Linau ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.
Geographie Lage Das Gemeindegebiet von Linau erstreckt sich im südöstlichen Teilbereich des Naturraums Ostholsteinisches Seen- und Hügelland im Quellgebiet des Flusses Bille westlich von Mölln in ländlicher Umgebung.
Ortschaften Die Gemeinde besteht aus den ländlichen Ortschaften Bollweg, Diekkaten, Feilberg, Flachsröte, Linau, Linaubusch und Vogelfängerkaten.
Geschichte Im Jahre 1230 wurde die slawische Ortsgründung im Ratzeburger Zehntregister erstmals als Linowe erwähnt. Der Ortsname geht zurück auf altpolabisch *Linov und ist eine Bildung aus *lin „Schleie“ und dem Possessivsuffix -ov und bedeutet Siedlung bei den Schleien. Demnach ist Linau ein altes Fischerdorf.H. Haefs: Ortsnamen und Ortsgeschichten in Schleswig-Holstein: zunebst dem reichhaltigen slawischen Ortsnamenmaterial und den dänischen Einflüssen auf Fehmarn und Lauenburg, Helgoland und Nordfriesland: woraus sich Anmerkungen zur Landesgeschichte ergeben. Norderstedt 2004, S. 155. In den Jahren 1291 und 1349 wurde die einst bedeutende Burg Linau der Raubritter Scarpenbergh zerstört, Reste sind heute noch zu erkennen. Im Jahre 1471 verkaufte Volrad von Scharpenberg Schloss und Dorf endgültig an Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg. Bei der Bildung der Amtsbezirke 1889 gehörten die Gemeinde und das damalige Gut dem Amtsbezirk Koberg an. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Gemeinde zunächst zum Amt Wentorf und nach dessen Auflösung zum Amt Sandesneben.
Konfessionsstatistik Gemäß des Zensus 2022 waren 38,1 % der Einwohner evangelisch, 3,7 % römisch-katholisch und 58,2 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.Religion, Zensus 2022.
Politik Gemeindevertretung Bei der Kommunalwahl 2023 errang die CDU erneut alle 13 Sitze in der Gemeindevertretung. Die Wahlbeteiligung betrug 52,6 Prozent.wahlen-sh.de abgerufen am 25. Juli 2024
Bürgermeister Bürgermeister ist Kevin Spogis (CDU).
Wappen Blasonierung: „In Rot eine silberne Wellenleiste, begleitet oben von zwei übereinander gestellten silbernen Schleien, unten von einer schräglinks gestellten, viermal von Silber und Schwarz geteilten Pfeilspitze (Strahl).“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
Infrastruktur Südlich des Ortes erstreckt sich das aufgeforstete Gebiet der Hahnheide.
Bilder
Weblinks
Gemeinde Linau beim Amt Sandesneben-Nusse
Einzelnachweise
Kategorie:Ort an der Bille Kategorie:Ort im Kreis Herzogtum Lauenburg
Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft