Margarete „Grete“ Wirsing (* 28. August 1921 in München; † 16. Juni 2009 ebenda) war eine deutsche Architektin und Gartengestalterin. mini|Haus Wirsing, München-Forstenried

Werdegang Grete Wirsing (geb. Ferber) studierte zwischen 1940 und 1943 Architektur an der Technischen Hochschule München und diplomierte dort bei Roderich Fick. Sie war Mitglied der Deutschen Studentenschaft. Zwischen 1942 und 1944 arbeitete sie bei Alwin Seifert und war im gleichen Zeitraum Hilfsassistentin bei Alwin Seifert am Lehrstuhl für Gartengestaltung und Landwirtschaftlichen Bauwesen der TH München. Zwischen 1945 und 1947 arbeitete sie beim Spezialkommissär für Instandsetzung und Wiederaufbau der TH München unter Leitung von Robert Vorhoelzer und leitete gegen Ende ihrer Zeit das Baubüro. Ab 1948 arbeitete sie mit ihrem späteren Ehemann Werner Wirsing (Heirat: 1949) zusammen, zwischen 1949 und 1954 leitete sie mit Werner Wirsing das Baubüro des Bayerischen Jugendsozialwerks und 1955 folgte das gemeinsame Architekturbüro in München. Sie war begabt in Malerei und Zeichnung.

Ihr Nachlass liegt seit 2023 im Architekturmuseum der TU München.

Grete und Werner Wirsing haben zwei Kinder, Tochter Sabine, die Grafikdesignerin ist und u. a. an der Hochschule München lehrte, und Sohn Christoph.

Bauten mini|Mehrfamilienhaus Heßstraße 82, München-Maxvorstadt als Mitarbeiterin bei Alwin Seifert:

Grünanlagen mit kleineren Hochbauten der Führersiedlung, Linz

als Mitarbeiterin und Leiterin am Spezialkommissär für Instandsetzung und Wiederaufbau der TH München unter Leitung von Robert Vorhoelzer:

Mensa der Studentenschaft der TH München als Leiterin des Baubüros des Bayerischen Jugendsozialwerk:

1948–1951: Wohnheimsiedlung Maßmannplatz, München-Maxvorstadt mit Werner Wirsing 1950–1951: Westliche Erweiterung der Wohnheimsiedlung Maßmannplatz, München-Maxvorstadt mit Erik Braun, Wolfgang Fuchs, Herbert Groethuysen, Gordon Ludwig, Jakob Semmler und Werner Wirsing

mit Werner Wirsing:

1950–1951: Kindergarten, Lehrlingswohnheim und Jugendheim Don Bosco, Pegnitz mit Hans und Traudl Maurer 1952–1954: Mehrfamilienhaus Heßstraße 82, München-Maxvorstadt 1956–1957: Haus Wirsing, München-Forstenried 1956–1958: Musische Bildungsstätte Akademie Remscheid 1957–1959: Studentenwohnheim Geschwister Scholl Haus 1, München mit Jakob Semmler 1958–1960: Ferienhaus R., Lenno am Comer See um 1961: Eigene Ferienhütte „Kerschbaum“, Tirol 1960–1962: Haus und Atelier Gerg, Glonn-Haslach 1960–1962: Haus Bialas, Glonn-Haslach 1963–1964: Studentenwohnheim Geschwister Scholl Haus 2, München 1971: Ferienhaus Wirsing „Casa Alta“, Elba

Ehrungen Folgende Bauwerke sind Baudenkmäler und sind im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eingetragen:

Wohnheimsiedlung Maßmannplatz ist Baudenkmal von Maxvorstadt Mehrfamilienhaus mit Läden ist Baudenkmal von Maxvorstadt Haus Wirsing ist Baudenkmal von Forstenried

Filmografie

2021: Architekten und ihre Häuser: Werner Wirsing

Bücher

Erika und Ernst Brödner (Hg.): Technik in der Wohnung. H. Rinn Verlag, München 1955 mit Zeichnungen von Grete Wirsing

Einzelnachweise

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