Die S-Bahn Rhein-Neckar bildet das Rückgrat des Schienenpersonennahverkehrs in der Metropolregion Rhein-Neckar. Mittelpunkt des S-Bahn-Systems ist der Ballungsraum um die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen am Rhein.

Der Verkehr wird von DB Regio Mitte betrieben und ist komplett in Verkehrsverbünde integriert. Jährlich legen die Züge rund 7,5 Millionen Zugkilometer auf einem etwa 603 Kilometer langen Streckennetz in den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland zurück.

Linien und Betrieb Das Liniennetz der S-Bahn Rhein-Neckar ist mit rund 603 Kilometern Länge eines der größten S-Bahn-Netze Deutschlands. Der Kernbereich liegt in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Mit Homburg berührt es das Saarland. Von den zehn Linien verkehren vier gebündelt im Abschnitt Schifferstadt–Ludwigshafen–Mannheim–Heidelberg. Jenseits dieser Stammstrecke befahren die Züge sechs Linienäste mit den Endpunkten Homburg (Saar), Osterburken, Karlsruhe, Germersheim, Eppingen, Aglasterhausen, Mainz, Bensheim und Groß-Rohrheim.

Die Linien der S-Bahn Rhein-Neckar verkehren wochentags in einem 30- bzw. 60-Minuten-Grundtakt. Der S-Bahn-Verkehr benutzt gemeinsame Trassen mit dem übrigen Schienenpersonennah- und -fernverkehr sowie mit dem Güterverkehr.

Liniennetz Linien-nummer LinienverlaufTakt Mo–Fr (min)Takt Sa (min)Takt So (min) seit Länge Stationen Fahrzeit Fahrzeug Strecken Homburg (Saar) Hbf <> Osterburkenüber Landstuhl – Kaiserslautern Hbf – Neustadt (Weinstr) Hbf – Schifferstadt – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Mitte – Mannheim Hbf – Heidelberg Hbf – Neckargemünd – Eberbach – Mosbach‐Neckarelz – Seckach – Zimmern – Adelsheim Nord – Osterburken60, zu 30 ergänzt durch 60 60 2003,2006 200 km 56 209 minBR 425 Mannheim–Saarbrücken, Rheintalbahn, Neckartalbahn, Neckarelz–Osterburken Kaiserslautern Hbf <> Mosbach (Baden)über Neustadt (Weinstr) Hbf – Schifferstadt – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Mitte – Mannheim Hbf – Heidelberg Hbf – Neckargemünd – Eberbach – Mosbach‐Neckarelz60, zu 30 ergänzt durch 60 60 2003 137 km 39 144 min Karlsruhe Hbf <> Karlsruhe Hbfüber Wörth – Bellheim – Germersheim – Speyer Hbf – Schifferstadt – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Mitte – Mannheim Hbf – Heidelberg Hbf – Wiesloch-Walldorf – Bruchsal – Karlsruhe-Durlach30–60

Die Strecke Karlsruhe bis Germersheim bedienen ganzwöchig hauptsächlich die und der Stadtbahn Karlsruhe30, in den Tagesrandlagen 6030, in den Tagesrandlagen 60 2003,2006, 2023 104 km 29 108 min Winden–Karlsruhe, Wörth–Schifferstadt, Mannheim–Saarbrücken, Rheintalbahn Bruchsal <> Germersheimüber Graben-Neudorf60, Verstärkerfahrten im Berufsverkehr 6060 2011 32 km 11 30 minBR 425

