Igby (Originaltitel: Igby Goes Down) ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Burr Steers aus dem Jahr 2002.

Handlung Igby wächst als jüngster Sohn einer reichen, aber gestörten Familie auf. Ein gutes Verhältnis hat er einzig zu seinem liebevollen, aber schizophrenen Vater. Seine Mutter Mimi ist herrschsüchtig und tablettenabhängig, und seinen älteren, immer perfekten Bruder Oliver bezeichnet Igby als Faschisten. Entsprechend orientierungslos irrt Igby durchs Leben. Er fliegt von mehreren Schulen, bis seiner Mutter der Kragen platzt und sie ihn auf eine Militärschule schickt. Nachdem er von dort geflohen ist, nimmt er einen Sommerjob bei seinem Patenonkel D.H. in New York an und verbringt die Wochenenden in dessen Haus in den Hamptons. Dort lernt er auf einer Party die dort als Kellnerin arbeitende Sookie kennen, in die er sich später verliebt. Sie hilft ihm, den Test für seine Hochschulzugangsberechtigung zu bestehen.

Auch mit seinem Patenonkel bekommt Igby Probleme: Nachdem er ohne D.H.s Wissen bei dessen Geliebter Rachel in dem von D.H. bezahlten Atelier untergekommen ist, trifft er dort eines Tages D.H. in einer kompromittierenden Situation, wodurch dieser wiederum erkennt, dass er sowohl von Igby als auch von Rachel hintergangen wurde. Er lässt Rachel daraufhin fallen. Igby findet Rachel einige Zeit später bewusstlos, nachdem diese versehentlich eine Überdosis genommen hat. Daraufhin ruft er D.H. an, der Rachel ins Krankenhaus bringt. Als sie von dort zurückkommen, schlägt D.H. Igby zusammen. Igby kommt anschließend bei Rachels Drogendealer unter, für den er Botendienste erledigt. Igby möchte abhauen, allerdings weigert sich Sookie, die eine Beziehung mit seinem Bruder begonnen hat, mit ihm zu gehen.

Seine an Krebs erkrankte Mutter erfährt unterdessen, dass sich weitere Metastasen in ihrem Körper gebildet haben, und beschließt, dass ihre beiden Söhne ihr bei ihrem Selbstmord assistieren sollen. Gemeinsam füttern Oliver und Igby sie mit Schlafmitteln. In ihrer letzten wachen Minute informiert sie Igby, dass sein Patenonkel sein leiblicher Vater ist. Nachdem sie eingeschlafen ist, ersticken ihre Söhne sie mit einer Plastiktüte. Igby verschwindet noch während der Beerdigung, besucht den Mann, den er immer für seinen Vater gehalten hat, in der Psychiatrie und fliegt dann nach Kalifornien.

Musik Für die Filmmusik war Uwe Fahrenkrog-Petersen verantwortlich. Während des Films sind Lieder von unter anderem The Beta Band, The Dandy Warhols, Badly Drawn Boy, Travis und Coldplay zu hören, während des Abspanns Pete Yorn. Der Soundtrack erschien 2003 bei Spun Records. Darauf befinden sich neben einigen im Film verwendeten Liedern und Score-Stücken von Fahrenkrog-Petersen auch Songs der deutschen Interpreten Somersault, Jelly Planet und Underwater Circus.

Kritiken

Auszeichnungen Kieran Culkin gewann den BFCA Award, den Golden Satellite Award und den Sierra Award 2002. Burr Steers gewann den Sierra Award und den Comedy Film Honor 2003.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2002 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Filmdrama Kategorie:Independent-Film Kategorie:Milieustudie (Film)