Anna Elisabeth Wiede (* 20. Dezember 1928 in Berlin; † 16. Juni 2009 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin, Dramaturgin und Übersetzerin. Leben
Als Tochter eines Werkzeugmachers besuchte Anna Elisabeth Wiede die Oberschule und arbeitete danach als Redakteurin in München.Günter Albrecht (Hrsg.): Schriftsteller der DDR. 2. Auflage, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1975, , S. 188–189. Im Jahre 1955 übersiedelte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter Hacks in die DDR. Gemeinsam mit Hacks übersetzte sie 1956 als erste Arbeit im neuen Staat für Bertolt Brechts Berliner Ensemble das Stück The Playboy of the Western World (dt. Der Held der westlichen Welt) von John Millington Synge. Ihr erstes Werk für Kinder war in den 1950er Jahren Das Untier von Samarkand, das ein großer Erfolg wurde. Für dieses dramatische Märchen erhielt sie im Jahre 1957 vom Ministerium für Kultur der DDR einen Preis zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur, den sie in einem Preisausschreiben gewann.
In Berlin arbeitete sie mit Bertolt Brecht und schrieb Erzählungen für Kinder, die in Sammelbänden veröffentlicht wurden.Untierbändigerin – Anna Elisabeth Wiede gestorben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Juni 2009. Zudem wurden ihre Stücke als RundfunkhörspielVgl. Anna Elisabeth Wiede. In: ARD-Hörspieldatenbank, abgerufen am 18. Juni 2025. oder SchallplattenbearbeitungVgl. Die Sonnenuhr (1963). In: Discogs, abgerufen am 18. Juni 2025. adaptiert.
Lange Zeit lebte Anna Elisabeth Wiede sowohl in Berlin, wobei sie die gemeinsame Wohnung in der Schönhauser AlleeHorst Laube: Peter Hacks (= Friedrichs Dramatiker des Welttheaters; 68). Friedrich, Velbe, 1972, , S. 12. Auch: dtv, München, 1976, . nach Hacks’ Tod aufgegeben hatte, als auch in Groß Machnow. Die letzten Lebensjahre war Wiede in Berlin-Prenzlauer Berg ansässig, wo sie 2009 80-jährig einem Krebsleiden erlag. Ihr Grab, sowie das ihres Ehemanns Peter Hacks, befindet sich auf dem Friedhof II der Französisch-Reformierten Gemeinde in der Liesenstraße in Berlin-Mitte.
Werke Das Untier von Samarkand, 1957 Die Sonnenuhr, 1958 Heiraten ist immer ein Risiko, 1963, als Saul O’Hara Die Abenteuer des Simplizius Simplizissimus, 1969 Die Ratten von Hameln 1959 (Uraufführung 1979 in Greifswald, Regie: Manfred Dietrich, Bühne: Mathias Stein) Ein Freund der Wahrheit nach Wycherley als Übersetzung und Adaption (Uraufführung Spielzeit 1969/70 Deutsches Theater Göttingen, DDR-Erstaufführung 1986 in Greifswald, Regie: Manfred Dietrich) Die stille Pauline. Und andere märchenhafte Geschichten, Berlin (Eulenspiegel-Verlag) 2007 St. Brendans Eiland, 2008
Hörspiele 1955: Die Sonnenuhr – Regie: Benno Schurr, Klaus Friedrich (Kinderhörspiel – Südwestfunk) 1956: Aus den Erinnerungen des Zauberferkels Adalbert (mit Peter Hacks und James Krüss) – Regie: Benno Schurr, Klaus Friedrich (Kinderhörspiel – Südwestfunk) 1956: Das Zauberferkel Adalbert (mit Peter Hacks) – Regie: [unbekannt] (Kinderhörspiel – Südwestfunk) 1961: Die Sonnenuhr – Regie: Flora Hoffmann (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR; Übernahme durch Litera, 1963) 1963: Das Untier von Samarkand – Regie: Flora Hoffmann (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
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