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Laurelia sempervirens ist ein Baum in der Familie der Atherospermataceae aus Chile.
Beschreibung Laurelia sempervirens wächst als immergrüner Baum bis über 25 Meter hoch. Der Stammdurchmesser erreicht bis über 1,3 Meter. Die bräunliche bis grau-braune Borke ist relativ glatt bis im Alter schuppig. Der Baum kann mehrere hundert Jahre alt werden.
Die gegenständigen und aromatischen Laubblätter sind kurz gestielt. Sie sind fast kahl, bis 12 Zentimeter lang, verkehrt-eiförmig bis elliptisch oder eiförmig, festledrig, abgerundet bis stumpf oder spitz und drüsig-gesägt. Die Blätter besitzen durchsichtige Drüsen.
Laurelia sempervirens ist einhäusig monözisch, wobei auch einige zwittrige Blüten vorkommen können.J. G. Rohwer, K. Kubitzki, V. Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol: II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-08141-5 (Reprint), S. 432 ff. Es werden kurze, traubige bis rispige, achselständige und behaarte Blütenstände mit bis zu 20 Blüten gebildet. Die kleinen, meist eingeschlechtlichen, duftenden und gestielten Blüten mit einfacher Blütenhülle sind grün-gelblich bis -weißlich. Die Blütenstiele sind behaart. Es ist jeweils ein kleiner, außen behaarter Blütenbecher vorhanden. Es sind bis zu 12 ungleiche, bis 3 Millimeter lange, längliche, ausladende Tepalen in mehreren Kreisen ausgebildet. Es sind bei den männlichen Blüten bis zu 12 kurze Staubblätter mit zwei großen Drüsen an der Basis ausgebildet. Die zwei Antherenklappen sind rot. Bei den weiblichen Blüten sind einige freie, behaarte, mittelständige Fruchtblätter mit schlanken, kurzen und genährten Griffeln mit kleinen, länglichen Narben sowie einige kleine, pfeil- bis schuppenförmige Staminodien mit meist zwei Drüsen vorhanden.
Es werden etwa 1,5–2,5 Zentimeter lange, geschnäbelte und dicht, federig, lang behaarte Achänen gebildet, die in einer Sammelfrucht, im beständigen, holzigen, sternförmig, drei-, vierteilig aufreißenden, fruchtenden, urnen- oder eiförmigen Blütenbecher (Scheinfrucht, Pseudocarp) mit Perianthresten, erscheinen.
Taxonomie Laurelia sempervirens wurde 1798 von Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez in Systema Vegetabilium Florae Peruvianae et Chilensis Band 1 Seite 253–254 als Pavonia sempervirens erstbeschrieben. Die Art wurde 1855 von Louis René Tulasne in Archives du Muséum d'Histoire Naturelle Band 8 Seite 416 als Laurelia sempervirens in die Gattung Laurelia gestellt. Ein Synonym ist Laurelia serrata .
Verwendung Das schöne, aber mäßig beständige und mittelschwere Holz wird genutzt.Bosque. Volumen 15, No. 2, 1994, S. 52, online (PDF).Michael Hall, Jörg Witte: Maderas del sur de Chile. Segunda Edición, Editorial Univ., 2004, ISBN 956-11-1721-5, S. 30 f. Die seltenen Maserknollen sind sehr gesucht. Das Holz ist nur in kleinen Mengen verfügbar, es ist bekannt als Laurel.
Die Blätter können als Gewürz genutzt werden, auch kann ein Öl aus ihnen und der Rinde erhalten werden.E. Gildemeister: Die Ätherischen Öle. 3. Auflage, 2. Band, Schimmel, 1929, S. 604 f, doi:10.24355/dbbs.084-201101120852-0. Blätter, Holz, Blüten und Rinde werden auch medizinisch genutzt.Inventory of Seeds and Plants Imported. No. 21, USDA, 1911, S. 39, online auf biodiversitylibrary.org.
Literatur Curtis’s Botanical Magazine. 135, Reeve, 1909, Tab. 8279, online auf biodiversitylibrary.org. Henry John Elwes, Augustine Henry: The Trees of Great Britain and Ireland. Volume VII, 1906, S. 1700 f, online auf biodiversitylibrary.org.
Weblinks
Laurelia sempervirens bei Ciudades Verdes. Laurelia sempervirens bei HVAA. Laurelia sempervirens bei Flora of The World (Bilder).
Einzelnachweise
Kategorie:Lorbeerartige Kategorie:Laurales Kategorie:Baum Kategorie:Holzart