(ehemals BR 612.628) Bruhrainbahn Ludwigshafen (Rhein) BASF Nord <> Ludwigshafen (Rhein) Hbf60 3 Zugpaare 3 Zugpaare 2018 5 km 4 11 minBR 425 (ehemals BR 628) BASF-Werksbahn Bensheim <> Mannheim Hbf <> Mainz Hbf (<> Wiesbaden Hbf)über Weinheim (Bergstr) Hbf – Neu-Edingen/Friedrichsfeld – Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Mitte – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Frankenthal Hbf – Worms Hbf60, Mannheim – Mainz zu 30 ergänzt durch 2018 108 km 31 124 minSiemens Mireo Main-Neckar-Bahn, Rheintalbahn, Mainz–Mannheim Karlsruhe Hbf <> Mannheim Hbf <> Mainz Hbfüber Graben-Neudorf – Waghäusel – Hockenheim – Schwetzingen – Mannheim Hbf – – Ludwigshafen (Rhein) Mitte – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Frankenthal Hbf – Worms Hbf60 (Karlsruhe – Mannheim nur nachmittags), Mannheim – Mainz zu 30 ergänzt durch , Karlsruhe – Mannheim zu 30 ergänzt durch 2025 127 km 35 143 min Mannheim–Rastatt, Mainz–Mannheim Heidelberg Hbf <> Sinsheim (Elsenz) Hbf <> Eppingen (<> Bad Rappenau)über Neckargemünd – Meckesheim – Sinsheim (Elsenz) Hbf30–6030–60 60 2009 43 km 19 55 min Neckartalbahn, Elsenztalbahn, Steinsfurt–Eppingen Heidelberg Hbf <> Meckesheim <> Aglasterhausenüber Neckargemünd – Meckesheim60 HVZ: 3060 60 2010 39 km 16 50 min Neckartalbahn, Elsenztalbahn, Schwarzbachtalbahn Karlsruhe Hbf <> Mannheim Hbf <> Groß‑Rohrheimüber Graben-Neudorf – Waghäusel – Hockenheim – Schwetzingen – Mannheim Hbf – Lampertheim – Biblis – Groß-Rohrheim60, Karlsruhe – Mannheim nachmittags zu 30 ergänzt durch 2020 89 km 24 87 minMannheim–Rastatt, Riedbahn Mannheim Hbf <> Biblisüber Mannheim-Käfertal – Lampertheim6 ZugpaareXX202528 km736 minRiedbahn (Hockenheim <>) Schwetzingen <> Neu-Edingen/Friedrichsfeld (<> Heidelberg Hbf) 60 (Schwetzingen – Neu-Edingen/Friedrichsfeld)nur in der HVZ von/nach Hockenheimnur ein Zugpaar Neu Edingen/Friedrichsfeld – Heidelberg 60 (Schwetzingen – Neu-Edingen/Friedrichsfeld) 60 (Schwetzingen – Neu-Edingen/Friedrichsfeld)20226 26 minMannheim–Rastatt, Schwetzingen–Neu-Edingen, Main-Neckar-Bahn

Vorlauf zur S-Bahn-Linie 9 Im Rahmen der zweiten Ausbaustufe wurde die Linie, die zunächst noch als Regionalbahn-Linie gelaufen, jedoch bereits von der S-Bahn Rhein-Neckar betrieben worden war, in das S-Bahn-Netz aufgenommen. Nach dem Abschluss aller Maßnahmen wird das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Neckar eine Gesamtlänge von 550 km aufweisen. Insgesamt 158 Stationen werden dann bedient.

Auf den Strecken wurden im Vorlaufbetrieb für die S-Bahn überwiegend Triebwagen der Baureihe 425 der ersten und (bis Anfang 2017) vierten Bauserie mit fest eingebauten Stufen eingesetzt. Inzwischen haben jedoch alle Fahrzeuge der vierten Bauserie die Neugestaltung durchlaufen und werden somit nicht mehr auf diesen Linien eingesetzt. Auf der Strecke Mannheim – Karlsruhe kamen in den Hauptverkehrszeiten zusätzlich lokbespannte Züge, bestehend aus der Baureihe 111 und n-Wagen, zum Einsatz, die jedoch mehr und mehr durch Doppeltraktionen der Baureihe 425 ersetzt wurden. Seit dem Fahrplanwechsel 2019/2020 am 15. Dezember 2019, bei dem auch das letzte verbliebene lokbespannte Zugpaar abgelöst wurde, ist der planmäßige Einsatz von n-Wagen auf dieser Verbindung Geschichte. Zugleich wurde im Vorgriff auf den nahenden S-Bahn-Betrieb ein Halbstundentakt zwischen Mannheim Hbf und Graben-Neudorf eingeführt.

