mini|Heilige Maria und St. Peter in Weißbach Die Kirche Heilige Maria und St. Peter steht in Weißbach, einer Gemeinde im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg. Die Gesamtkirchengemeinde Crispenhofen und Weißbach gehörte bis 2024 zum Kirchenbezirk Künzelsau und gehört seit 1. Januar 2025 zum Teilgebiet Kochertal im neuen Kirchenbezirk Hohenlohe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen.
Beschreibung Zwischen 1372 und 1394 wurde die Saalkirche anstelle eines Vorgängerbaus im Auftrag des Abtes vom Kloster Amorbach gebaut. Sie besteht aus einem rechteckigen Langhaus und nach einer hohen Rechtecköffnung einem quadratischen Chorturm im Osten. 1709 (Jahreszahl am westlichen Rundbogenportal) wurden in Holzfachwerk das Langhaus und der Turm für den Einbau einer zweiten Empore im Schiff und einer Orgelempore im Turmchor mit je einem Geschoss aufgestockt. Ein zusätzliches Turmgeschoss enthält seit 1776 die Turmuhr und den Glockenstuhl mit inzwischen fünf Kirchenglocken und ist mit einem Pyramidendach bedeckt. 1846 werden im Fachwerkgeschoss die Rundbogenfenster eingebaut. Wegen dauernder Feuchtigkeit musste 1937 der Fußboden um zwei Meter angehoben und dabei auch die Nordwand des Schiffs ausgewechselt und dort eine Sakristei angebaut werden. Die Emporenanlage reduzierte sich dadurch auf eine Westempore. Der Turmchor enthält ein südliches Spitzbogenfenster, das östliche ist seit 1958 vermauert. Vier vom örtlichen Mäzen Willy Hornschuch gestiftete Glocken wurden 1950 und 1962 von der Glockengießerei Bachert, Heilbronn gegossen, die kleinste von 1649 stammt von Leonhard Löw aus Nürnberg.
Ausstattung Wandgemälde Wandmalereien aus dem späten 14. Jahrhundert wurden 1923 freigelegt, 1937 überstrichen und 1958 erneut freigelegt.Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s von der ottonischen Zeit bis zur Renaissance, von Dipl.-Ing. Klaus Klünder und Christa Regina Klünder . Auf der Ostwand des Schiffes sind noch folgende Wandmalereien sichtbar: nördlich die Verspottung Christi, daneben fragmentarisch die Kreuzannagelung, südlich eine Kreuzigungsgruppe. In der Leibung der Choröffnung ist ein Ornamentband erhalten.
Altar Der schlichte Steintisch mit reich profilierten Balusterbeinen stammt vermutlich von 1709.
Glocken +GlockenübersichtGlocken von Hl. Maria und St. Peter in Weißbach auf youtube.com Nr. Name Gussjahr Durchmesser Gewicht Schlagton Inschriften* 1 Dominika 1962 1090 mm 745 kg fis′ ALLEIN GOTT IN DER HÖH SEI EHR 2 Betglocke 1962 910 mm 439 kg a′ WACHET UND BETET 3 Kreuzglocke 1962 815 mm 303 kg h′ VERLEIH UNS FRIEDE GNÄDIGLICH 4 Schiedglocke 1950 685 mm 189 kg d″ O LAND, LAND, LAND, HÖRE DES HERRN WORT 5 Friedens-/Taufglocke 1649 507 mm 85 kg fis″ ME FECIT LEONHARDT LOW IN NVRMBERG ANNO 1649 * Die vier Glocken von Bachert tragen alle zusätzlich die Inschrift EVANG. KIRCHENGEMEINDE WEISSBACH, und Glocke 1 würdigt zusätzlich den Stifter der vier Glocken: ZUR ERINNERUNG AN SENATOR WILLY HORNSCHUCH 1889–1962
Literatur Aus der Kirchengeschichte von Weißbach. (Hrsg.) Familienarchiv Hornschuch, Schorndorf; Zusammenstellung: Karl Schumm; Künzelsau 1959.
Weblinks
Website der Kirchengemeinden Crispenhofen und Weißbach Die Gesamtkirchengemeinde auf der Website des Kirchenbezirks Hohenlohe
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Hohenlohekreis Heilige Maria Kategorie:Marienkirche Kategorie:Peterskirche Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert