mini|hochkant|Eduard Uhlenhuth (1853–1919), Fotograf

Eduard Uhlenhuth (geb. 15. Juli 1853 in GubenStandesamt Berlin VI, Heiratsregister 1880; Eintrag Nr. 814 vom 29. September 1880; eingesehen auf ancestry.de am 9. März 2024.; gest. 21. September 1919 in CoburgCoburger Regierungs-Blatt 1919, 4. Oktober 1919, S. 648, Druck und Verlag der Buchdruckerei von A. Roßteutscher, Coburg, „Standesamt Coburg, Sterbefälle. 21. Sept. Hofphotograph, Professor Eduard Uhlenhuth, 66 Jahre alt“, (Digitalisat).) war ein deutscher Fotograf.

Lebensweg mini|Zeitungsanzeige: Hoffotograf H. Schwegerle hat sein Coburger Fotoatelier an Eduard Uhlenhuth aus Stettin verkauft, Juli 1880 mini|Fotorevers, April 1894

Eduard Uhlenhuth war ein Sohn des Schulleiters und Bildhauers Ludwig Eduard Uhlenhuth (1821–1899)Fotograf: Eduard Uhlenhuth, Signatur: 5699, in: fotorevers.eu, Lexikon der Fotografen, http://www.fotorevers.eu/de/ort/Coburg/6573/ und seiner Ehefrau Maria Caroline Hedwig, geb. Pröhle, (1826–1887). Ludwig Eduard Uhlenhuth schrieb schon als Student ein kleines Werk über Daguerreotypie, „das selbst von Universitätsprofessoren anerkannt wurde“.Dr. U., „Ein Leben“, in: Saale-Zeitung, 30. Dezember 1899, S. 1/2, https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/DIOBDVTUP3ECKKM24T7JYSK72B2HR56L?query=%22Eduard+Uhlenhuth%22&hit=20&issuepage=1 Bereits im Jahr 1845 und damit nur sechs Jahre nach Veröffentlichung des fotografischen Verfahrens von Louis Daguerre (1787–1851) im Jahr 1839 erschien sein Fachbuch „Praktische Anweisung zur Daguerreotypie. Nach den neuesten Verbesserungen in möglichster Vollständigkeit dargestellt von L. E. Uhlenhuth“,„Eduard Uhlenhuth“, in: Greven-Archiv, Fotografen-Wiki, https://fotografenwiki.greven-archiv-digital.de/index.php?title=Eduard_Uhlenhuth das 1849 in zweiter Auflage erschien. Er ist damit zu den Fotopionieren zu zählen, auch wenn er selbst wohl nicht als Fotograf tätig war.Auf der archivierten Website der Firma Photo Uhlenhuth, „Über Photo Uhlenhuth, 165 Jahre Uhlenhuth - Photographie“ findet man die Aussage: „1860 Gründung des »Photographischen Atelier« in Coburg von Eduard Uhlenhuth. Dies wurde in jenem Jahr als Kunstanstalt registriert. 13 Jahre später [d.h.: 1873] wurde es auch von der IHK notiert.“ Dies erscheint unplausibel, denn der Fotograf Eduard Uhlenhuth war im Jahr 1860 erst sieben Jahre alt, und sein Vater Ludwig Eduard Uhlenhuth war in den Jahren 1859 und 1860 Teil des Lehrkörpers der höheren Schule Solingen, siehe: „Lehrkörper“, in: Solinger Zeitung, Di., 20. Oktober 1891, S. 2 und arbeitete an dem Standbild Friedrichs II. für Bromberg, dessen Gussmodell 1860 in einem Lagerhaus in der Berliner Klosterstraße ausgestellt war, siehe: Bergisches Volksblatt, 28. Dezember 1860, S. 2, bevor es am 31. Mai 1862 auf dem Friedrichsplatz in Bromberg enthüllt wurde, siehe: Franz Kössler: Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts, Berufsbiographien aus Schul-Jahresberichten und Schulprogrammen 1825–1918, mit Veröffentlichungsverzeichnissen, „Uhlenhuth, Eduard“, S. 10 der PDF-Datei