Fahrplankonzept Alle neun aktuellen Hauptlinien (S 1, S 2, S 3, S 33, S 5, S 6, S 7, S 8, S 9) der S-Bahn Rhein-Neckar verkehren entweder in einem 60- oder 30 Minuten-Grundtakt. Durch größtenteils überlagernde Linienführungen ergibt sich im Kernbereich ein halbstündliches Taktangebot. Auf der gemeinsamen Stammstrecke der drei bundeslandübergreifenden Linien (S 1, S 2, S 3) zwischen Schifferstadt und Heidelberg Hbf fahren stündlich vier S-Bahn-Züge. Aufgrund von Abstimmungsproblemen kann dennoch kein reiner 15-Minuten-Takt realisiert werden, zumal vor allem in den Tagesrandzeiten sehr viele Züge verschiedener Linien vor der gemeinsamen Stammstrecke zusammengeführt und anschließend wieder geflügelt, verstärkt oder geschwächt werden.

Die S 39 verkehrt seit dem Fahrplanwechsel 2018/2019 im Dezember 2018 werktags mit drei Zugpaaren von Mannheim Hbf nach Mannheim-Waldhof. Zudem werden die Stationen Ludwigshafen-Rheingönheim und Ludwigshafen-Mundenheim nicht von allen Zügen angefahren, die Linie S 3 durchfährt vor 18:00 Uhr meist auch die Stationen Mannheim ARENA/Maimarkt und Mannheim-Seckenheim. Die S 3-Verstärker werden in Germersheim meist als Linie S 33 nach Bruchsal durchgebunden.

Die S 7 (nach/von Sinsheim (Elsenz) Hbf und Eppingen) und S 8 (nach/von Aglasterhausen) werden oft in Meckesheim geteilt und zusammengeführt und fahren anschließend gemeinsam bis Heidelberg Hbf. Zusätzlich wird dieser Takt durch einzelne Züge verdichtet, die als Regional-Express RE 7 verkehren und nicht an allen Unterwegsbahnhöfen halten. Zwei Zugpaare fahren als RE 7 bis nach Bad Rappenau. Ab etwa 20 Uhr verkehrt die S 8 nur im Abschnitt Meckesheim <> Aglasterhausen.

Die S 6 verkehrt täglich im Abschnitt Mannheim Hbf <> Mainz Hbf im 30-Minuten-Takt, zwischen Bensheim und Mannheim Hbf wird im 60-Minuten-Takt gefahren. Durch die zwischen Bensheim und Neu-Edingen/Friedrichsfeld parallel verkehrende Linie RB 68 entsteht auch hier ein 30-Minuten-Takt.

Die S 9 verkehrt zwischen Mannheim Hbf und Graben-Neudorf im 30-Minuten-Takt und zwischen Mannheim Hbf und Groß-Rohrheim sowie zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe Hbf im 60-Minuten-Takt. Zu den Hauptverkehrszeiten gibt es einen 30-Minuten-Takt von Mannheim Hbf bis Karlsruhe Hbf. Zusätzlich wird dieser Takt durch einzelne Züge verdichtet, die als Regional-Express (bezeichnet als „RE 9“) verkehren und nicht an allen Unterwegsbahnhöfen halten.

Die Linien S 44, S 10 und S 12 verkehren nur montags bis freitags mit einzelnen Zugpaaren.

Neben den S-Bahnen der Linien S1/S2 zwischen Mannheim Hbf und Homburg, entlang der kompletten Strecke der S 6 sowie entlang der Linie S 9 zwischen Mannheim Hbf und Groß-Rohrheim verkehren parallel Regional-Express-Züge im 1- bzw. 2-Stunden-Takt, die das Angebot weiter verdichten, aber einige Halte auslassen.

