Das Sturzkampfgeschwader 165 war ein Verband der Luftwaffe der Wehrmacht vor dem Zweiten Weltkrieg. Es war mit Sturzkampfbombern vom Typ Henschel Hs 123 und Junkers Ju 87 ausgestattet und bildete Besatzungen für Luftangriffe mit Fliegerbomben aus. Es wurde am 1. Mai 1939 in das Sturzkampfgeschwader 77 eingegliedert.

Geschichte

Der Geschwaderstab des Sturzkampfgeschwaders 165 entstand im Rahmen der Aufrüstung der Luftwaffe am 1. Oktober 1937 in SchweinfurtHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 607, abgerufen am 1. Februar 2024 (), wo zuvor am 1. April die II. Gruppe aufgestellt worden war. Die I. Gruppe des Geschwaders existierte schon seit dem 1. April 1936 in KitzingenHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–45 Germany (1937 Borders), S. 339–341, abgerufen am 1. Februar 2024. (), während die III. Gruppe am 1. April 1937 in Fürstenfeldbruck gebildet wurde.

Anfangs flog das Geschwader mit der Henschel Hs 123, bevor die modernere Junkers Ju 87B eingeführt wurde. In der I. Gruppe wurde auch noch die Heinkel He 51 und die Arado Ar 65 geflogen. Am 1. Mai 1939 erhielt der Geschwaderstab, die I. und die II. Gruppe nach dem neuen Benennungsschema der Luftwaffe die Bezeichnung Geschwaderstab, I. und II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77. Die III. Gruppe wurde in die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 51 umgewandelt.

Kommandeure Geschwaderkommodore Dienstgrad Name ZeitOberstleutnantEberhard Baier1. Oktober 1937 bis 1. November 1938MajorGünter Schwartzkopff1. November 1938 bis 1. Mai 1939

Gruppenkommandeure I. Gruppe Major Werner Junck, 1. April 1936 bis 1. Oktober 1936 Major Oskar Dinort, 1. September 1937 bis 31. Januar 1939 Hauptmann Friedrich-Karl Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels, 1. Februar 1939 bis 1. Mai 1939

II. Gruppe Hauptmann Graf Clemens von Schönborn-Wiesentheid, September 1937 bis 1. Mai 1939

III. Gruppe Hauptmann Anton Keil, 1. April 1937 bis 1. Mai 1939

Bekannte Geschwaderangehörige Arnulf Blasig (1913–1998), war ein Oberst der Luftwaffe der Bundeswehr Bernd von Brauchitsch (1911–1974), war ein Manager und Vorsitzender der Landesvereinigung der Schleswig-Holsteinischen Arbeitgeberverbände, des Arbeitgeberverbandes für die Chemische Industrie und Kunststoffverarbeitung Schleswig-Holsteins sowie des Wirtschaftsverbandes Asbest und saß im Vorstand der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Walter Rudolf Enneccerus (1911–1971), war von 1963 bis 1967 als Brigadegeneral der Luftwaffe der Bundeswehr, Chef des Stabes des Luftwaffenamtes Walter Stimpel (1917–2008), war ein Jurist und Richter am Bundesgerichtshof, davon 1978 bis 1985 als Vizepräsident

Literatur

Einzelnachweise

Sturzkampf #:::165 Kategorie:Gegründet 1937 Kategorie:Aufgelöst 1939