Champigny-sur-Marne ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ), etwa 16 Kilometer südöstlich des Zentrums von Paris, in einer Schleife des Flusses Marne gelegen. Die Einwohner werden Campinois genannt.
Stadtviertel Champigny-sur-Marne besteht aus 12 Stadtvierteln:
Bevölkerung Champigny-sur-Marne ist die drittgrößte Stadt im Département Val-de-Marne. In ganz Frankreich liegt der Ort in Bezug auf die Bevölkerungszahl auf Platz 59. Etwa 54 % der Einwohner sind 39 Jahre oder jünger. Damit ist Champigny-sur-Marne eine Stadt mit einer relativ jungen Bevölkerung.
mini|St. Saturninus
Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung von Champigny fand unter der Herrschaft von König Philipp I. statt. Im Hundertjährigen Krieg wurde die Burg von Champigny zerstört. Während des Deutsch-Französischen Krieges, als Paris seit dem 18. September 1870 von deutschen Truppen umzingelt war, wurden von der französischen Armee mehrere Versuche unternommen, die feindliche Umklammerung zu durchbrechen. Einer dieser Versuche, der größte, fand zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember 1870 in der Schlacht von Champigny statt. Die Bevölkerung, die Anfang September 1870 nach Paris evakuiert worden war, kehrte nach dem Waffenstillstand im Februar 1871 zurück und fand ein völlig verwüstetes Dorf vor.
Religionen In Champigny-sur-Marne bestehen fünf katholische Pfarreien, die alle zum Bistum Créteil gehören: Herz Mariä (Coeuilly), St. Josef (Tremblay), St. Saturninus (Monument historique), St. Bernadette und St. Maria (Le Plant).
Verkehr Die Stadt verfügt über einen Bahnhof Les Boullereaux-Champigny an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse. Dieser wird von der RER-Linie E (Linienzweig E4) bedient. Es gibt eine weitere Station mit dem Namen Champigny im Netz der RER auf der Linie A (Linienzweig A2). Diese liegt am anderen Ufer der Marne in der Stadt Saint-Maur-des-Fossés.
Sehenswürdigkeiten Siehe: Liste der Monuments historiques in Champigny-sur-Marne
Städtepartnerschaften Bernau bei Berlin, Deutschland, seit 1962 Rosignano Marittimo, Italien, seit 1963 Musselburgh, Vereinigtes Königreich Jalapa, Nicaragua, seit 1983 Alpiarça, Portugal, seit 2006
Persönlichkeiten In Champigny geboren Étienne Brûlé (1592–1633), Entdecker Henri Émile Vollet (1861–1945), Maler Albert Thomas (1878–1932), Politiker Georges Wilson (1921–2010), Schauspieler Raymond Argentin (1924–2022), Kanute Claude Brugerolles (1931–1978), Radrennfahrer Stéphane Bruey (1932–2005), Fußballspieler Guy Bontempelli (* 1940), Autor und Übersetzer Romain Brizemur (* 1970), Gitarrist Samuel Benchetrit (* 1973), Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Schriftsteller Camille Raymond (* 1976), Schauspielerin Mickaël Alphonse (* 1989), Fußballspieler Kévin Le Roux (* 1989), Volleyballspieler Billy Ketkeophomphone (* 1990), Fußballspieler Jordan Lefort (* 1993), Fußballspieler Jeff Reine-Adélaïde (* 1998), Fußballspieler Cyréna Samba-Mayela (* 2000), Hürdenläuferin Yoann Cathline (* 2002), Fußballspieler Cheick Keita (* 2003), französisch-malischer Fußballspieler Maelys Mpomé (* 2003), Fußballspielerin Narcisse Ngoy (* 2004), Basketballspieler Mary-Ambre Moluh (* 2005), Schwimmerin Kyllian Antonio (* 2008), Fußballspieler Tylel Tati (* 2008), französisch-senegalesischer Fußballspieler
Mit Champigny verbunden Jacques Inaudi (1867–1950), italienischer Kopfrechenkünstler, in Champigny-sur-Marne gestorben Madame Polaire (1874–1939), Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin, starb 1939 in Champigny-sur-Marne und wurde dort beerdigt Georges Marchais (1920–1997), Politiker und Gewerkschafter, Chef der Kommunistischen Partei Frankreichs von 1972 bis 1994, in Champigny-sur-Marne begraben Alain Mimoun (1921–2013), Marathonläufer und Veteran des Zweiten Weltkriegs, wohnte in Champigny-sur-Marne Michel Pêcheux (1938–1983), Linguist und Philosoph, in Champigny-sur-Marne gestorben
Literatur
Weblinks
Offizielle Homepage der Stadt
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Île-de-France
Kategorie:Stadt in Frankreich Kategorie:Ort an der Marne