Dschubba (, engl. Jubbah) ist eine durch ihre Datteln bekannte Wüstenoase in der saudi-arabischen Provinz Ha'il, etwa 80 km über die Straße 65 von der Hauptstadt Ha'il aus zu erreichen. Sie liegt in der Wüste Nefud. Der Raum besitzt große Grundwasservorkommen, die zur Bewässerung von ausgedehnten Agrarflächen verwendet werden. Dschubba liegt im Gebiet eines früheren Sees, der mindestens 20 km mal 4 km groß war und dessen Ausdehnung heute an seinen nördlichen, südlichen und östlichen Grenzen unter windgepeitschtem Sand verborgen ist. Die Felsen im Westen haben bewirkt, dass die vorherrschenden Westwinde eine sandfreie Senke hinterlassen haben, die in vergangenen Feuchtperioden mit Wasser gefüllt war.
mini|450px|Die Oase Dschubba in der Nefud-Wüste. Die Petroglyphen und das Museum befinden sich in den Felsen links, die kreisrunden Bewässerungskulturen sind in der Oase deutlich zu erkennen. ISS-Aufnahme vom 20. Oktober 2020 mini|links|Empfangsraum in einem Privathaus mini|links|Gasthaus in einem Wüstenzelt mini|Frühstück in einem Wüstenzelt mini|links|Blick über die Wüste beim UNESCO-Weltnaturerbe
Bevölkerung und Wirtschaft Die Oase weist 5.622 Einwohner auf (Stand 2022)Einwohnerzahlen von Saudi-Arabien. In: citypopulation.de, abgerufen am 25. Januar 2024. und ist in ganz Saudi-Arabien bekannt für seine hervorragenden Agrarprodukte (vor allem Datteln, Gemüse, Obst und Gerste) und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Einwohner. Regelmäßig finden in Dschubba Treffen von Persönlichkeiten aus der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Regierungsministerien statt. Die Treffen in den zahlreichen luxuriösen Privathäusern oder in großen Wüstenzelten, die als Gasthäuser dienen, finden zum Gedankenaustausch zwischen Entscheidungsträgern statt.
Geschichte Der Siedlungsraum dürfte sehr alten Ursprungs sein, nach einigen Archäologen bis zu 7000 Jahre alt. Max Planck Institute of Geoanthropology, 2020: Societal Transformations and Resilience in Arabia Across 12,000 Years of Climate Change abgerufen am 22. Januar 2024 Darauf weisen die berühmtesten vorislamischen und prähistorischen Petroglyphenstätten Saudi-Arabiens hin. Human responses to climate and ecosystem change in ancient Arabia. Sie wurden im Jahr 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Ähnliche Fundstätten sind in Sakaka und al-ʿUla vorhanden. Die ältesten Felsinschriften stammen aus dem Jahr 5500 v. Chr., als das Gebiet ein Binnensee mit einer Fauna aus Steinböcken, Oryxantilopen und domestizierten Tieren war. Verschiedene Inschriften in einem vorarabischen Alphabet aus der Thamūd-Kultur stammen aus dem Jahr 1000 v. Chr., das geschützte kulturhistorische Gelände umfasst etwa 39 km².
Der Raum ist Teil der Wüste Nafud, die insgesamt 290 km lang und 225 km breit ist und eine Fläche von über 103.000 km² einnimmt. Die Wüste Al Nefud, abgerufen am 23. Januar 2024 Er ist bekannt für seine plötzlichen heftigen Winde, die für die großen halbmondförmigen Dünen verantwortlich sind. Der Sand des Erg besitzt eine ziegelrote Farbe. mini|links|Wegweiser zum UNESCO-Weltkulturerbe
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Kategorie:Oase Kategorie:Provinz Ha'il