Als Muskelfaseratrophie bezeichnet man den Schwund (Atrophie) von Zellen der Skelettmuskeln, welche wegen ihrer langgestreckten Form als Muskelfasern bezeichnet werden. Eine Muskelfaseratrophie kann bereits bei Inaktivität oder Ruhigstellung auftreten. Eine Muskelfaseratrophie ist vor allem Folge einer unterbrochenen Nervenversorgung (Denervation), aber auch von Muskelentzündungen (Myositis) und von anderen Muskelkrankheiten (Myopathien). Muskelfaseratrophien können beide oder nur einen Muskelfasertyp betreffen.Tobias Müller, Stephan Zierz: Pathologie der Skelettmuskulatur. In: Stephan Zierz (Hrsg.): Referenz-Reihe Neurologie: Klinische Neurologie: Muskelerkrankungen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2014, doi:10.1055/b-0034-97105, S. 41.
+ Muskelfaserspezifische Atrophien Typ 1 Typ 2 Myopathie mit selektiver Fasertypendisproportion Inaktivität, Immobilisation Fasertypendisproportion Kachexie, Anorexia nervosa Myotone Dystrophie Typ 1 paraneoplastisch Myotubuläre Myopathie Proximale myotone Myopathie Nemalin-Myopathie Myasthenia gravis Okulopharyngeale Muskeldystrophie Polymyositis, Dermatomyositis Spinale Muskelatrophie Hypokalämische periodische Paralyse Spinozerebelläre Ataxie Steroidmyopathie (Morbus Cushing) Metachromatische Leukodystrophie Neuromyotonie Hypothyreose, Hypothyreose des Hundes Hypoparathyreoidismus, Hyperparathyreoidismus Polymyalgia rheumatica Diabetische Amyotrophie Vitamin-E-Mangel Parkinson-Krankheit Erkrankungen des 1. Motoneurons infantiler Hirnschaden
Siehe auch Muskelatrophie
Einzelnachweise
Kategorie:Muskelerkrankung