Der Steinbruch Kattensiepen ist ein ehemaliger Kalk-Steinbruch nordwestlich von Schloss Körtlinghausen im Stadtgebiet von Rüthen.Steinbruch "Calcit" bei Holzen bei mineralienatlas.de Der Bruch wurde von der Steinbruch Kattensiepen GmbH der Firma Steinrisse betrieben. Die Firma baute Warsteiner Massenkalk mit einem Reinheitsgrad 97–98 % Calciumcarbonat (Kalk) ab, zur Gewinnung und Erzeugung von Edelsplitt.Martin Riess Zurbuchen: Natürliche Gammastrahlung von Gesteinen der Devon/Karbon-Grenze aus spektralen Messungen im Labor und in Bohrlochmessungen, Diplomarbeit im Studiengang Geologie 2005, Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen Der Bruch liegt im Landschaftsschutzgebiet Kreis Soest. Der Steinbruch liegt direkt an der Landstraße 735, die von Suttrop ins Möhnetal führt.

Mineralien und Fossilien Im Steinbruch befinden sich Gesteine des Oberkarbon und Untercarbon. Es wurden die Mineralien Apatit-Gruppe, Calcit, Chalkopyrit, Galenit, Limonit, Pyrit und Phosphorit nachgewiesen.

Im Bruch fand man Fossilien vom Ammoniten Platyclymenia costata.Dieter Korn 2002: The ammonoid fauna from the Platyclymenia annulata zone of Kattensiepen Late Devonian, Rhenish Mountains Die Ammonoideen-Fauna der Platyclymenia annulata-Zone vom Kattensiepen Oberdevon, Rheinisches Schiefergebirge. Senckenbergiana Lethaea 82(2): 557-608Dieter Korn 2002: Die Ammonoideen-Fauna der Platyclymenia annulata-Zone vom Kattensiepen (Oberdevon, Rheinisches Schiefergebirge). Palaeobiodiversity and Palaeoenvironments 82(2): 557-608Dieter Korn 2002: Ammonoid fauna from the Upper Devonian Platyclymenia annulata Zone of Kattensiepen, Rhenish Schiefergebirge. Senckenbergiana Lethaea 82(2): 557-608Platyclymenia costata (LANGE, 1929) aus Steinbruch Kattensiepen auf Homepage steinkern.de

Kataster schutzwürdiger Biotope Das Fachinformationssystem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) führt den östlichen Bereich des Steinbruchs als gesetzlich geschütztes Biotop nach BNatSchG (BK-4516-0099 Gierzhagener Bachtal 77.1579 Hektar Flächengröße) auf.Fachinformationssystem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Biotop BK-4516-0099 Kattensiepen

Sonstiges Im Steinbruch führte man eine Untersuchung zu Gammastrahlen durch.

Siehe auch Liste von Steinbrüchen in Nordrhein-Westfalen

Literatur Weiss, S. Mineralfundstellen Atlas Deutschland West, Weise Verlag, München 1990, S. 41. Pawlowski, D. Mineralfundstellen im Sauerland. Weise-Verlag, München 1991, S. 25–27 und 61–71.

Einzelnachweise

Kategorie:Steinbruch in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Wirtschaft (Kreis Soest) Kategorie:Geographie (Rüthen) Kategorie:Kalksteingrube