In der Liste der Gebäude Charité Campus Mitte werden alle Gebäude chronologisch aufgeführt, die zur Charité gehören oder gehörten und/oder von der Charité Campus Mitte (CCM) genutzt werden oder wurden. Bis auf einige Außenstellen befinden sich die Gebäude ungefähr auf dem Gelände, das seit Gründung zur Charité gehörte. Es wurde begrenzt vom Schönhauser Graben bzw. Charité-Graben im Westen, der Invalidenstraße im Norden, der Panke im Osten und reichte im Süden ungefähr bis zur heutigen Schumannstraße. Östlich der Panke kam noch das Gelände des alten Charité Kirchhofs dazu. Die aktuelle Nutzung entspricht dem Stand von 2025. Nicht in der Liste aufgeführt sind Nebengebäude wie die Gärtnerei, Kesselhaus, Schuppen, Ställe u. ä.

Gebäude der Charité in Berlin-Mitte (CCM) Nr. Historische Bezeichnung und Adresse Zustand/Aktuelle Bezeichnung und Adresse Gebäudehistorie Bild01 Alte Charité() Nicht erhalten 1710 als Pesthaus errichtet.1726 um ein Inspektor-Haus im Hof ergänzt.1727 teilweise um ein Stockwerk und die Eckpavillons erhöht und ein Brauhaus und Stallungen angebaut.1785–1800 schrittweiser Neubau nach Entwürfen von Karl von Gontard und Georg Christian Unger und Abriss des Gründungsbaus.Etwa 1837 wurden als letzte Gebäude die Meierei und die Brauerei abgetragen.Vor 1900 für den Bau der I. und II. Medizinischen Universitätsklinik (Nr. 37) abgetragen.140x140px|zentriert|Die Charité, 1740 140x140px|Alte Charité, 1815 02 Neue CharitéNorbert Giebels (Hrsg.): Krankenhäuser in Berlin: Bauten und Projekte der 80er Jahre, Mann-Verlag, Berlin 1989, S. 16() Nicht erhalten 1831–1834 nach Entwurf von August Ferdinand Triest von Ludwig Ferdinand Hesse errichtet.1885 wurden zwei Flügel für Geisteskranke angebaut. Die Bauleitung hatten der Bauinspektor Heinrich Klutmann und der Regierungsbaumeister Hans Stever.Vor 1898 für den Bau der Psychiatrischen und Nervenklinik (Nr. 23) abgetragen.140x140px|zentriert|Neue Charité, 1835Ansicht von Norden03 Oekonomiegebäude() Nicht erhalten Zwischen 1836 und 1840 errichtet.1854 wurde der östliche Teil zum Pockenhaus umgebaut.1878 wurde der westliche Teil für den Bau der Kombinierten Station (Nr. 12) abgerissen.Nach 1897 wurde der östliche Teil für den Bau des Werkstättengebäudes (Nr. 26b) abgetragen.04PockenhausAschheim-Zondek-HausVirchowweg 21()1836–1837 von Ludwig Ferdinand Hesse errichtet.1837–1856 „Infektionsabteilung“1854 zur gynäkologischen Klinik (Entbindungsanstalt) umgebaut.1877–1951 gehörte das Gebäude zur Frauenklinik (Histologisch-Pathologisch-Endokrinologisches Laboratorium).1892 Anbau eines Kreißsaalflügels. Architekt: Kurt Diestel. Dieser Gebäudeteil wurde um 1924 für den Bau der geburtshilflichen Klinik (Nr. 40) abgerissen.1951–2008 Institut für Experimentelle Endokrinologie1967–1972 erfolgte die Rekonstruktion des Gebäudes.2001 erhielt das Haus den Namen Aschheim-Zondek-Haus.Ältestes erhaltenes Gebäude der Charité.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Pockenhaus, 1857 140x140px|zentriert|Aschheim-Zondek-Haus, 201605Waschhaus()Nicht erhalten1838–1839 von Ludwig Ferdinand Hesse errichtet.Vor 1882 bei Durchlegung der neuen Straße Alexanderufer abgebrochen. An etwa gleicher Stelle wurde der Gynäkologische Pavillon (Nr. 14) errichtet. 140x140px|zentriert|Waschhaus, 184206Leichen- und Obduktionshaus(Pathologisches Institut)()Nicht erhalten1844 wurde ein Leichen- und Obduktionshaus errichtet, das Mitte der 1850er Jahre abgerissen wurde.1856 wurde auf den Grundmauern des alten Leichenschauhauses das Pathologische Institut und daneben ein Bakteriologischer Pavillon errichtet.1872/1873 um zwei Seitenflügel erweitert.1903 nach dem Bau des neuen Pathologischen Instituts (Nr. 31) abgerissen. 