mini|hochkant|Johanneskirche in Börtlingen Die evangelische Johanneskirche steht in Börtlingen, einer Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal unter der Nr. 076.001 eingetragen. Die Verbundkirchengemeinde Schurwald gehört zum Kirchenbezirk Geislingen-Göppingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Beschreibung Die um 1500 errichtete spätgotische Saalkirche wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts barockisiert und erhielt mit dem Umbau durch den Architekten Theophil Frey 1896 ihre heutige Form. Der im Osten stehende Chorturm auf quadratischem Grundriss wurde 1819–21 mit einem achteckigen Geschoss aufgestockt, das die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt. Seinen Abschluss bildet eine Glockenhaube mit bekrönender Laterne.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Drei-Seiten-Empore ausgestattet und mit einer Decke mit Hohlkehle überspannt. Im Chor, das heißt im Erdgeschoss des Chorturms, sind eine Johannisschüssel aus dem 14. Jahrhundert und eine Pietà von 1500 erhalten. Im Rahmen der Renovierung von 1956 schuf Adolf Valentin Saile das Fenster im Chor mit Motiven aus dem Leben des Johannes des Täufers.Ehrenfried Kluckert, Axel Zimmermann (Bearb.): Adolf V. Saile - Städtische Galerie Filderstadt, Kleines Kunst-Kabinett Bernhausen vom 13.10.1985 – 6.11.1985. (Hrsg.) Städt. Galerie Filderstadt; Band 1: Ausstellungskatalog, Band 2: Werkverzeichnis; Filderstadt 1985, Werkverzeichnis Nr. 1a/56/2. Die Orgel, ursprünglich 1798 vom Faurndauer Orgelmacher Johann Michael Späth gebaut, ist 1896 von Carl Schäfer aus Göppingen mit neuem Spieltisch und Mechanik vollständig erneuert worden. Das Genäuse wurde von Architekt Frey entworfen.
Das bedeutendste Börtlinger Kunstwerk ist der Ölberg von 1510 in der Südostecke des Kirchhofs aus der Adelberger Klosterwerkstatt in einem Häuschen von 1722, 1917 renoviert und ergänzt. Dargestellt sind Christus und die Jünger Petrus, Johannes und Jakobus, im Hintergrund Landsknechte und Judas sowie auf den Sandsteinfelsen einige Tiere.
Literatur M. Brandstätter: Die Johanneskirche in Börtlingen. Börtlingen 1986.
Faltblatt: Annette Imkampe: Ein Kirchenrundgang auf den Spuren Jesu. Börtlingen um 2000. Marlies Barteit-Klopp: Die Johanneskirche in Börtlingen. Blitzlichter in die Vergangenheit. In: Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen. 13. Jahrg. (Hrsg.) Geschichts- und Altertumsverein Göppingen e. V., Kunst- und Geschichtsverein Geislingen e. V., Walter Ziegler. Göppingen 2005.
Weblinks
Die Johanneskirche auf der Website der Verbundkirchengemeinde Schurwald, abgerufen am 2. Mai 2026.
Einzelnachweise
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