Der Schuldirektor und Bildhauer Ludwig Eduard Uhlenhuth und seine Frau Maria hatten mehrere Kinder, darunter zwei Söhne, die Fotografen wurden: der hier behandelte Eduard Uhlenhuth (geb. 1853) und Johann[es] Uhlenhuth (geb. 26. Januar 1867 in Anklam).Wolfgang Brückner: „Äußerst getroffen und schön.“ Historische Fotografie in Unterfranken. Echter, Würzburg 1989, ISBN 3-429-01268-6, S. 167 ff, zitiert nach: „Fotoatelier E. Uhlenhuth“, in: Museum digital Deutschland, https://nat.museum-digital.de/people/42568 Johann[es] Uhlenhuth war also ein jüngerer Bruder von Eduard Uhlenhuth. Er übernahm später das Fotogeschäft seines Bruders Eduard.

Im Juni 1880 wurde die Verlobung von Heinrich Eduard Uhlenhuth mit Minna Koppe bekanntgegeben.Berliner Börsen-Zeitung, Morgen-Ausgabe, Mi., 2. Juni 1880, S. 18 (Digitalisat)

Im selben Jahr (1880) kaufte Eduard Uhlenhuth das Coburger Atelier des Fotografen Hermann SchwegerleAtelier-Übergang von H. Schwegerle auf Ed. Uhlenhuth am 1. Juli 1880. Anzeige in: Coburger Zeitung, 1880 = Jg. 20, 1. Juli 1880, (Digitalisat) (geb. 1. August 1848 in Augsburg; gest. 1921 in München).„Hermann Schwegerle“, in: Greven Archiv digital, Fotografenwiki, https://fotografenwiki.greven-archiv-digital.de/index.php?title=Hermann_Schwegerle Schwegerle war seit 1877 Hoffotograf von Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha und verließ Coburg im Juni 1880.Franz Bosbach, John R. Davis: Windsor – Coburg: Geteilter Nachlass – Gemeinsames Erbe. Eine Dynastie und ihre Sammlungen. De Gruyter, München 2007 (Digitalisat, S. 104, Fußnote 89), Quelle: https://fotografenwiki.greven-archiv-digital.de/index.php?title=Eduard_Uhlenhuth#cite_note-3 Das Atelier Uhlenhuth befand sich von 1880 bis 1885 in der Badergasse 1 in Coburg. Es zog dann innerhalb Coburgs an den Albertplatz um, Zinkenwehr 5, wo es von 1885 an mehr als hundert Jahre lang bis in die 1990er Jahre hinein fortbestanden haben soll.