140x140px|zentriert|Pathologisches Institut und Bakteriologischer Pavillon, nach 187307BeamtenwohnhausLuisenstraße 13()Nicht erhalten1846 von der Charité erworben.1909 abgerissen für den Erweiterungsbau der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik (Nr. 36) 08Sommerlazarett()Nicht erhalten1851–1852 von Ludwig Ferdinand Hesse errichtet.1906 wurde das Sommerlazarett zur Hautklinik umgebaut. Bleker, Hess: Die Charité, Geschichte(n) eines Krankenhauses, S. 152fIm Zweiten Weltkrieg abgebrannt, 1953 abgerissen.140x140px|zentriert|Sommerlazarett, 1910Ansicht von Westen 140x140px|zentriert|Sommerlazarett, um 1910Ansicht von Osten09AnatomieDas neue Anatomiegebäude in Berlin. In: Zeitschrift für Bauwesen, Ausgabe XVI. 1866, S. 161–170. (Digitalisat)Wilhelm Waldeyer Haus (Centrum für Anatomie)Luisenstraße 57 (Philippstraße 11)()1863–1865 errichtet.Architekt: Friedrich Albert Cremer. Bauleitung: Baurat Zimmermann und danach Baumeister Cornelius.1885–1887 wurde der nordöstliche Flügel angebaut.Architekt: Heinrich Klutmann1907 wurde das Gebäude mit Ausnahme des Mitteltraktes aufgestockt.1945 Zerstörungen durch Bombentreffer.1952–1955 Umbau.2000–2002 Sanierung.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Wilhelm Waldeyer-Haus, 202410BarackenlazarettC. H. Esse: "Das Baracken-Lazareth der Königlichen Charité zu Berlin", Verlag von Th. Chr. Fr. Enslin, Berlin, 1868 (Digitalisat)()Nicht erhalten1866–1867 errichtet.Architekt: Bauinspektor Hermann Blankenstein.Vor 1900 für den Bau des Küchengebäudes (Nr. 25) abgerissen 140x140px|zentriert|Barackenlazarett, 186811Evacuations-Pavillon oder geburtshilflicher Pavillon()Nicht erhalten1877 errichtet.Architekten: Julius Emmerich, dann Fritz Zastrau.Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt. 12Kombinierte StationForschungshaus 1Hufelandweg 14/Virchowweg 25()1878 an Stelle des abgebrochenen Oekonomiegebäudes (Nr. 3) errichtet.Architekt: Fritz Zastrau.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Forschungshaus 1, 2025Ansicht Hufelandweg 14 140x140px|zentriert|Forschungshaus 1, 2025Ansicht Virchowweg 2513Neues Waschhaus der CharitéCommunication am Neuen Tor 19Arnold Körte: Martin Gropius, Leben und Werk eines Berliner Architekten 1824–1880, Lukas-Verlag, Berlin 2013, S. 499ffMensa-Nord der HUHannoversche Straße 7()1880–1882 auf dem alten Charité-Kirchhof errichtet.Architekten: Gropius & Schmieden1907 Anbau des westlichen Flügels.1914–1917 weitere wesentliche Anbauten.1934 Erweiterungen.1945 schwere Zerstörungen.Nach 1945 Wiederaufbau und bis etwa 1970 als Waschhaus der Charité genutzt.2006–2008 umgebaut zur Mensa-Nord der HU, Architekturbüro: PEB + Nottmeyer, Harm & Reccius 140x140px|zentriert|Mensa-Nord der HU, 202414Gynäkologischer Pavillon der CharitéNeubau des gynäkologischen Pavillons der königlichen Charité in Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 4. Jahrgang 1884, Nr. 15, S. 138f. (Digitalisat)Onkologische/Hämatologische AmbulanzInvalidenstraße 80/Virchowweg 20()1882–1884 von Fritz Zastrau an der Stelle des abgetragenen alten Waschhauses errichtet.1905 nördlich und südlich jeweils um einen Eckbau erweitert.Architekten: Georg Diestel und August Knocke.1906 erhielt der Mittelbau eine Aufstockung.Im Zweiten Weltkrieg teilweise ausgebrannt.1951–1954 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und mit der Geschwulstklinik (Nr. 43) verbunden.