hochkant|alternativtext=Portrait Philipp Peyman Engel|mini|Philipp Peyman Engel (2024) Philipp Peyman Engel (geboren 1983 in Herdecke) ist ein deutscher Journalist. Seit September 2023 ist er Chefredakteur der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine.

Leben Engel wuchs im Ruhrgebiet als Sohn einer aus dem Iran stammenden Jüdin und eines nichtjüdischen Deutschen auf.Oliver Maksan: Ob Judenhass von links, rechts oder von Migranten: Der neue Chefredaktor der «Jüdischen Allgemeinen» nimmt kein Blatt vor den Mund, Neue Zürcher Zeitung, 12. September 2023 Seine Mutter war 15 Jahre alt, als sie laut Engel im Frühjahr 1967, kurz nach dem Sechstagekrieg, aus dem Iran mit ihrer Familie nach Deutschland floh. Die Jüdische Gemeinde Dortmund ist seine Heimatgemeinde.

Er studierte Philosophie, Literatur- und Medienpraxis in Bochum und Duisburg. Während des Studiums schrieb er unter anderem für Cicero, Focus, zahlreiche Tageszeitungen und jüdische Publikationen. Seit 2012 lebt Engel in Berlin und stieg als Volontär bei der Jüdischen Allgemeinen ein, wo er danach als Redakteur das Feuilleton betreute, ab 2018 Chef vom Dienst war und im September 2023 Chefredakteur wurde. Im Dezember 2023 Jahr erhielt er die Auszeichnung „Chefredakteur des Jahres“ des Medium Magazins.

Engel hat einen Sohn. Er lebt in Berlin-Wedding und in Zürich. Er spielt Fußball bei Makkabi Berlin.

Rezeption Mit seinem autobiographisch geprägten Buch Deutsche Lebenslügen – Antisemitismus, wieder und immer noch reagierte er im März 2024 auf den wachsenden Antisemitismus während des Krieges in Israel und Gaza nach dem 7. Oktober 2023 und fokussierte auf linken und muslimischen Antisemitismus. Im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann wurden Exemplare des Buchs beschädigt. Die 2026 in Ägypten zur Veröffentlichung vorgesehene Übersetzung seines mit Hamed Abdel-Samad verfassten Buchs Was darf Israel? wurde von dortigen Behörden verhindert.

Im März 2026 erhielt er eine Rüge vom Deutschen Presserat, nachdem er den palästinensischen Journalisten Anas Al-Sharif in einem Kommentar „Terrorist mit Presse-Weste“ genannt hatte. Engel nahm zu der Beschwerde keine Stellung und warf dem Presserat vor, die persönliche Ehre eines Hamas-Mitglieds für schutzwürdiger zu erachten als das Recht einer deutschen Zeitung, Vorgänge im Nahen Osten auf der Basis belastbarer Informationen zu bewerten. Dies werfe ein bedenkliches Licht auf die Institution.

Schriften (Auswahl) mit Helmut Kuhn: Deutsche Lebenslügen – Der Antisemitismus, wieder und immer noch. Dtv Verlagsgesellschaft, München 2024, ISBN 978-3-423-44456-9.

Auszeichnungen Dezember 2023: Chefredakteur des Jahres 2023: Bestenliste der Chefredakteure des Jahres 2023 bei Zeitungen von Kress pro 2024: Ricarda-Huch-Preis für das Engagement gegen Antisemitismus und für das jüdische Leben in Deutschland

Weblinks

Autorenprofil bei der Jüdischen Allgemeinen

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Chefredakteur Kategorie:Person (Medien, Berlin) Kategorie:Person des Judentums (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Jüdische Allgemeine)