Glu-P-1 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der heterocyclischen aromatischen Amine und Dipyridoimidazole. Die Verbindung einer tricyclischen Struktur besteht aus zwei Pyridinringen mit einem Imidazolring dazwischen.
Vorkommen Glu-P-1 und Glu-P-2 kommen im Pyrolysat der Aminosäure Glutamat und von Casein vor, was die Namen der beiden Verbindungen erklärt. Im Allgemeinen entstehen sie bei der Wärmebehandlung von Proteinen und eiweißhaltigen Lebensmitteln und sind auch in gekochtem Fleisch und Fisch enthalten. Die Strukturen von Glu-P-1 und Glu-P-2 sind identisch, mit der Ausnahme, dass ersteres eine Methylgruppe hat.Beynen, Anton. (2022). Beynen AC, 2022. Glu-P-1 and Glu-P-2 in petfood.Glu-P-1 (2-Amino-6-Methyldipyrido[1,2-a:3',2'-d]Imidazole) (IARC Summary & Evaluation, Volume 40, 1986): Glu-P-1 (2-Amino-6-Methyldipyrido[1,2-a:3',2'-dImidazole) (IARC Summary & Evaluation, Volume 40, 1986)], abgerufen am: 8. März 2024 Die Verbindung wurde auch in Sojasauce und Tabakrauch nachgewiesen.
NameGlu-P-2 Andere Namen 2-Aminodipyrido[1,2-a:3′,2′-d]imidazol Strukturformel 200px|Struktur von Glu-P-2 CAS-Nummer EG-Nummer 689-086-4 ECHA-InfoCard PubChem Wikidata Q27155881 Summenformel C10H8N4 Molare Masse 184,075 g·mol−1
Gewinnung und Darstellung 1978 zeigten Yamamoto et al., dass Glu-P-1 und Glu-P-2 durch die Pyrolyse von Glutamat gewonnen werden können.
Sicherheitshinweise Glu-P-1 wirkt bei Tieren carcinogen.
Regulierung Über den Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986 besteht in Kalifornien seit 1. Januar 1990 eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Glu-P-1 oder Glu-P-2 enthalten.
Einzelnachweise
Externe Links zu erwähnten Verbindungen
Kategorie:Aminopyridin Kategorie:Imidazol Kategorie:Dihydropyridin Kategorie:Alkylpyridin