mini|Innenansicht (2014) mini|Blick zur Orgel Die Evangelische Kirche Mergelstetten steht in Mergelstetten, einem Stadtteil von Heidenheim an der Brenz im gleichnamigen Landkreis von Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Heidenheim der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Geschichte Die Ersterwähnung einer dem heiligen Ulrich von Augsburg gewidmeten Kirche in Mergelstetten erfolgte 1252, als die Grafen Hartmann IV. und Albrecht von Dillingen Kirche und Dorf Merchelinestetin an das Kloster Herbrechtingen abtraten. Ab 1841 wurde der mittelalterliche Kirchenbau durch einen Neubau des Stuttgarter Architekten Carl Alexander Heideloff ersetzt. Kostenüberschreitungen während der Bauausführung erzwangen eine Reduktion des Bauprojekts, dessen Innenausbau nur mehr in Holz ausgeführt und dessen Turm mit geringerer Höhe vollendet wurde. Die Einweihung der noch unvollendeten Kirche fand am 10. November 1843 statt. Erst anlässlich der Restaurierung von 1965 erhielt die Kirche ihr ursprünglich geplantes Kreuzrippengewölbe.

Architektur und Ausstattung Die Mergelstetter Kirche ist eine in den Formen der Neugotik errichtete dreischiffige Emporenhalle mit polygonalem Chorschluss und Westturm. Der Kirchenbau schließt mit einem Stufengiebel ab, dem vergleichsweise niedrigen Kirchturm ist über einer vorkragenden Galerie ein hölzernes Oktogongeschoss mir Steilhelm aufgesetzt. Bedeutendster Ausstattungsgegenstand der Kirche ist der Kruzifixus des späten 15. Jahrhunderts aus der Schule von Tilman Riemenschneider.

Orgel mini|Orgelprospekt Bei Fertigstellung der Kirche erhielt sie eine von der Orgelbaufirma Gruol & Blessing aus Bissingen an der Teck erbaute Orgel von 19 Registern auf zwei Manualen und Pedal, die 1967 durch ein Instrument der Giengener Orgelmanufaktur Gebr. Link in siebenteiligem neuen Prospekt mit derselben Registeranzahl ersetzt wurde. Die Spieltraktur des Instruments ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch. Die Sachberatung hatte Helmut Bornefeld inne, der auch die optische Gestaltung übernahm. 2015 erfolgte eine Überholung durch Dirk Banzhaf. Die Orgel verfügt über folgende Disposition:Angaben zur Orgel auf der Website organindex.de I Hauptwerk C–g3 1. Gedacktpommer 16′ 2. Schwegel 8′ 3. Prinzipal 4′ 4. Rauschharfe II 4′ + ′ 5. Hohlflöte 2′ 6. Mixtur IV –VI ′ Tremulant II Brustwerk (schwellbar) C–g3 7. Rohrgedackt 8′ 8. Rohrflöte 4′ 9. Prinzipal 2′ 10. Hörnlein III ′ 11. Gemsnasat ′ 12. Zimbel IV ′ 13. Trompete 8′ Tremulant Pedal C–f1 14. Untersatz 16′ 15. Prinzipal 8′ 16. Basszink III ′ + ′ + ′ 17. Flöte 4′ 18. Rauschpfeife II 2′ + ′ 19. Posaune 16′ Tremulant Koppeln: II/I, I/P Spielhilfen: 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination Gruppenzüge: Tutti, Gesamtplenum 16′, Zungenplenum, Plenum Hauptwerk 8′, Plenum Brustwerk 8′, Kornett Brustwerk 8′, Plenum Pedal 16′, Zungeneinzelabsteller Pedal

Weblinks

Website der Kirchengemeinde Angaben zur Kirche auf der Website pro-organo

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Heidenheim an der Brenz Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Heidenheim Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Baden-Württemberg Kategorie:Kulturdenkmal in Heidenheim an der Brenz Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Ersterwähnung 1252 Kategorie:Erbaut in den 1840er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa