mini|alt=alt=Anna Schudt (2023) mit mittellangem, blondem Haar, die ein braunes Hemd mit weißen Blumenmustern und schwarzen Punkten trägt. Anna Schudt trägt auffällige, große goldene Ohrringe und eine schwarze Tasche über der Schulter. Der Hintergrund des Bildes ist dunkel, und darauf sind teils lesbare Buchstaben sichtbar, die mit „VIE“ beginnen.|Anna Schudt (2023)

Anna Schudt (* 23. März 1974 in Konstanz) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin sowie International-Emmy-Preisträgerin. Einem breiteren Publikum wurde sie unter anderem in ihrer Rolle als Tatort-Kommissarin Martina Bönisch, die sie zwischen 2012 und 2023 spielte, bekannt. Neben zahlreichen Theaterinszenierungen wie Maria Stuart am Residenztheater München stand sie seit 2002 bislang in über 70 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Leben Herkunft und Ausbildung Anna Schudt, die ältere von zwei Töchtern aus der Ehe eines Biochemikers und einer Körpertherapeutin, wuchs in Konstanz-Egg auf. Erste Erfahrungen sammelte sie am Theater Konstanz. Schudt verließ das Gymnasium nach der elften Klasse und begann als 17-Jährige ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München.„Konstanzer TV-Star Anna Schudt: "Die Natur hält mich am Boden"“, Südkurier vom 2. April 2017, abgerufen am 31. März 2019„Emmy-Glanz am Bodensee: Was die Preisträgerin Anna Schudt mit Konstanz verbindet“, Südkurier vom 21. November 2018, abgerufen am 31. März 2019.

Theater 1994 wurde Schudt im Alter von 19 Jahren unter der Intendanz von Dieter Dorn festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Zwei Spielzeiten war sie an der Berliner Schaubühne engagiert und ab 2001 am Bayerischen Staatsschauspiel in München, wo sie u. a. die Louise in Schillers Kabale und Liebe und die Sonja in Onkel Wanja spielte. Zusammen mit den anderen Darstellerinnen aus dem Chor der kriegsgefangenen Frauen von Troja in Hekabe erhielt Schudt 2002 den Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels.

Ab Januar 2006 war Schudt als Maria Stuart im gleichnamigen Drama neben Juliane Köhler auf der Bühne des Residenztheaters des Staatsschauspiels in München zu sehen. Für ihre schauspielerische Leistung erhielt sie 2006 als Solo-Künstlerin erneut den Kurt-Meisel-Preis.

2010 gab sie die Anna Karenina am Düsseldorfer Schauspielhaus., RP Online vom 3. Juni 2010. Seit der Spielzeit 2024/25 ist sie Ensemblemitglied der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin.Anna Schudt bei der Schaubühne am Lehniner Platz, abgerufen am 1. Oktober 2026

Film und Fernsehen Seit 2002 steht Schudt auch regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Ihr Debüt gab sie unter der Regie von Diethard Klante an der Seite von Edgar Selge als heimliche Geliebte Margarete Boschinsky eines verheirateten Ehemanns im Fernsehdrama Im Chaos der Gefühle.

2006 übernahm Schudt neben Christian Berkel und Frank Giering als Kriminalkommissarin Anne Vogt eine der Hauptrollen in der ZDF-Krimiserie Der Kriminalist. Nach einer Staffel stieg sie wieder aus, weil sie sich nach eigenen Angaben nicht auf eine Rolle festlegen lassen wollte und sich unterfordert fühlte.Katharina Riehl: „Kommissarin für Dortmund-Tatort. Unter Männern“, Sueddeutsche.de vom 4. Februar 2012 Von 2008 bis 2011 spielte sie an der Seite von Michaela May in der ARD-Fernsehreihe Alles was recht ist die Staatsanwältin Dr. Nike Reichert.

mini|hochkant|alt= Anna Schudt beim Deutschen Fernsehpreis 2019 in der Düsseldorfer Rheinterrasse, die eine elegante Trophäe, den Deutschen Fernsehpreis, in den Händen hält. Die Trophäe ist rechteckig und aus transparentem Material wie Glas oder Kristall gefertigt, mit klaren Kanten und einer länglichen, prismatischen Form. Anna Schudt trägt ein schickes schwarzes Kleid, das durch einen weißen diagonalen Streifen verziert ist, der von der Schulter bis zur Taille verläuft. Der Hintergrund ist grau und mit dem Schriftzug „DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS“ versehen. Anna Schudts Haltung strahlt Stolz und Freude aus, was durch das Präsentieren der Trophäe verstärkt wird. Es ist eine feierliche und besondere Momentaufnahme.|Anna Schudt mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet (2019) Nachdem sie bereits seit 2004 in mehreren Folgen der ARD-Krimireihe Tatort gastiert hatte, bildete sie mit Jörg Hartmann von 2012 bis 2022 das Dortmunder Ermittlungsduo Faber und Bönisch. Sie entschied sich, nach zehn Jahren aus der Rolle auszuscheiden, und stirbt in der im Februar 2022 erstausgestrahlten Folge Liebe mich! den Serientod.„WDR stellt Team des neuen Tatort Dortmund vor – Vierköpfiges Ermittlerteam“ auf daserste.de, abgerufen am 15. Mai 2012 Von 2016 bis 2017 war sie gemeinsam mit Oliver Mommsen in der dreiteiligen ARD-Filmreihe Eltern allein zu Haus als Ehepaar Busche zu sehen, in der Folge Frau Busche übernahm sie die Titelrolle.

