mini|St. Georg mini|Ehemaliger Pfarrhof

Geckenheim (fränkisch: GägniE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 66. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gęgni“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weigenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Geckenheim hat eine Fläche von 4,946 km². Sie ist in 501 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9871,75 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Hasenmühle.

Lage Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Mühlbachgraben und Riederbach, die zum Hammerstadelbach zusammenfließen (im Unterlauf Holzbach genannt). Die Kreisstraße NEA 41 führt nach Gollhofen zur Staatsstraße 2419 (3,3 km westlich) bzw. nach Weigenheim (1,6 km östlich). Die Kreisstraße NEA 43 führt nach Reusch (1,9 km nordöstlich) bzw. nach Uffenheim zur Staatsstraße 2256 (2,5 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde 1155 als „Geckenheim“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gacko.E. Fuchshuber: Landkreis Scheinfeld, S. 66ff. Von 1520 bis 1783 unterstand Geckenheim den Herren von Hutten.siehe Geckenheim auf der Website weigenheim.de Ende des 18. Jahrhunderts gab es 24 Anwesen, drei von diesen hatten das Rothenburger Dominikanerkloster als Grundherrn.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 285.

Von 1797 bis 1808 unterstand Geckenheim dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Geckenheim dem Steuerdistrikt Bergtheim zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Geckenheim, zu der Frankenberg (als Exklave), Hasenmühle und Julianahof gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Uffenheim für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 12,694 km². Am 1. Juli 1972 wurde Geckenheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weigenheim eingegliedert.

Baudenkmäler In Geckenheim gibt es zehn Baudenkmäler: Haus Nr. 11, Nr. 33, Nr. 52: Wohnstallhäuser Haus Nr. 15: Ehemaliger Pfarrhof mit Scheune Haus Nr. 17: Schulhaus Haus Nr. 19: St. Georg, evangelische Kirche mit Kirchhofmauer Haus Nr. 21: Ehemaliges Frankenbergsches Amtshaus Haus Nr. 39: Ehemaliges Gasthaus zum Schwarzen Adler mit Fachwerkscheune Friedhofsmauer Steinkreuz

Bodendenkmäler In der Gemarkung Geckenheim gibt es drei Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Geckenheim Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 314 298 311 305 306 298 318 280 312 277 286 275 283 269 274 290 288 262 228 392 358 313 225 183HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 61 53 53 55 53 58 59 53 53 Quelle Für die Gemeinde Geckenheim zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Frankenberg (S. 27) und Haasenmühle (S. 34). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde zu diesem Zeitpunkt 300 Einwohner.

Ort Geckenheim Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 234 240 234 213 228 216 227 283 191 160 137Häuser 44 41 45 46 46 46 44 36Quelle

Religion Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Georg und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 66.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Weigenheim) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1155 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim