mini|Motiv aus Běhánky mini|Flurkarte von Pyhanken (Běhánky) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mini|Historische Ortsansichten von Běhánky mini|Schrifttafel am Kudlichdenkmal Běhánky ( Pihanken, früher auch Pyhanken) ist einer der sieben Ortsteile (Katastralbezirke) der Stadt Dubí (deutsch Eichwald) im Okres Teplice in Tschechien.

Geographische Lage Der Ort liegt am Südfuß des Erzgebirge, knapp fünf Kilometer nordwestlich der Bezirksstadt Teplice.

Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1487.Český statistický úřad. Historický lexikon obcí České republiky 1869–2005. Praha: Český statistický úřad, 2006. 760 s. Dostupné online. ISBN 80-250-1310-3. S. 410, 411. Der Ort war den größten Teil seiner Geschichte eine kleine landwirtschaftliche Siedlung, die die benachbarte Stadt Teplitz mit Obst und Gemüse versorgte. Der Wandel kam erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als sich hier in großer Zahl Arbeiter niederließen, die in den nahegelegenen Fabriken und Bergbauunternehmen arbeiteten.

Ab 1938/39 war Pihanken Ortsteil von Schüttenitz und lag im Reichsgau Sudetenland, Landkreis Teplitz-Schönau, Regierungsbezirk Aussig. Hier lebten im Jahre 1939 2425 Einwohner.Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Ergänzungsband: Ostmark, Sudetengau, Memelland. Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1940, S. 304. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges mussten die meisten deutschen Bewohner des Ortes diesen zwangsweise räumen und die Tschechoslowakei verlassen. Im Jahre 1950 wurde Běhánky mit Bystřice und Drahůnky zur Gemeinde Horská Bystřice fusioniert und 1960 nach Dubí eingemeindet.

Sport Der DSV Pihanken spielte in der Gauliga Sudetenland 1938/39.

Sehenswürdigkeiten Neruda-Brunnen Steintisch (Kamenný stůl) Denkmal für Jan Hus auf dem Hus-Hügel bei Běhánky Am Kudlichdenkmal auf dem Wacholderberg (Jalovčiny, 383 m) beim Ortsteil Neudörfel (Nova Ves) der Stadt Teplitz (Teplice) gibt es eine Schrifttafel mit dem Schriftzug Pihanken.

Söhne und Töchter der Gemeinde Horst Seemann (1937–2000), Filmregisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Komponist, galt als einer der renommiertesten Filmregisseure der DDR.

Literatur Beschreibung von Teplitz und seinen mahlerischen Umgebungen. Ein Taschenbuch für Brunnengäste und Reisende. Nebst dem Gebrauch der Bäder, besonders der Gartenquelle, einem vollständigen Häuserverzeichnisse. 1818, S. 28. Stadt und Kreis Teplitz-Schönau, unsere unvergessene Heimat. 1994.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Okres Teplice Kategorie:Dubí Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien Kategorie:Gemeindeauflösung 1950