mini|Kopf der Zeitschrift Der Rotfuchs, Eigenschreibweise RotFuchs, ist eine in Berlin erscheinende, „von Parteien unabhängige kommunistisch-sozialistische Zeitschrift für Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft“. Sie ist nicht im Zeitschriftenhandel erhältlich, sondern wird monatlich im Eigenvertrieb versandt. Chefredakteur ist seit dem 1. April 2019 Arnold Schölzel.jungewelt.de Bis zu seinem Tod am 9. April 2016 war Klaus Steiniger Chefredakteur, zu DDR-Zeiten Redakteur und Auslandskorrespondent des SED-Zentralorgans Neues Deutschland (und Staatsanwalt). Das Blatt versteht sich als „Tribüne für Kommunisten und Sozialisten in Deutschland“.Frank Junghänel: Schon vergriffen, Berliner Zeitung, 24. April 2002.

Geschichte Die Zeitschrift wurde im Februar 1998 von der DKP-Gruppe Berlin-Nordost gegründet. Auseinandersetzungen mit dem Parteivorstand in Essen führten dazu, dass im Juli 2001 der „Rotfuchs“-Förderverein e. V. zur parteiunabhängigen Herausgabe gegründet wurde. 2003 hatte der Förderverein 560 Mitglieder.Dominique Herbert: DDR-Erinnerungsdiskurs in der Monatszeitschrift RotFuchs (1998–2011). In: Elisa Goudin-Steinmann, Carola Hähnel-Mesnard (Hrsg.): Ostdeutsche Erinnerungsdiskurse nach 1989: Narrative kultureller Identität. Frank & Timme 2013, S. 130.

2016 bestand die Redaktion aus Wolfgang Metzger (V. i. S. d. P.), Arnold Schölzel und Bruni Steiniger,Die Zeitschrift auf rotfuchs.net sie verwenden die bis 1996 geltenden Rechtschreibregeln. Nach Angaben von Steiniger lag die Auflage der Zeitschrift 2012 im Bereich von 11.000 bis 12.000 Exemplaren.Interview in der Tageszeitung junge Welt, 18./19. Februar 2012 Online (PDF; 1,5 MB)

Einordnung Der Verein mit 36 Regionalgruppen wurde vom sächsischen Landesamt für Verfassungsschutz 2009 als neostalinistischStefan Berg: Vergangenheitsbewältigung: Modrows Kontakte zu Neostalinisten belasten die Linke, Spiegel Online, 5. März 2009. und linksextremistischSächsisches Handbuch zum Extremismus und sicherheitsgefährdenden Bestrebungen 2009 (PDF; 47 kB) des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz eingeordnet.

Barbara Nolte sieht in der Zeitschrift das „Leitmedium“ ehemaliger Stasi-Offiziere.Die Stasi-Rentner in Die Zeit, 19. Juli 2006. Für Stefan Berg enthalte diese einen „schauerlichen Mix – von der Verherrlichung der Staatssicherheit bis zu Hetze gegen den Staat Israel“. Rotfuchs bedient nach Einschätzung von Dominique Herbet einen „geschichtsrevisionistischen Erinnerungsdiskurs“ und verbreite eine „reaktionäre Anschauung“.Dominique Herbert: DDR-Erinnerungsdiskurs in der Monatszeitschrift RotFuchs (1998–2011). In: Elisa Goudin-Steinmann, Carola Hähnel-Mesnard (Hrsg.): Ostdeutsche Erinnerungsdiskurse nach 1989: Narrative kultureller Identität. Frank & Timme 2013, S. 138.

Autoren Autoren im Rotfuchs waren oder sind: Peter Abraham (†) Matin Baraki Gerhard Bengsch (†) Rolf Berthold (†) Götz Dieckmann Dieter Fechner (†) Gerhard Feldbauer Peter Franz Peter Hacks (†) Wolfgang Herrmann Hans Heinz Holz (†) Klaus Huhn (†) Lutz Jahoda Christa Kożik Oskar LafontainePersonalien: Oskar Lafontaine in Der Spiegel 49/2010 Bruno Mahlow (†) Dieter Noll (†) Rudi Kurz (†) Horst Neumann Gerhard Oberkofler Karl-Eduard von Schnitzler (†) Gotthold Schramm (†) Gisela Steineckert Theodor Weißenborn (†) Zbigniew Wiktor Reiner Zilkenat (†)

Literatur Christian Nestler: Zeitschriftenporträt: RotFuchs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie. 24/2012, ISBN 978-3-8329-7999-7, S. 248–261. Christian Nestler: Die Ewiggestrigen. Der „RotFuchs“ in seinem natürlichen Umfeld. Rostock 2014, ISBN 978-3-940835-36-9.

Weblinks RotFuchs Stefan Berg: Vergangenheitsbewältigung: Modrows Kontakte zu Neostalinisten belasten die Linke. Spiegel Online, 5. März 2009

Einzelnachweise

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