Während die Linien zum Teil von 5:00 Uhr bis 1:30 Uhr verkehren, wird der Regeltakt nur zwischen etwa 8 Uhr und 21 Uhr eingehalten. Zu den Tagesrandzeiten verkehren die Linien hingegen nachfrageorientiert außerhalb der Taktzeiten, bisweilen gehen auch Teilabschnitte verschiedener Linien umlaufmäßig ineinander über.

Tarifbestimmungen Die Linie S 2 liegt auf der gesamten Strecke innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), die Linie S 1 bis auf die letzte Station – Homburg (Saar) Hbf im Saarländischen Verkehrsverbund (saarVV) – ebenfalls. VRN-Fahrkarten gelten nach Homburg nur auf dieser Eisenbahnstrecke sowie für Umsteigeverbindungen zurück ins VRN-Gebiet über Waldmohr, Vogelbach, Bechhofen oder Zweibrücken. Zwischen Hochspeyer und Homburg (Saar) gilt außerdem der Übergangstarif Westpfalz/östliches Saarland. Es gibt in diesem Tarif auch Tages- und Gruppentageskarten. Der Übergangstarif östliches Saarland gilt außerdem im gesamten Landkreis Südwestpfalz.

Die Linie S 3 liegt zwischen Germersheim und Bad Schönborn Süd innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, Zeitkarteninhabern werden für die Weiterfahrt bis Bruchsal bzw. Karlsruhe Hbf Übergangstickets angeboten. Zwischen Bad Schönborn-Kronau und Karlsruhe Hbf gilt der Tarif des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV). Auf der Linie S 33 gilt im Abschnitt Germersheim <> Huttenheim ein Übergangstarif zum KVV, der Abschnitt Huttenheim <> Bruchsal liegt ausschließlich im Bereich des KVV-Tarifes. Die Linie S 39 liegt zwischen Mannheim-Waldhof und Bad Schönborn Süd innerhalb des VRN-Gebietes, zwischen Bad Schönborn-Kronau und Karlsruhe Hbf gilt der KVV-Tarif.

Die Linie S 7 liegt bis zum Haltepunkt Reihen komplett innerhalb des VRN. Die letzten drei Stationen (Ittlingen, Richen (bei Eppingen) und Eppingen) liegen im Übergangsgebiet zum Heilbronner–Hohenloher–Haller Nahverkehr (HNV). Während VRN-Fahrscheine der Preisstufe 7 (Gesamtnetz) grundsätzlich auch für diese Wabe (Nr. 217) gültig sind, sind für Zeitkarten im Ausbildungsverkehr zeitliche Einschränkungen vorgesehen. Für Fahrten zu den Orten entlang der Bahnstrecke nach Eppingen gelten außerdem alle VRN-Fahrkarten, sofern für die Fahrt eine Anwendung des HNV-Tarifes nicht möglich ist (ausgenommen Ausbildungs-Zeitkarten). Für Fahrten zwischen Hoffenheim und dem HNV-Gebiet gelten HNV-Fahrkarten. Die auf einem Teilstück gemeinsam mit der Linie S 7 verkehrende Linie S 8 liegt – wie die Linie S 2 – auf der gesamten Strecke innerhalb des VRN.

Die Linien S 5 und S 6 liegen von Mainz Hbf bis Guntersblum im Tarifgebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN), von Alsheim bis Bensheim im Tarifgebiet des VRN. Die Lücke der Verbundgebiete zwischen Alsheim und Guntersblum wurde zum 1. Januar 2008 geschlossen. Im Bereich der Stadt Mainz, also zwischen Mainz Hbf und dem Haltepunkt Mainz-Laubenheim, gilt neben dem RNN-Tarif auch der Tarif des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Zwischen Bensheim und Weinheim-Lützelsachsen gilt neben dem VRN-Tarif auch der Übergangstarif RMV–VRN, sofern der Start-/Zielbahnhof im RMV-Gebiet liegt.