Hans Heinrich von Zezschwitz (* 29. September 1887 in Dresden; † 10. Februar 1948 in Filseck) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.
Leben Zezschwitz war ab 1925 als Regierungsrat Vorstand des Zweigamts Sayda,Hans von Zezschwitz: Zur Geschichte des Zweigamts Sayda. In: Erzgebirgischer Generalanzeiger. Jubiläumsausgabe vom 1. Juli 1926, 14. Beilage, S. 1. das zur Amtshauptmannschaft Freiberg gehörte. Von 1931 bis 1932 war er kurzzeitig Amtshauptmann der Amtshauptmannschaft Oelsnitz, deren Leitung zum 1. Mai 1932 der Amtshauptmannschaft Plauen übertragen wurde und aufgelöst werden sollte.Thomas Klein: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, ISBN 3-87969-129-0, S. 399. Danach war er von 1932 bis 1938 Amtshauptmann der Amtshauptmannschaft Großenhain.Thomas Klein: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, ISBN 3-87969-129-0, S. 343. Im April 1938 wurde Zezschwitz zum stellvertretenden Kreishauptmann der Kreishauptmannschaft Dresden-Bautzen ernannt (ab 1939 Regierungsvizepräsident). Im August 1944 wurde er als Nachfolger von Karl Waentig Präsident der Brandversicherungskammer in Dresden.Sächsisches Staatsarchiv, Angaben zur Personalakte von Hans Heinrich von Zezschwitz im Bestand des Hauptstaatsarchivs Dresden (Reichsstatthalter – Staatskanzlei).
Familie Hans von Zezschwitz stammt aus der meißnischen Uradelsfamilie Zezschwitz. Er war der Sohn des Oberstleutnants Ferdinand von Zezschwitz (1856–1934) und seiner Frau Anna, geb. Koch (1864–1947). Am 2. Oktober 1926 wurde er von seinem Onkel Oberst a. D. Clemens von Zezschwitz (1854–1936) und seiner Tante Ida von Zezschwitz, geb. Popp (1875–1955) adoptiert, denen das Rittergut Deutschbaselitz,Ernst Ullrich, Ernst Seyfert: Landwirtschaftsliches Adreßbuch der Güter und Wirtschaften im Freistaat Sachsen. Verzeichnis. 3. Auflage, In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band IX, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1925, S. 25. zu jener Zeit ein Familienfideikommiss, gehörte.Clemens von Zezschwitz, Ida von Zezschwitz: Geschichte des Hauses Deutschbaselitz und seiner Bewohner von 1695 bis 1927. Zur Feier des 700jährigen Nachweises der Familie von Zezschwitz im Jahre 1928 gewidmet. C. S. Krausche, Kamenz 1928. Nach dem Tod des Onkels 1936 wurde er Miteigentümer und Gutsbesitzer. Er war seit 1921 mit Charlotte von Metzsch verheiratet. Aus der Ehe ging der Sohn Ecke von Zezschwitz hervor. Im September 1945 wurde das Rittergut Deutschbaselitz im Rahmen der Bodenreform entschädigungslos enteignet. Hans von Zezschwitz und seine Verwandten erhielten ein Aufenthaltsverbot für den Kreis Kamenz.Agnes und Henning v. Kopp-Colomb (Hrsg.): Schicksalsbuch II des Sächsisch-Thüringischen Adels - 1945 bis 1989 und von der Wende bis 2005. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2005, S. 639–645.
Literatur Christoph Franke, Klaus von Andrian-Werburg: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel) 1998, Band XXV, Band 117 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1998, S. 598 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Amtshauptmann (Sachsen) Kategorie:Person (Großenhain) Kategorie:Versicherungsmanager Hans Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1887 Kategorie:Gestorben 1948 Kategorie:Mann