mini|Marjan Lex (Wilhelm Willinger, um 1935) Marianne Elisabeth „Marjan“ Lex (* 13. März 1914 in Beuthen; † 24. Juni 1960 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Wirken Die Tochter des Kaufmanns Wilhelm Lex und seiner Frau Gertrud, geb. Poralla,Archiwum Państwowe w Katowicach, Geburtsregister Standesamt Beuthen O.S., Nr. 349/1914. besuchte ein Realgymnasium und ließ sich anschließend von Erich H. Altendorf und Ernst Pröckl zur Schauspielerin ausbilden. Nachdem sie zunächst vier Monate an der Wiener Kleinkunstbühne „Der liebe Augustin“ aufgetreten war, wurde sie von 1933 bis 1935 an die Kammerspiele der Josefstadt verpflichtet. Zwischenzeitlich stieß die Schlesierin in Wien zum Film und wirkte in drei Produktionen der Atlantis-Film mit.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Marjan Lex, R 9361-V/111201 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). 1936 setzte sie ihre Karriere in Berlin fort, wo sie weiterhin in kleinen Rollen vor der Kamera stand, mal als Sekretärin, mal als Zofe oder Blumenmädchen. 1941 verabschiedete sie sich mit dem ersten deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten von der Leinwand, ehe sie im Rahmen der Truppenbetreuung zu Wehrmachtstourneen eingesetzt wurde.Bundesarchiv, Akten der Reichskulturkammer, Amt Truppenbetreuung, R 9361-V/3508 (vgl. Eintrag im Archivportal-D).
Marjan Lex war von 1941 bis zur Scheidung 1946 mit dem Bankangestellten Dietrich StrickerLandesarchiv Berlin, Familienbuch Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 739/1941 (vgl. Namensverzeichnis zum Familienbuch 1941–42; PDF; 29 MB). und von 1952 bis zu ihrem Tod mit Karl Auersbach, dem ärztlichen Leiter der Lungenklinik Heckeshorn verheiratet, mit dem sie in einer Villa in Berlin-Wannsee lebte. Sie starb 1960 im Alter von nur 46 Jahren im Krankenhaus Moabit.Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Tiergarten von Berlin, Nr. 1171/1960 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).
Filmografie 1935: Lockspitzel Asew 1935: Der Kosak und die Nachtigall 1935: Eva 1936: Die Liebe des Maharadscha 1936: Truxa 1937: Die Seitensprünge des Herrn Blohm (Kurzfilm) 1937: Wie der Hase läuft 1937: Oh, diese Ehemänner (Kurzfilm) 1938: Petermann ist dagegen 1938: Die Umwege des schönen Karl 1938: Ida (Kurzfilm) 1938: Der Blaufuchs 1939: Hallo Janine 1939: Die fremde Frau 1939: Ihr erstes Erlebnis 1939: Eine Frau wie Du 1940: Das leichte Mädchen 1941: Frauen sind doch bessere Diplomaten
Literatur Künstler-Almanach für Bühne und Film. Band 8. Wilhelm Ritter Verlag, Berlin 1936/37, , S. B 89. Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 989.
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Einzelnachweise
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