mini|Heiko Plank mit seinem Instrument plank 2023 Heiko Plank (* 1964 in Kaiserslautern) ist ein Komponist, Improvisationsmusiker, Klangkünstler und Instrumentalist aus Deutschland sowie der Erfinder des elektro-akustischen Musikinstruments „plank“. Er lebt in Heidelberg.
Leben Jugend und Ausbildung mini|Heiko Plank 1998, Live-Konzert im Jugendzentrum Kaiserslautern
Heiko Plank lernte ab 15 Jahren Gitarre. Schon als Schüler trat er regelmäßig solo und mit verschiedenen Formationen in Kaiserslautern auf. Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte er eine handwerkliche Lehre und gleichzeitig ein berufsbegleitendes Studium für Orchesterleitung an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen. Nach dem Musikstudium (Wolfgang Lendle, Saarbrücken) trat Plank zunächst als Solist und in verschiedenen Duo-Formationen (Hexachord, HP2) in der Region um Kaiserslautern auf.Andreas Keller: Das Lauterer Jugend- und Programmzentrum wird 20. Gern gesehener Gast: Heiko Plank. In: Die Rheinpfalz. 28. April 2001.
Beginn der professionellen Laufbahn 1995 begleitete er die AZet Dance Company des Choreographen Anselmo Zolla auf eine bundesweite Tournee.Birgit Adler: Rezension des Stücks „Querer“ der der AZet Dance Company. In: Saarländischer Rundfunk, S2-Aktuell, 27. März 1996.Sabine Tholund: AZet Dance Company im Werftpark-Theater. In: Kieler Nachrichten. 18. März 1996. 1997 gründete er mit Frank Claus das Tonstudio und Label „Acoustic Arts / AL-Tonstudios“. Mit dem Schlagzeuger Roland Weimer verband Plank von 2000 bis 2010 die Duo-Kooperation Roter Stein.Claus Götz: Einsame Spitzenklasse. Roter Stein. In: Allgemeine Zeitung Mainz. 17. März 2003. Von 1993 bis zu seiner Übersiedlung in den Odenwald 2014 führte er regelmäßig neue Kompositionen für das Festival „Lange Nacht der Kultur Kaiserslautern“ auf.Heiko Plank, THING für plank und DAW (Digital Audio Work Station). In: Lange Nacht der Kultur Kaiserslautern 16.–1. Juni 2012 im Jahr der Begegnung, hrsg. vom Kultursommer Rheinland-Pfalz und dem Referat Kultur der Stadt Kaiserslautern, S. 72–73. Im Auftrag der Stadt Kaiserslautern gestaltete er 2006 und 2007 die „Gitarren Dialoge“ mit Wolfgang Lendle und David Qualey.
Das Musikinstrument „plank“ und Komposition „Blautopf“ Parallel zu seiner künstlerischen Arbeit setzt sich Plank mit der Weiterentwicklung des Instruments Gitarre auseinander. 1995 erfand und vermarktete er den „Plankschen Gitarrenständer“. 1999 wurde er Endorser für die Gitarren von Yamaha. 2006 entwickelte er ein neues, ergonomisch geformtes, achtsaitiges elektro-akustisches Zupfinstrument, das er plank nannte, unter Markenschutz stellen ließ und zur Patentierung anmeldete.Patent Nr. 10 2007 033 201, erteilt 2016 vom Deutschen Patent- und Markenamt.Jörg Heyd: Gitarrenvisionen aus der Pfalz: Heiko Plank hat ein neues 8-saitiges elektro-akustisches Solisteninstrument konstruiert. In: Instrumentenbau. Fachzeitschrift für Musikinstrumente Nr. 3–4 / 2009, S. 25. Es produziert einen voluminösen Klang ähnlich dem einer akustischen Gitarre, hat jedoch einen höheren Ambitus sowohl in die Tiefe als auch in die Höhe. Dies ermöglicht eine Verbindung instrumentaler Virtuosität mit Live-Elektronik, die er im Forschungsprojekt mp3-Konzertarchiv mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Kaiserslautern für ein Konzert in der Fruchthalle Kaiserslautern erstmals anwendete.Neue Musik und Inszenierung in Kaiserslautern. Analog Digital MP3-Konzertarchiv, Fruchthalle, 9. März 2005. In: KulturPlus, hrsg. vom Referat Kultur der Stadt Kaiserslautern, Ausgabe Juni 2005, S. 8–11.Sigrid Konrad: Mischprogramm – Porträtkonzert – Klangwiese. Neue Musik und Inszenierung in Kaiserslautern. In: Positionen. Beiträge zur Neuen Musik Nr. 63, Mai 2005, S. 51. Sein Werk Palingenesis für plank solo und live-elektronische Klangbearbeitung präsentierte Plank erstmals auf Einladung von Llorenc Barber 2006 im Círculo de Bellas Artes in Madrid.Concierte Escena contemporánea: Ciclo „Sobre el sol naciente y otros nacimientos“. Concierto „La guitarra: olvidos y libertades“, de Llorenc Barber. Primera Parte: Heiko Plank (Alemania). Guitarra y electroacústica o el acaso como aprendizaje, Sala de Columnas, 4 planta, mércales, 15 de febrero, 2006. In: Programación de actividades del Círculo de Bellas Artes de Madrid, hrsg. von der Comunidad de Madrid, Ausgabe Febrero 06, S. 7.