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Gynäkologischer Pavillon, 1888Blick auf die Charité vom Hamburger Bahnhof aus (in der Mitte der Gynäkologische Pavillon) 140x140px|zentriert|Gynäkologischer Pavillon, 1909 140x140px|zentriert|Comprehensive Cancer Center, 2024Ansicht von Südwest 140x140px|zentriert|Comprehensive Cancer Center, 2024Ansicht Virchowweg 2015LeichenschauhausCommunication am Neuen TorDas Leichenschauhaus in Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 6. Jahrgang 1886, Nr. 11, S. 101–103. (Digitalisat)Fritz Strassmann-Haus (ehem. Institut für Rechtsmedizin der Charité)Hannoversche Straße 6()1884–1885 auf dem alten Charité-Kirchhof errichtet und zunächst zweistöckig fertiggestellt.Entwurf: Landbauinspektor Friedrich Kleinwächter; Ausführung: Zastrau und Klutmann; Bauleitung: Landbauinspektor Hermann Ditmar.1913 Umbau mit Aufstockung.2002 erhielt das Haus den Namen Fritz Strassmann-Haus.2004 wird das Institut für Rechtsmedizin geschlossen.Aktuell gehört das Haus zur Humboldt-Universität.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Leichenschauhaus um 1884 140x140px|zentriert|Fritz Strassmann-Haus, 2024 16KinderhospitalNeubau eines Kinderkrankenhauses für ansteckende Krankheiten bei der Königl. Charité in Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 8. Jahrgang 1888, Nr. 5, S. 61ff. (Digitalisat)()Nicht erhalten1887–1888 nach Entwurf und unter Oberleitung des Bauinspektors Heinrich Klutmann errichtet. Die Bauleitung hatte der auch an der Ausarbeitung des Entwurfs beteiligte Regierungs-Baumeister Hans Stever.Vor 1897 für den Bau des Pathologischen Museums (Nr. 20) und des Pathologischen Instituts (Nr. 31) abgetragen. 140x140px|zentriert|Kinderhospital, 188817II. Anatomisches Institut der Universität BerlinDas zweite Anatomische Institut der Universität Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 13. Jahrgang 1893, Nr. 10, S. 102. (Digitalisat)Oskar-Hertwig-HausLuisenstraße 56 (Philippstraße 11/12)()1891–1892 errichtet von Paul Böttger und Eduard Endell. Die Bauleitung hatte Regierungs-Baumeister Adalbert Metzing.1901 umgebaut.1960 erhielt es den Namen Oskar-Hertwig-Haus.Denkmalobjekt 140x140px|zentriert|Oskar Hertwig-Haus, 2024Ansicht von Süden18aInstitut für Infektionskrankheiten, BarackenDas Kochsche Institut für Infektionskrankheiten in Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 11. Jahrgang 1891, Nr. 21, S. 201ff, Nr. 22, S. 213f, Nr. 23, S. 223ff. (Digitalisat)()Nicht erhalten1891–1892 errichtet vom Regierungs- und Baurat Paul Böttger.1901 zog das Institut in einen Neubau am Nordufer in Berlin-Wedding.Nach 1910 wurden die Baracken auf dem Charité-Gelände nach und nach abgetragen. 140x140px|zentriert|Institut für Infektionskrankheiten, Baracken, um 189218bInstitut für Infektionskrankheiten, Wissenschaftliche AbteilungSchumannstraße22–23()Nicht erhaltenUm 1840 als Wohnhaus erbaut.Vor 1891 von der Charité erworben und zur Wissenschaftlichen Abteilung umgebaut.Architekt: Paul Böttger.Um 1901 für den Bau der Kinderklinik (Nr. 28) abgetragen. 19MietshausLuisenstraße 2()Nicht erhalten1895 von der Charité erworben und ab Februar 1896 Sitz der neu gegründeten Chirurgischen Poliklinik sowie der Baubüros der Charité.Ab 1909 Sitz der Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten.Im Zweiten Weltkrieg zerstört und Anfang der 1950er Jahre für den Bau der Hautklinik (Nr. 45) abgetragen. 20Sammlungsgebäude (Pathologisches Museum)Das neue Sammlungsgebäude des Pathologischen Instituts der Universität Berlin. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 10. Jahrgang 1900, Nr. 35, S. 212. (Digitalisat)Berliner Medizinhistorisches MuseumVirchowweg 17()1897–1900 unter Oberleitung des am Entwurf beteiligten Regierungs- und Baurats Diestel errichtet. Die Bauleitung hatte Kreisbauinspektor Emil Armin Ludwig Carl Stukenbrock (* 1856), Abschlussarbeiten durch Regierungs-Baumeister Adalbert Metzing.Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.1999 umgebaut und saniert von Dybe & Partner.Bemerkenswert ist die sogenannte Hörsaalruine, die als Veranstaltungsort genutzt wird.Denkmalobjekt , Teilobjekt 006140x140px|zentriert|Pathologisches Museum, 1900