Renate König (* 21. August 1928 in Duisburg; † 19. Januar 2024 in Duisburg) war geschäftsführende Gesellschafterin der König-Brauerei in Duisburg sowie Kunstsammlerin und Mäzenin. Sie gründete die Renate-König-Stiftung zur Förderung christlicher Kunst und schenkte ihre Handschriftensammlung an das erzbischöfliche Museum Kolumba in Köln.
Leben Renate König war die Urenkelin des Brauereigründers Theodor König und wurde 1928 in Duisburg geboren. Sie studierte an der Universität Bonn Volkswirtschaft und übernahm 1967 zusammen mit ihrem Cousin Leo König in vierter Generation die Leitung der Brauerei.
Seit 1981 baute sie eine Privatsammlung von illuminierten mittelalterlichen Handschriften und Büchern aus dem christlichen Umfeld auf. Ein erster Kontakt mit Kölner Museen und dem Kurator Joachim M. Plotzek datiert ebenfalls aus dieser Zeit. So konnte sie, nachdem der Sammler Peter Ludwig seine in Köln erforschte mittelalterliche Handschriftensammlung 1983 an das Getty-Museum verkauft hatte, eines der Bücher bei einer Londoner Auktion zurückerwerben.
Nachdem ihre Sammlung seit 2001 regelmäßig im erzbischöflichen Museum in Köln ausgestellt und auch betreut wurde, schenkte sie die Sammlung 2017 an das Kolumba. Das Museum gibt eine wissenschaftliche Reihe heraus, die der Sammlung Renate König gewidmet ist.
Renate König starb Anfang 2024.
Renate-König-Stiftung Renate König gründete 1999 eine ihren Namen tragende Stiftung zur Förderung und Vermittlung der christlichen Kunst. Diese finanziert Ankäufe und Maßnahmen zur Restaurierung „herausragender“ christlicher Kunst für Museen und öffentliche Sammlungen in Deutschland, darüber hinaus auch Dissertationen, Publikationen und Kolloquien. Das Museum Kolumba sieht sie als maßgebliche Stütze bei der Erwerbung von Objekten, darunter insbesondere das Hausaltärchen des Konrad Zaunhack, das Alabasterrelief Adam und Eva verbergen sich vor Gott, das Gemälde der Heiligen Lanze, zwei gotische Reliquienkreuze, die Johannesschüssel und die Skulptur Christus in der Rast.
Unter den durch die Stiftung geförderten Objekten sind außerdem unter anderem das Hermann-Ida-Kreuz, das Erper Kreuz, die Drucklegung der Dissertation der Kunsthistorikerin Manuela Beer, die mittelalterlicher Triumphkreuze umfassend untersuchte und einen Katalog verfasste. Darüber hinaus ermöglichte die Stiftung den Ankauf eines Frühwerks von Joseph Beuys (Handkruzifix) sowie eine Monografie mit Bestandskatalog des zeitgenössischen US-amerikanischen Künstlers Paul Thek, dessen Werke einen Schwerpunkt des Kolumba-Bestandes bilden.
Auszeichnungen
2009: Maternusplakette des Erzbistums Köln 2009: Päpstlicher Gregoriusorden, Dame
Publikationen
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstsammler Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Mäzen Kategorie:Stifter Kategorie:Person (Duisburg) Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Dame) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Frau