2007 wurde die plank erstmals in Deutschlandradio Kultur vorgestellt,Kultursendung aus dem Pfalztheater. In: Die Rheinpfalz. 14. Juni 2007. sowie 2008 auf der Messe „My Music“ in Friedrichshafen.Sieghard Bródką: Kaufmesse mit Konzerten und Kursen. Zweite Musikmesse „My Music“ in Friedrichshafen hinterlässt positiven Eindruck. In: neue Musikzeitung nmz, Nr. 12/08-1/09, S. 15. Ebenfalls 2008 wurde Heiko Plank als Zupfinstrumentenmacher in der Handwerkskammer der Pfalz eingetragen. 2014 wurde die plank im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern präsentiertArt and Taste: "Eine 'plank'-Gitarre - Weltneuheit aus der Pfalz". In: kunstportal-pfalz.de, 2014. und für den Hauptpreis „Kunsthandwerk“ des Bezirksverbands Pfalz nominiert.Plank, Heiko, Gitarre „Plank – Modell 2013“, Wurzel-Ahorn, Ebenholz. In: Pfalzpreis für das Kunsthandwerk 2014. Katalog zur Ausstellung im Theodor-Zink-Museum / Wadgasserhof, Kaiserslautern, vom 27. Oktober bis 23. November 2014, hrsg. von der Handwerkskammer der Pfalz, S. 37 und 39. 2015 präsentierte Plank sein Instrument auf der Messe „Make Rhein-Main. Bended Realities“ in Offenbach. Bis 2026 wurden aktuelle Modelle der plank regelmäßig auf den internationalen Musikmessen Guitar Summit in Mannheim und "Akustika" in Nürnberg präsentiert. 2023 entwickelten Plank und Tobias Scheller eine neue Gitarrenmechanik für das Instrument plank, die auch im Gitarrenbau Anwendung findet, – eine Crossover-Welle für geschlossene Kopfplatten für Nylon- und Stahlsaiten namens „P-Welle“.Aktuelle Januar 2023. bei gitarrenmechaniken.com.mini|Musikinstrument plank, Modell 2022, mit Wurzelständer
Im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes und der Villa Musica Rheinland-Pfalz vollendete Plank 2009 sein 2006 begonnenes Werk Blautopf, eine virtuelle Klangreise durch ein Tropfsteinhöhlensystem entlang des Flusses Blau, live dargeboten auf der plank mit Digital Audio Work Station. Es folgten zahlreiche Aufführungen in Süddeutschland (Kunst.Raum34 Stuttgart 2006,Heiko Plank. Musik für Hybridgitarre. Akustikgitarre/Computerelektronik. 1. Dezember 2006. In: 2006 Klangraum, hrsg. vom Kunst.Raum34, Stuttgart, 2006, S. 2. Stadthaus Ulm 2007,Pierre La Qua: Unwirklicher Klangraum. Heiko Plank präsentierte „The Plank“. In: Südwest Presse, 6. August 2007. Darmstädter Gitarrentage 2008,Jörg Monzheimer: Klangzauber mit Augustin de la Fuente. Darmstädter Gitarrentage bieten Flamenco, Bach, Barock und Experimentelles. In: Darmstädter Echo. 5. Dezember 2008, S. 17.Christian Chur: Gelungene Saiten. Gitarrentage. Klassische und experimentelle Klänge überzeugen. In: Darmstadtädter Echo. 16. Dezember 2008. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt 2011Heiko Plank. Blautopf (2011). In: Berührungen über das (Nicht-)Verstehen von neuer Musik. 65. Frühjahrstagung des INMM in Darmstadt 27.–30. April 2011, hrsg. vom Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt, S. 30–31 und S. 68–69.) und erste Einladungen für Solo-Performances nach Spanien (Festival „Nits d’aielo i art 2007“ in Aiello de MalferitHeiko Plank "Blautopf". In: Nits d’Aieolo I Art in dulcis giubilo 10. Febrer 23/24 2007. Festival internacional nits d’aielo I art X edició. Dirección artistica Llorenc Barber, hrsg. Ajuntament d’Aielo deMalferit, 2007, S. 16.), Wien (3raum-anatomietheater 2009turntablism / electronics. Alexandre Belanger (F): Records Recycling, Heiko Plank (D): Blautopf. 3raum-Anatomietheater Wien, in: Reihe experimenteller, elektronischer und szenischer Musik, im Rahmen des Kongresses "Zwischen Bearbeitung und Recycling. Musik und Postmoderne 21.-25. April 2009, hrsg. von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 2009, S. 2–5.) und Italien (Ancona, Festival Adriatico Mediterraneo).
