mini|hochkant|Karl von Ehrenstein. Otto Richter. Dresden. Karl Hermann von Ehrenstein (* 19. August 1837 in Dresden; † 31. Oktober 1899 in Sibyllenort) war ein sächsischer Generalleutnant und Oberstallmeister.

Leben Karl Hermann von Ehrenstein entstammte dem Adelsgeschlecht derer von Ehrenstein, einer jüngeren briefadeligen Familie, welche 1365 in Weiden in der Oberpfalz ersterwähnt wurde. 1644 in Linz erhielten die Familienangehörigen die Genehmigung sich v. Ehrenstein ansonsten die Mair v. Altenparkstein zu nennen. Adelsrechtlich wird die Familie bis in das 21. Jahrhundert geführt: Ehrenstein (Ehrenstein = Rouvroy) des Stammes Mair von Altenparkstein, kurz von Ehrenstein.

Er war ein Sohn des sächsischen Finanzministers Karl Wolf von Ehrenstein und dessen Ehefrau Luise Sophie Freiin von Uckermann-Bendeleben (1811–1903). Aus der Ehe seines Vaters hatte er zwei Brüder, den Tonkünstler Johannes Wolf von Ehrenstein und den sächsischen Politiker Georg Otto von Ehrenstein. Karl H. war mit Auguste von Erdmannsdorff (1846–1931), Tochter der Emma geb. von Nostitz-Wallwitz und des konservativen Politiker Heinrich Otto von Erdmannsdorf, verheiratet. Aus der Ehe entstanden drei Kinder. Der Sohn Otto (1875–1955) schlug erst eine militärische Karriere ein, war verheiratet, ohne Kinder, zuletzt als Hofrat tätig. Die Tochter Sophie (1876–1939) war mit dem Geheimen Regierungsrat im Sächsischen Kultusministerium Magnus Freiherr von Welck verheiratet, ihre Schwester 1880 geborene Schwester Emma starb unvermählt als Stiftsdame des v. Preuß`schen adeligen Marien-Damenstiftes-DresdenMaximilian Gritzner: Handbuch der im Deutschen Reiche, Oesterreich-Ungarn, Dänemark, Schweden und den Russischen Ostseeprovinzen bestehnden Damen-Stifter und im Range gleichstehender Wohlthätigkeitsanstalten, nebst Ordenszeichen der Ersteren. Registernachweis. Verlag von Heinrich Keller, Frankfurt a. M. 1893, S. 61 f. in der Bombennacht vom 13. Februar 1945.

Karl Hermann von Ehrenstein wurde 1855 Fähnrich in der sächsischen Armee und avancierte noch im gleichen Jahr zum Leutnant beim 1. Reiter-Regiment unter dem Regimentskommandeur Konstantin von Nostitz. Er durchlief in den folgenden Jahren eine typische militärische Laufbahn und fungierte u. a. als Brigadeadjutant der 1. Reiter-Brigade unter Generalmajor Julius von Apel und stieg in dieser Eigenschaft am 5. September 1863 zum Oberleutnant auf. Nach weiteren Jahren in dieser Verwendung, wo er auch am Krieg gegen Preußen teilnahm und die Niederlage des Königreich Sachsen erlebte, stieg er am 2. Mai 1867 zum Rittmeister und Eskadronschef beim 2. Reiter-Regiment in Grimma. Er wurde nachfolgend persönlicher Adjutant des Prinzen Georg und nahm am Krieg gegen Frankreich teil, wobei er für seine Verdienste zahlreich ausgezeichnet wurde. Nach Kriegsende wurde er 1874 Eskadronschef beim Garde-Reiter-Regiment in Pirna und stieg noch am 22. Dezember des Jahres zum Major und etatsmäßigen Stabsoffizier beim Regiment auf. Er wurde 1876 zum Flügeladjutanten des sächsischen Königs Albert ernannt und stieg in dieser Eigenschaft am 1. April 1881 zum Oberstleutnant á la suite der königlichen Adjutantur auf. Nach dem Tod des Oberstallmeisters Senfft von Pilsach wurde er zum Vizeoberstallmeister im Hofstaat des sächsischen Königs ernannt wurde. Schon 1882 erfolgte die Ernennung zum Oberstallmeister. Unter Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er am 11. Mai 1884 mit dem Charakter eines Oberst zur Disposition gestellt.Nachruf. Frankenberg, 2. November 1899., In: Ernst Rotzberg: Frankenberger Tageblatt und Bezirks-Anzeiger. Amtsblatt. 58. Jahrgang, №. 256, Art. Oertliches und Sächsisches, Verlag C. G. Rotzberg, Frankenberg, Freitag, den 3. November 1899, (Nachpagniert), S. 127. Er stieg im Disposibilitätsverhältnis bis zum Generalleutnant auf.Portrait, In: Königl. Sächs. Ober-Hofmarschall-Amt | Königl. Sächs. Kriegs-Ministerium (Hrsg.): Zum 23. April 1898 - Führer durch die Festtage und durch die Feststadt Dresden bei der Feier des 70. Geburtstages und 25. Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Königs Albert von Sachsen. Mitwirkung: Cornelius Gurlitt, Hermann Schubert, O. Mayer (Illst.)., Sächs. Hof-Buchhandlung Verlag Warnatz & Lehmann, Dresden 1898, S. XXII.

Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. B (Briefadel). 1954 Band II, Band 12 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1954, , S. 68–71. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil B (Briefadel). 1937. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1936, S. 142 f.Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1930. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1929. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1911. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1910, S. 195 f.

Weblinks Portrait aus 1898 Buchfreund: Wappen von 1644

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