mini|hochkant|Julija Swyrydenko (2024) Julija Anatolijiwna Swyrydenko (; * 25. Dezember 1985 in Tschernihiw, Ukrainische SSR, Sowjetunion) ist eine ukrainische Politikerin. Ab dem 17. Juli 2025 war sie Ministerpräsidentin der Ukraine und leitete das Kabinett Swyrydenko. Am 13. Juli 2026 trat sie von ihrem Amt zurück. Das Parlament nahm den Rücktritt am 14. Juli 2026 an, wodurch Denys Schmyhal bis zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten kommissarisch das Kabinett leitet.
Leben Swyrydenko studierte an der Kiewer Nationalen Universität für Handel und Wirtschaft. 2008 schloss sie ihr Studium mit einem Diplom in Antimonopolmanagement ab.
Nach ihrem Studium war sie zunächst als Beamtin in ihrer Heimatregion Tschernihiw, später auch in der Privatwirtschaft tätig. Sie arbeitete einige Monate in der Regionalverwaltung Tschernihiws; auch war sie ständige Vertreterin der Stadt in der chinesischen Stadt Wuxi, wo sie sich um die Anwerbung internationaler Investitionen bemühte. Letztlich wurde in Tschernihiw von einer ukrainisch-chinesischen Firma eine Produktionsanlage für Polyestergewebe gebaut.
Julija Swyrydenko ist mit Serhiy Derlemenko verheiratet und hat eine Tochter.
Politik Im Jahr 2019 wurde Swyrydenko vom damaligen Wirtschaftsminister Tymofij Mylowanow als stellvertretende Wirtschaftsministerin in sein Ministerium geholt. Im Mai 2020 ernannte sie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Vertreterin der Ukraine in der Arbeitsgruppe für soziale und wirtschaftliche Fragen der Trilateralen Kontaktgruppe zur Lösung der Situation im Donbas (Ukraine – OSZE – Russland). Am 22. Dezember 2020 ernannte er Swyrydenko als Nachfolgerin von Julija Kowaliw zur stellvertretenden Leiterin des Präsidialamtes.
Am 4. November 2021 ernannte das ukrainische Parlament Swyrydenko zur ersten stellvertretenden Premierministerin und Wirtschaftsministerin der Ukraine. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine kümmerte sie sich unter anderem um internationale Hilfen und Kredite, auch hatte sie großen Einfluss auf die Bewilligung eines Hilfspakets in Höhe von 50 Milliarden Euro für den Zeitraum von vier Jahren ab 2024 durch die EU. Ende 2023 war Swyrydenko Teil einer ukrainischen Delegation in den USA, die über die Verlängerung der Hilfen für die Ukraine verhandelte.
Am 14. Juli 2025 nominierte Selenskyj sie für das Amt der Ministerpräsidentin als Nachfolgerin von Denys Schmyhal. Die Werchowna Rada bestätigte am 17. Juli 2025 ihre Nominierung.
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