau.de

Weblinks

Website von Gunter Demnig

Einzelnachweise

Heidenau (Sachsen) Stolpersteine Heidenau