Die Sprache von Kalašma (auch KalasmäischElisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, hier S. 15.) ist eine ausgestorbene anatolische Sprache, die in der späten Bronzezeit im gleichnamigen Gebiet gesprochen wurde. Dieses lag im Nordwesten des hethitischen Reiches, möglicherweise in der heutigen türkischen Provinz Bolu.Elisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, hier S. 15–16. Die Einordnung der Sprache innerhalb der Anatolischen Sprachfamilie ist noch unklar; möglicherweise gehört sie zum luwischen Zweig.Elisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, hier S. 31.
Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg gab die Entdeckung der Sprache von Kalašma im Jahr 2023 auf Basis einer Tontafel bekannt, die in der hethitischen Hauptstadt Ḫattuša (heute Boğazkale) gefunden wurde.Julius-Maximilians-Universität Würzburg: "Neue indogermanische Sprache entdeckt" (zuletzt abgerufen am 19. Februar 2024). Die Tafel ist in hethitischer Keilschrift des 13. Jahrhunderts v. Chr. beschrieben.Elisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, hier S. 11 und 14. Sie gehört zu einer größeren Gruppe von Texten, in denen die Hethiter religiöse Rituale anderer Sprachen und Kulturen darstellten. Die hethitische Einleitung bezeichnet den anschließend wiedergegebenen Text als „in der Sprache von Kalašma“ verfasst.Daniel Schwemer: Keilschrifttexte aus Boghazköi. Heft 71. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 2024, S. XIX.
Der Text der Tontafel wurde im Februar 2024 von Daniel Schwemer in einem Fachvortrag vorgestelltThe Language of Kalašma: A New Branch of Anatolian. www.phil.uni-wuerzburg.de. Abgerufen am 2024-02-19. und parallel dazu in der Publikationsreihe Keilschrifttexte aus Boghazköi veröffentlicht, wobei er die Signatur KBo 71.145 erhielt.Daniel Schwemer: Keilschrifttexte aus Boghazköi. Heft 71. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 2024, S. 42–43. Eine linguistische Analyse von Ilya Yakubovich und Elisabeth Rieken erschien 2024 im Archäologischen Anzeiger.Elisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, DOI:10.34780/v669-8p6f (Open Access).
Literatur Elisabeth Rieken, Ilya Yakubovich, Daniel Schwemer: Eine neue Sprache im Hethiterreich. Der Fund der Kalašma-Tafel (Bo 2023/12 = KBo 71.145). In: Archäologischer Anzeiger. Ausgabe 1/2024, S. 10–35, DOI:10.34780/v669-8p6f (Open Access). Daniel Schwemer: Keilschrifttexte aus Boghazköi. Heft 71. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 2024, S. XIX, XXXI [Text], 42–43 [Bilder] (PDF; 22 MB).
Weblinks Thesaurus Linguarum Hethaeorum digitalis Suche nach „KBo 71.145“ für eine Transliteration der Tontafel (und eine Glosse der hethitischen Einleitung) Neue indogermanische Sprache in der hethitischen Hauptstadt entdeckt. In: Archäologie Online; abgerufen am 19. Februar 2024.
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