Das Queichtal ist ein Tal im Pfälzerwald. Es wird von der namensgebenden Queich durchflossen und stellt ein Kerbtal dar.

Lage Das Queichtal trennt den Wasgau vom Mittleren Pfälzerwald.Michael Geiger: Der Pfälzerwald im geographischen Überblick. In: Michael Geiger/Günter Preuß/Karl-Heinz Rothenberger (Hrsg.): Der Pfälzerwald. Porträt einer Landschaft. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau/Pf. 1987, S. 16. Unmittelbar südlich des Tals erstreckt sich das Dahner Felsenland. Die Queich selbst durchfließt nach ihrem Ursprung zunächst das Stephanstal, das Queichtal selbst beginnt innerhalb des Siedlungsgebiets von Hauenstein. Von dort aus zieht sich das zunehmend breiter werdende Tal zunächst östlich des Neding über Wilgartswiesen; unmittelbar nördlich erstreckt sich in diesem Bereich die Frankenweide. Weiter östlich liegen die Orte beziehungsweise Städte Rinnthal, Annweiler am Trifels, Albersweiler, Birkweiler und Siebeldingen, ehe das Tal westlich von Landau in der Pfalz in die Oberrheinische Tiefebene übergeht.

Der größte Teil des Tals liegt innerhalb des Landkreises Südliche Weinstraße, ein kleinerer Teil gehört zum Landkreis Südwestpfalz.

Geschichte Die Besiedlung des Tals begann im Frühmittelalter; ältester Ort ist Wilgartswiesen, der 828 erstmals erwähnt wurde.

Verkehr Die Bundesstraße 10 verläuft entlang des Queichtals und von Rinnthal bis kurz vor Annweiler zusätzlich die Bundesstraße 48. Die Bahnstrecke Landau–Rohrbach verläuft im östlichen Streckenabschnitt ebenfalls innerhalb des Tals und wird in diesem Bereich deshalb oft „Queichtalbahn“ genannt. Das Busliniennetz der Region wird von der Queichtal Nahverkehrsgesellschaft betrieben.QNV

Tourismus Das Tal gab dem Queichtalradweg seinen Namen.Jens Weinand: Queichtalradweg Aktualisierung: 13. Dezember 2023

Fälschliche Verwendung des Begriffs Obwohl das Queichtal im Bereich von Landau endet, wird der östliche Bereich des Queichverlaufs, der sich bereits innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene befindet, fälschlicherweise ebenfalls als Teil des Queichtals betrachtet. So wird die Bahnstrecke Germersheim–Landau gelegentlich als „untere Queichtalbahn“ bezeichnet. Ebenso existiert ein FFH-Gebiet mit dem Namen „Bellheimer Wald mit Queichtal“ bezeichnet, das jedoch komplett innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene liegt. Teilweise wird das Stephanstal, das Quelltal des Flusses, ebenfalls zum Queichtal hinzu gerechnet.

Literatur Hans Ammerich, Michael Martin: Die Erschließung des Queichtals durch die Eisenbahn. In: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz. 102 (2004), S. 267–280.

Einzelnachweise

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