mini|300px|Panoramaaussicht vom Schlossturm nach Norden mini|300px|Panoramaaussicht vom Schlossturm nach Süden
Plötzkau ist eine Gemeinde im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Geografie Plötzkau liegt südwestlich von Bernburg (Saale) an der Saale in der Magdeburger Börde. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Saale-Wipper an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Güsten hat. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Stadt Alsleben (Saale).
Gemeindegliederung Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen: Bründel Großwirschleben
Geschichte Plötzkau wurde im Jahr 1049 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg Plötzkau gab der Grafschaft Plötzkau den Namen.
Ab 1435 war die Burg Plötzkau der Sitz einer Nebenlinie des Hauses Anhalt, der Fürsten von Anhalt-Plötzkau.
Politik Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister ist seit dem 1. März 2008 Peter Rosenhagen (gewählt am 10. Februar 2008).
Gemeinderat Sitze Wahl 2019 CDU: 3 FDP: 1 Die Linke: 2 Freie Wähler Plötzkau: 6
Wappen Blasonierung: „In Grün ein silberner Reiher, begleitet oben links und unten rechts von je drei silbernen Eichenblättern mit einer Eichel.“
Frühere Wappen von Plötzkau sind nicht nachweisbar. Am 30. Januar 1950 beschloss die Gemeinde, ein Dienstsiegel zu führen, dessen Bild aus Sonne, Baum und Schaf besteht. Dazu heißt es in einem beim LHA nachweislichen Brief: „Die Dreiheit bedeutet, dass die Sonne der Landwirtschaft (Schaf als wichtigstes Weidetier) und der Forstwirtschaft Gedeihen verleiht. Unterschrift: Der Gemeindevorsitzende, Paul Zabel.“ Das Landeshauptarchiv Magdeburg bestätigte im Schreiben vom 20. April 1950 dieses Bildsiegel.
Das im Siegel verwendete Bild bzw. seine einzelnen Elemente entstanden aus aktuellen Gegebenheiten, die sich ein halbes Jahrhundert später gewandelt haben. Z. B. waren Schafherden kaum mehr vorhanden. Die Gemeindevertretung beschloss darum eine Symbolik für das neu zu entwickelnde Wappen, die zeitlos ist und eine regionale Besonderheit ausdrückt, mit der sich die Einwohner identifizieren. Das war der Reiher in Verbindung mit Eichenlaub, denn bei Plötzkau liegt ein ca. 400 Hektar großer Eichenwald, der das Landschaftsporträt der Umgegend entscheidend bestimmt; zudem ist der Graureiher hier stark vertreten und Merkmal der regionalen Fauna. Als Schildfarbe wurde der natürlichen Bezugnahme wegen Grün gewählt. Das Wappen wurde 1994 vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und ins Genehmigungsverfahren geführt.Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Plötzkau, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Regierungspräsidium Magdeburg 1994 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)
Sehenswürdigkeiten Schloss Plötzkau, erbaut 1566–73 im Renaissancestil. Kirche St. Georg (Plötzkau)
Regelmäßige Veranstaltungen Der Pflaumenkuchenmarkt findet jährlich am zweiten Wochenende im September statt.
Verkehr Südlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 6 von Halle (Saale) nach Quedlinburg. Die Autobahn A 14, die aus dem Raum Dresden über Leipzig und Halle (Saale) nach Magdeburg führt, liegt im Westen von Plötzkau. Der Ort hat eine eigene Anschlussstelle.
Landschaft Östlich des Ortes befindet sich der Auenwald Plötzkau, ein etwa 385 Hektar großes Waldgebiet an der Saale, welches als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Hierbei handelt es sich um einen zusammenhängenden Hartholzauewald inmitten einer intensiv genutzten Ackerlandschaft. Greifvögel nutzen den Wald als Brutplatz und die umliegenden Ackerflächen als Nahrungsraum. Als Zugvogelarten sind unter anderem Grauammer, Hohltaube und Wiesenpieper hier anzutreffen. Eisvogel, Wespenbussard und Merlin sind nur einige der hier heimischen Vogelarten.Steckbrief des Auenwald Plötzkau beim Bundesamt für Naturschutz
Hier geboren
Emanuel von Anhalt-Köthen (1631–1670), Fürst von Anhalt-Plötzkau und Fürst von Anhalt-Köthen Johann Theodor Eller (1689–1760), preußischer Mediziner und Chemiker Hermann von Müller (1832–1908), preußischer Generalleutnant Emil Pfennigsdorf (1868–1952), Professor für evangelische Theologie
Literatur Ernst Finster: Die Geschichte der alten Grafschaft Plötzkau. Schuster, Baalberge 2011, ISBN 978-3-9813121-6-4.
Einzelnachweise
Weblinks
Gemeinde Plötzkau Gemeinde Plötzkau bei der Verbandsgemeinde Saale-Wipper
Kategorie:Ort im Salzlandkreis Kategorie:Ehemaliger Residenzort in Sachsen-Anhalt
Kategorie:Ort an der Saale Kategorie:Ersterwähnung 1049