Gemeinsam mit den Komponisten Dieter Schnebel und Dieter Torkewitz gestaltete Plank mit seiner Komposition Blautopf die ersten „Electronic Concerts“ im ZKM / Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und in der Fruchthalle Kaiserslautern 2009.Rudolf Frisius: diesseits und jenseits des Konzerts. Das „Electronic Concert I in der Fruchthalle Kaiserslautern“. In: Neue Zeitschrift für Musik. Nr. 6-2009, November / Dezember 2009, S. 68–89.
In seiner Heimatregion trat Heiko Plank 2014 mit Nils Petter Molvær beim Festival „Palatia Jazz“Heiko Plank (Germany) solo. Nils Petter Molvaer Quartet (Norway) „Switch / CD Release. 16. August 2014, Park der Villa Wieser in Herxheim“, in: palatia jazz. Das internationale Jazzfestival der Pfalz an historischen Orten 2014, hrsg. von S.Y.M. GmbH Deidesheim, S. 36–37., mit Claus Boesser-Ferrari beim Jetztmusik Festival in der Alten Feuerwache MannheimLaborkonterspiel. Claus Boesser-Ferrari (Gitarre), Heiko Plank (plank), Joss Turnbull (Schlagzeug), Duo Mental Bend mit Sissi und Hendrik Havekost (Bass, Synthesizer und Loopstation) und Max Negrelli (Licht). 2. April 2014, Alte Feuerwache Mannheim. In: Jetztmusik Festival 14, hrsg. von Henninger & Forgacs GbR in Kooperation mit Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region, 2014, S. 25., 2021 mit Johannes Tonio Kreusch, 2016 mit Don Ross im Kulturzentrum „Das Haus“ in Ludwigshafen, 2017 mit Antonia Jiménez und Giovanni Seneca in der Fruchthalle Kaiserslautern oder 2019 mit Ralf Gauck auf der I’m Sound Stage der Guitar Summit Mannheim auf.
Internationale Karriere Für den italienischen Popsänger Roberto Tardito vertonte Heiko Plank 2010 dessen Titel Laika.Der von Heiko Plank komponierte Song "Laika" wurde auf der CD "se fossi Dylan" von Roberto Tardito veröffentlicht, die 2010 erschien (produziert im "Artepovera Studio" in Turin, Vertrieb: CD BABY, Portland OR, USA.) Daraufhin wurde er zu einer Konzertreise nach Italien eingeladen. Im Jahr 2012 folge eine erste Tournee durch Italien mit Stationen in Ancona beim Festival Adriatico Mediterraneo, Tresivio, Belforte del Chienti und bei den Festivals Arcevia Jazz Feast und Paesaggi Acustici in Garrufo bei Sant’Omero.Concerto Heiko Plank. Il suono al centro del materiale. 2 agosto. In: Ar(t)cavia international art festival 4. August – 30. September 2012, hrsg. von Comune di Arcevia, 2012, S. 4. Mit Edoardo Bignozzi und Tommi Caggiani gastierte er beim internationalen Gitarrenfestival in Bracciano, Italien,Heiko Plank. Edoardo Bignozzi. Tommy Caggiani. 27 luglio, Chiostro degli Agostini. In: International Guitar Night, 5e edizione 2019, hrsg. von Edoardo Bignozzi, 2019. und 2021 beim Festival Ni CaJazz! in Alcandre, Spanien.Heiko Plank. Guitar Night Concert 4th July 2021. Plaza del Pueblo Alcandre. In: Ni CaJazz! Festival. IX edición, 2021, hrsg. von Ayuntamiento de Alcandre, 2021.