In der vierteiligen ARTE-Dokuserie Der Traum von der Neuen Welt verkörperte sie 2017 die Kinderärztin und Publizistin Hertha Nathorff. Im historischen ZDF-Fernsehfilm Zwischen Himmel und Hölle über den Beginn der Reformation in Wittenberg spielte sie im selben Jahr die Ehefrau des von Christoph Maria Herbst dargestellten Lukas Cranach. Für ihre Rolle als Komikerin Gaby Köster im Fernsehfilm Ein Schnupfen hätte auch gereicht wurde Schudt 2018 mit dem International Emmy Award als beste Schauspielerin ausgezeichnet und für den Deutschen Fernsehpreis 2018 nominiert.

2019 erhielt sie für ihre Darstellung in Aufbruch in die Freiheit den Bayerischen Fernsehpreis, DlfK, erschienen und abgerufen am 25. Mai 2019. und eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin.Nominierungen auf deutscher-fernsehpreis.de, abgerufen am 1. Februar 2019 2022 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals für besondere Verdienste um den Fernsehkrimi gewürdigt.

Privates Anna Schudt ist seit 2010 mit dem Schauspieler Moritz Führmann verheiratet. Mit ihm hat sie zwei Söhne; ein weiterer Sohn entstammt einer früheren Beziehung mit Jens-Daniel Herzog, dem Intendanten am Staatstheater Nürnberg. Die Familie lebt in Düsseldorf.

Filmografie (Auswahl) Filme

Fernsehserien und -reihen

Theater (Auswahl) 2001: Anton Tschechow: Onkel Wanja, Regie: Barbara Frey, Bayerisches Staatsschauspiel 2001: Friedrich Schiller: Kabale und Liebe, Regie: Franz Xaver Kroetz, Münchner Kammerspiele 2006: Friedrich Schiller: Maria Stuart, Regie: Amelie Niermeyer, Bayerisches Staatsschauspiel 2009: Ein Mond für die Beladenen, Regie: Thomas Langhoff, Bayerisches Staatsschauspiel 2010: Lew Tolstoi: Anna Karenina, Regie: Petra Luisa Meyer, Düsseldorfer Schauspielhaus 2024–2025: Maja Zade: changes, Regie: Thomas Ostermeier, Schaubühne Berlin

Hörspiele (Auswahl) 1996: Johanna – Vision/War/Death von Ali N. Askin und Markus Vanhoefer, Regie: die Autoren, Bayerischer Rundfunk 1996: Die Brautjungfer von Ruth Rendell, Regie: Otto Düben, Süddeutscher Rundfunk 2008: No Go Area. Vorläufiger Bericht aus dem Außen von Friedemann Schulz, Regie: Ulrich Lampen, Hessischer Rundfunk 2012: Born a fox – Als Fuchs geboren von A. L. Kennedy, Regie: Iris Drögekamp, Südwestrundfunk 2013: Olivia – Manchmal kommt das Glück von ganz allein von Jowi Schmitz, Regie: Kirstin Petri, Südwestrundfunk Fotos von den Hörspielaufnahmen bei swr.de, abgerufen am 7. Dezember 2013 2024: The Belles. Fantasy-Hörspiel-Serie nach Dhonielle Clayton. Hörspiel. WDR 2025: Felix Engstfeld und Nina Meyer: MONOS · Die Gefängnisinsel - Thriller-Hörspiel-Serie, (Hörspiel - ARD)

Hörbücher (Auswahl) 2015: Ingrid Noll: Der Mittagstisch, Diogenes Verlag/Audible, ISBN 978-3-257-80364-8 2022: Juli Zeh: Über Menschen, der Hörverlag, ISBN 978-3-8445-4678-1 2022: Katharina Adler: Iglhaut, Argon Verlag, ISBN 978-3-8398-1964-7 2023: Dora Heldt: Drei Frauen und ein falsches Leben, Hörbuch Hamburg & BookBeat, ISBN 978-3-8449-3443-4 (Die Haus am See-Reihe 3)

Weblinks

Anna Schudt bei der Agentur Schlag

Einzelnachweise

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