mini|Die katholische Filialkirche Maria Königin in Erzhausen mini|Innenraumansicht mini|Lourdesgrotte im Außenbereich

Die römisch-katholische Filialkirche Maria Königin ist ein im Stil der Moderne errichtetes Kirchengebäude in Erzhausen, einer Gemeinde im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Kirchengemeinde gehört zur Pfarrei „Hl. Familie Langen-Egelsbach-Erzhausen“ in der Region Mainlinie im Bistum Mainz.

Geschichte Nach dem Zweiten Weltkrieg verzeichnete Erzhausen aufgrund des Zuzugs vieler Heimatvertriebener aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches ein starkes Bevölkerungswachstum. Infolgedessen nahm auch die Anzahl der Katholiken im Ort sprunghaft zu. Da Erzhausen protestantisch geprägt war und noch nicht über ein katholisches Gotteshaus verfügte, kam in der Diaspora-Gemeinde schnell der Wunsch auf, den Plan eines eigenen Kirchenbaus alsbald zu verwirklichen. Seit 1952 gehörte die örtliche Kirchengemeinde als Filiale zu Egelsbach, weshalb die meisten katholischen Gläubigen zum Gottesdienstbesuch zuvor den Fußweg in den Nachbarort auf sich nehmen mussten.

Schon bevor die Kirche Maria Königin erbaut war, gestattete die evangelische Gemeinde den Katholiken im März 1952 die Mitnutzung ihrer Pfarrkirche. 1955 begannen die Bauarbeiten zum Kirchenneubau weitestgehend in baulicher Selbsthilfe; die Baumaterialien wurden gespendet oder aus der alten Notkapelle in Egelsbach wiederverwendet. Nach der ersten Messfeier in Erzhausen an Weihnachten 1955 wurde die Filialkirche Maria Königin am 8. Januar 1956 geweiht.

In den folgenden Jahren wurden Kirche und Kirchengelände mehrfach umgestaltet und verschönert. 1965 wurde im Außenbereich eine Lourdesgrotte angelegt, die 2016 erneuert wurde. Das heutige Buntglasfenster im Altarraum wurde 1983 eingebaut. Im Jahr 2013 wurden das Eingangsportal der Kirche erneuert und eine Werktagskapelle im Foyer geschaffen. 2017 folgte die Neugestaltung des Chorraums, die mit der Aufstellung eines massiven Steinaltars einherging. Der neue Volksaltar wurde am 19. November 2017 vom Mainzer Weihbischof Udo Markus Bentz geweiht.

Orgel Die Digitalorgel der Kirche wurde vom niederländischen Orgelbauunternehmen Johannus in Ede gebaut.

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