Eduard Uhlenhuth heiratete am 29. September 1880 in Berlin die Gärtnerstochter Wilhelmine „Minna“ Koppe (geb. 29. September 1857). Das Ehepaar Uhlenhuth Eduard und Minna Uhlenhuth hatten (mindestens) die folgenden Kinder: Walthari Teja (Wilhelm Eduard Walther; geb. 16. September 1881 in Coburg;Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1881, (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. […] Getauft: 6. October ein am 16. September geb. Sohn, Wilhelm Eduard Walther, des Photographen Eduard Uhlenhuth.“ gest. 7. oder 17. Februar 1965 in Sinsheim), Fotograf in Medan auf Sumatra und deutscher Soldat in Tsingtao, Irma Hedwig Marie (geb. 8. Februar 1883 in Coburg)Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1883, 17. Februar 1883, S. 115, (Digitalisat) „Auszug aus den Registern des hiesigen Standes-Amtes für die Woche vom 4. bis 10. Februar 1883. I. Aus dem Geburtsregister […] Am 8. Februar eine Tochter des Hofphotographen Eduard Uhlenhuth“ war in erster Ehe mit dem Fotografen Max Franz Otto Lange aus Stargard (gest. 14. Januar 1912 in Berlin) verheiratet.Kirchenregister Kopenhagen Amt, Sankt Petri Tyske Kirke, Eintrag Nr. 20 vom 11. Dezember 1914; eingesehen auf ancestry.de am 9. März 2024.Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1907, 6. Juli 1907, S. 258, (Digitalisat): „Zivilstand der Herzogl. Residenzstadt Coburg vom 19. bis 25. Mai 1907. [...] b) Aufgebote, welche hier beantragt wurden. […] Photograph Max Franz Otto Lange in Stargard und Irma Hedwig Marie Uhlenhuth in Coburg.“ Eduard Erich Richard (Eduard jun.; geb. 18. September 1884 in Coburg),Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1884, Spalte 828: (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. […] Getauft: 30. October ein am 18. September geb. Sohn, Eduard Erich Richard, des Hofphotographen Eduard Uhlenhuth.“, heiratete am 21. Juli 1919 Karoline Vincenti aus WeidenFreistaat Coburg: Coburger Regierungs-Blatt. 1919, S. 508, (Digitalisat): „Standesamt Coburg b) Heiraten: […] 21. Juli Photograph Eduard Uhlenhuth hier und Karoline Vincenti hier, vorher wohnhaft in Weiden.“ Reinhard Heinrich (geb. 21. Dezember 1885;Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1885, 30. Dezember 1885, S. 982, (Digitalisat) „Auszug aus den Registern des hiesigen Standes-Amtes für die Woche vom 20. bis 26. December 1885. I. Aus dem Geburtsregister. Am 21. December ein Sohn des Hofphotographen Eduard Uhlenhuth.“Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1886, 27. Januar 1886, S. 68: „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. Getauft: 22. Jan. ein am 21. Dec. geb. Sohn, Reinhard Heinrich, des Hofphotographen Heinrich Eduard Uhlenhuth.“, (Digitalisat) gest. 1979) Wilhelm Rudolf („Willy“; geb. 23. Juni 1887).Jutta Greber: Photographen und Photographie in Schweinfurt von den Anfängen bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts, Magisterarbeit, Würzburg 1988, S. 58, (Digitalisat)Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1887, (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. Getauft: […] Am 25. Juli ein am 23. Juni geb. Sohn, Wilhelm Rudolf, des Hofphotographen Heinrich Eduard Uhlenhuth.“ ein Sohn (geb. 1889)In: Wild und Hund : das Jagdmagazin, 1897, II. Jahrgang,, Nr. 23, 4. Juni 1897, S. 866, (Digitalisat) ist von einem achtjährigen Sohn des Hofphotographen Prof. Eduard Uhlenhuth die Rede, der am 25. März 1897 beinah im Gebirgsfluss Itz ertrunken wäre, wenn nicht Uhlenhuths Vorstehhund Ingo ihn gerettet hätte. Hertha Hildegard Elfriede Bertha (geb. 24. Februar 1892 in Coburg)Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1892, (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. […] Getauft: […] Am 11. Juni eine am 24. Febr. geb. Tochter Hertha Hildegard Elfriede Bertha, des Hofphotographen Heinrich Eduard Uhlenhuth.“ Sie heiratete am 16. April 1910 den Landmesser Karl Staab aus ErfurtRegierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1910, 18. Mai 1910, S. 190, (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern der Stadtgemeinde. Getraut. […] 16. April Landmesser Karl Staab aus Erfurt und Hertha geb. Uhlenhuth hier.“ Ebenso: Coburger Zeitung 1910 = Jg. 50, 22. April 1910, (Digitalisat): „Zivilstand der Hzgl. Residenzstadt Coburg vom 5. bis 16. April […] Vermählt: […] 16. April Landmesser Karl Staab in Erfurt und Hertha Uhlenhuth in Coburg.“ Freya Marie Bernhardine (geb. 18. März 1897 in Coburg)Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1897, Spalte 230, (Digitalisat): „Auszug aus den Kirchenregistern. Bei der Stadtgemeinde. [...] Getaufte: Am 8. April eine am 18. März geb. Tochter, Freya Marie Bernhardine, des Hofphotographen u. Professors Eduard Uhlenhuth.“ Sie war Photographin und heiratete im Jahr 1918 den Insektenkundler Erwin Lindner (geb. 7. April 1888 in Böglins, Bezirk Memmingen)Erwin Lindner 75 Jahre und die Entwicklung der Entomologie am Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart. Von Ernst Schüz und Karl Wilhelm Harde, In: Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde aus dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart, Stuttgart 7. April 1963, Nr. 100, (Digitalisat; PDF)