Das Buch der Beleidigungen ist ein deutscher Kriminalfilm von Urs Egger aus dem Jahr 2002. Es handelt sich um den zweiten Film zur Sat.1-Kriminalfilmreihe Blond: Eva Blond! mit Corinna Harfouch in der Titelrolle der Kommissarin und Erdal Yildiz als Kommissar Alyans Karan. Herbert Knaup ist als Blonds Ehemann besetzt, Uwe Bohm und Nicole Heesters in tragenden Gastrollen und Gottfried Breitfuß als Vorgesetzter von Blond und Karan.

Die Erstausstrahlung des Films erfolgte am 16. Oktober 2002 zur Hauptsendezeit beim Sender Sat.1 in der Rubrik „Mittwochsfilm“. Von Prisma wurde der Inhalt dieser Folge wie folgt zusammengefasst: „Mord mit Kunststoffkleber. Opfer: eine egozentrische Theaterschauspielerin sowie, kurz darauf, ein Theaterkritiker. Ins Zentrum der Ermittlungen rückt ein gedemütigter Schauspieler. Frage: Spielte Rache bei den Morden eine Rolle?“

Handlung Kriminalkommissarin Eva Blond, die eine Rechtschreibschwäche hat, gerät in einen Banküberfall, zieht sich kurzerhand einen Strumpf über den Kopf und überwältigt, getarnt als Komplizin, die Täter mit ihrer Dienstwaffe.

Nur wenig später hat Blond zusammen mit ihrem türkischen Kollegen Alyans Karan den Mordfall an einer egozentrischen Theaterschauspielerin, die nur die „Diva“ genannt wurde, aufzuklären. Der Mörder hat die Diva mit Hilfe von Kunststoffkleber aufwendig in eine skurrile Statue verwandelt. Es sind nur wenige Tage vergangen, als der Theaterkritiker Harry Katschmarek ähnlich bizarr ermordet aufgefunden wird, er ist mit Hilfe seiner in Zeitungen abgedruckten Kritiken erstickt worden. Blond und Karan nehmen ihre Ermittlungen im Künstlermilieu auf. Die Hinweise auf einen Racheakt greifen immer mehr, zumal eine rätselhafte Persönlichkeit in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerät. Der Schauspieler Henry Engel, der ein Doppelleben als Souffleuse Henrietta Engel führt, und sich gedemütigt fühlt, hat offenbar ein gefährliches Spiel inszeniert. Tanja, ein Mitglied des Theaters, besucht Engel überraschend und stößt unabsichtlich auf ein gefährliches Buch des Täters. Engel gibt sich daraufhin als Mann zu erkennen. Als Nächstes wird eine Frau Schnabel, die Nachbarin von Engel, tot aufgefunden. Blond spricht mit dem Mann und schöpft Verdacht. Nachdem Engel seine Wohnung verlassen hat, verschafft sie sich zusammen mit Karan Zutritt zu dieser. Dort wird Tanja gefesselt und geknebelt aber ansonsten unverletzt gefunden. Sie erzählt von dem mysteriösen Buch, das Bilder enthalten habe und eine Art Geschichte in kleiner Schrift.

Bei seiner Rückkehr in seine Wohnung bemerkt Engel, dass etwas nicht stimmt und ergreift die Flucht, verfolgt von Blond und Karan. Unterwegs verwandelt er sein äußeres Erscheinungsbild zurück in einen Mann, sodass die Kommissare seine Spur verlieren. Eva Blond lässt das verschwundene Buch der Beleidigungen keine Ruhe und so sucht sie in Engels Wohnung noch einmal danach und findet es in Folie gewickelt versteckt in einem großen Blumentopf. Unvermittelt taucht Engel auf, gekleidet in eine Polizeiuniform. Er stößt auf Blonds Tasche und findet darin deren Dienstpistole. Die Kommissarin weiß längst, wen sie da vor sich hat und redet mit ihm. Sie lässt ihn wissen, wie sehr sie sein Schicksal und das was man ihm angetan habe, berühre. Engel will wissen, was sei, wenn er ihr sage, dass der Besitzer des Buches todkrank sei und nicht mehr lange zu leben habe. Auf Nachfrage erzählt Engel ihr, wie er zum Theater gekommen und wie es mit ihm weitergegangen sei.

Gemeinsam mit Engel taucht Blond im Polizeirevier auf stellt Engel mit den Worten vor, das sei Henrietta Engel. An Engel gerichtet meint sie, ob sie etwas möchte, woraufhin diese erwidert, sie möchte bitte eine Tasse Tee. Damit endet der Film.

Produktionsnotizen Es handelt sich um eine Produktion der Fontana TV Film- und Produktionsgesellschaft, ausgeführt durch team Worx für Sat.1. Die Aufnahmeleitung lag bei Heiko Schmidt und Olaf Schwarck, die Produktionsleitung bei Andreas Born und die Herstellungsleitung bei Tommy Kroepels.

Kritik Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm gaben dem zweiten Film von Blond: Eva Blond! je einen von drei möglichen Punkten in den Kategorien „Humor“, „Anspruch“, „Action“ und „Erotik“ sowie zwei Punkte in der Kategorie „Spannung“. Des Weiteren wurde ausgeführt: „Ähnlich hochgedreht, aber runder und bissiger als die erste „Eva Blond“-Folge, legt Urs Egger einen stimmig- stimmungsvollen Krimi hin, so spannend und abgründig wie die britische ‚Samantha Ryan‘-Serie.“ Ein besonderes Lob der Redaktion galt Uwe Bohm, der die Wertung bekam „‚unheimlich‘ gut.“ Das lobende Fazit lautete folgerichtig: „Hervorragend bis ins kleinste Detail“. Der Film erhielt insgesamt die bestmögliche Wertung, Daumen nach oben.

Der Filmdienst stellte lapidar fest: „Weiterer Fall für die unorthodoxe Kommissarin Eva Blond; durchaus unterhaltsam und prägnant gespielt. – Ab 16.“

Weblinks

Blond: Eva Blond! – Das Buch der Leiden diverse Filmbilder bei filmbooster.co.uk

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2002 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Fernsehfilm (Sat.1)