Ein Gummiharz oder Gummiresina (früher wurden verschiedene Gummiharze, aufbewahrt in getrockneterClaudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 – eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 53–54 (zu gumi). Form, auch als Gummi, im Mittelalter auch gumi,Vgl. auch Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 395. bezeichnetVgl. etwa Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 36 („Galbanum – eyn gummi also genant“).) ist ein Gemisch von Harz mit Gummi und kleinen Mengen ätherischem Öl. Gummiharze stammen aus bestimmten Pflanzen. Es handelt sich um kompliziert zusammengesetzte Substanzgemische. Die Harze sind alkohollöslich, das Gummi wasserlöslich.Lexikon der Chemie, Eintrag Gummiharze. In: Spektrum.de. Abgerufen im Dezember 2020.

Beispiele:

Ammoniacum (Ammoniakharz) aus verschiedenen Doldenblütlern wie Dorema ammonicum, dient zur Herstellung von Kitten

Asant (Asa foetida, Stinkasant, Teufelsdreck) aus verschiedenen Steckenkräutern wie Ferula foetida, Ferula nartex u. a.

Euphorbium aus der Wolfsmilchart Euphorbia resinifera und anderen Euphorbia-Artenvgl. etwa Ulrich Stoll: Das „Lorscher Arzneibuch“. Ein medizinisches Kompendium des 8. Jahrhunderts (Codex Bambergensis medicinalis 1). Text, Übersetzung und Fachglossar. (Philosophische Dissertation Würzburg 1989) Steiner, Stuttgart 1992 (= Sudhoffs Archiv, Beiheft 28), ISBN 3-515-05676-9, S. 430.

Galbanharz (Galbanum) aus verschiedenen Steckenkräutern wie Ferula galbaniflua, dient u. a. als Kitt (Diamantkitt) Bedolachharz (Bdellium) Gummigutta (Gummigutt, Gutti) aus Garcinia-Arten, vor allem Garcinia hanburyi Ladanum von Zistrosen-Arten wie Lack-Zistrose, Kretische Zistrose und Montpellier-Zistrose.Vgl. Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 196 (Laudanaum – eyn gummi). Myrrhe von verschiedenen Balsambaumgewächsen wie Commiphora myrrha, dient als Riechstoff und Mundspülmittel Opopanax (Harz) von verschiedenen Opopanax- und Commiphora-Arten Sagapenum, Gummiharz von Steckenkräutern (Ferula-Arten), insbesondere von Ferula persica. Traganth (Tragakant) von verschiedenen Schmetterlingsblütlern der Gattung, dient als Bindemittel und Zusatz zu Klebemitteln Weihrauch (Olibanum) aus verschiedenen Balsambaumgewächsen der Gattung Boswellia

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Naturharz