Die Bahnstrecke Loudun–Châtellerault ist eine 51 km lange, eingleisige Bahnstrecke in dem französischen Département Vienne, die heute größtenteils stillgelegt ist. Sie gehörte zu dem dichten Streckennetz, das die Chemins de fer de l’État und anschließend die SNCF verwaltete.
Geschichte
Initiiert wurde diese Bahnstrecke durch den Plan Freycinet, der 1879 den Bau von 181 neuen Strecken bestimmte. Diese Verbindung wurde mit der laufenden Nummer 90 geführt und bereits am 19. September 1886 eingeweiht. Ausgangspunkt für den Bau war in Châtellerault der Anschluss an die Bahnstrecke Paris–Bordeaux.Historique de la ligne . Private Homepage Châtellerault war auch wegen seines Standorts als Waffenfabrikation von strategischer Bedeutung.La Manufacture d’Armes de Châtellerault. Pays d’art et d’histoire du Châtelleraudais, Service Pays d’art et d’histoire Virginie Tostain, 2009
Der Personentransport endete am 15. Mai 1939, wurde während des Zweiten Weltkriegs zwischen Loudon und Châtellerault-Château wieder aufgenommen, war aber im Sommer 1946 endgültig beendet. Grund dafür war die Zerstörung der 120 Meter langen Brücke über die Vienne. Zwar wurde sie 1955 provisorisch wieder hergestellt, doch nur noch für den Gütertransport. Zwischen Lencloître und Châtellerault-Châteauneuf war am 26. September 1980 Betriebsende, zwischen Le Bouchet und Lencloître am 1. Juni 1987. Die verbliebenen knapp 10 km Strecke wurden bis 2010 im Gelegenheitsverkehr noch bedient, dann aber aufgrund schwerwiegender Beeinträchtigungen der Infrastruktur als „ohne Verkehr“ deklariert und nicht länger unterhalten. Der schon in den 1980er Jahren geschlossene Teil ist auf 39 km zu einem Radweg umgestaltet worden.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk im Département Vienne Kategorie:Bahnstrecke in Nouvelle-Aquitaine