Karl Wexel, auch Carl Gottlieb Wexel, Pseudonym A. Haßwehro. V.: Wexel, Carl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (geboren 1. März 1819 in Hannover; gestorben 6. April 1886 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Bühnenautor,Karl Biesendahl: Werner, Franz v. (Pseudonym Murad Effendi), in ders.: Deutsches Theaterjahrbuch, Berlin: Cassirer & Danziger, 1892, S. 168; Google-Books Komiker, Theaterschauspieler und -regisseur.
Leben
mini|Titelblatt (Ausschnitt) des 1878 bei Eduard Bloch erschienenen Darstellung Wexels zu dem Schauspieler Theodor Döring
Carl Wexel war der Sohn des Grenadiers Bernhard Wexel und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Ziegenmeyer. Er machte eine Ausbildung als Drucker, bevor er zum Theater wechselte. Bereits im Alter von etwa 15 Jahren wirkte er ab 1836 als Schauspieler in DüsseldorfO. G. Flüggen (Bearb.): Wexel, Karl, in ders.: Biographisches Bühnen-Lexikon des Deutschen Theaters von Beginn der deutschen Schauspielkunst bis zur Gegenwart, 1. Jahrgang, München: A. Bruckmanns Verlag, 1892, S. 327; Google-Books und dort noch im ersten Jahr der Deutschen Revolution 1848/1849.
Weitere Engagements erhielt Wexel in Elberfeld, Köln, Riga, Königsberg sowie in Berlin bei dem Callenbach’schen Vaudeville-Theater von Carli Callenbach sowie beim Germaniatheater.
Zu Wechsels Autorenschaft zählen die Bearbeitung des Romans Das Geheimnis der alten Mamsell von Eugenie Marlitt 1865 für die Bühne. Aus demselben Jahr hat sich in der Universitätsbibliothek Thüringen ein handschriftlicher Brief Wexels an Friedrich Theodor von Vischer erhalten.Angaben über den Kalliope-Verbund
1868 war Wexel als Erster Komiker am Berliner Woltersdorff-Theater engagiert und verfasste im selben Jahr seinen Schwank Schofelmann und seine Pappenheimer.Schofelmann und seine Pappenheimer ... über Google-Bücher
1873 heiratete er in der Berliner Jerusalemkirche die 27 Jahre jüngere Louise Müller (1847–1936).
1874 war er am Berliner Königsstädtischen Theater als Schriftführer und Regisseur tätig, während seine Ehefrau Louise Wexel dort als Schauspielerin agierte.Ernst Gettke (Hrsg.): Almanach der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger, 2. Jahrgang (1874), Leipzig: Commissions-Verlag der Luckhardt’schen Verlagshandlung (Fr. Luckhardt), Druck von Gebrüder Gotthelft, Cassel, [1875?], S. 6; Google-Books
Wexel starb 1886 im Alter von 67 Jahren in seiner Berliner Wohnung.
Werke (Auswahl) Pöpüta, oder: Eine spanische Fliege: Schwank mit Gesang und Tanz in 1 Akt, dem Theater-Vereins-Büreau von C. Close zur Versendung übergeben, aus dem Spanischen übersetzt, Berlin: Schnellpressendruck E. Litfaß, Adlerstraße 6, 1853; Google-Books; Digitalisat Goethe’s Faust, in Bezug auf Scenerie und Bühnendarstellung, Breslau: Selbstverlag des Verfassers, 1857; Google-Books Soll und Haben. Schauspiel in 5 Akten nach dem gleichnamigen Roman von G. Freytag, 1859 Schofelmann und seine Pappenheimer. Leiden und Freuden eines Schauspieldirectors, Irrfahrten, Kreuz- und Querzüge, Ränke und Schwänke wandernder Comödianten, Berlin: Verlag von R. Wegener, 1868; Google-Books Carl Wexel, Rhingulph Wegener: Montecchi und Capuletti oder: Die Reise nach Constantinopel. Genrebild in 5 Akten nach Fritz Reuter ... (etc.), Berlin: Druck von U. J. Obst, Adlerstraße 14, 1869; Google-Books August Conradi, Carl Wexel, Rhingulph Wegener: Ein Gelehrter des Kladderadatsch. Original-Posse mit Gesang in 5 Akten, 1869 Carl Wexel, E. J. Müller: Des Lorle’s Reinhard, oder Dreißig Jahre später. Fortsetzung von: Dorf und Stadt. Schauspiel in 4 Akten, mit freier Benutzung des Romans von Berthold Auerbach: Nach dreißig Jahren, 1870 Carl Wexel, Fritz Reuter, Rhingulf Eduard Wegener: Aus der Franzosenzeit: komisches Zeitbild in 4 Akten, 1870 C. Wexel, F. Bruno (Text), Musik von Rudolf Bial: Ein Soldat: Singspiel in einem Act. Am Wallner-Theater in Berlin mit entschiedenem Beifall gegeben, Berlin: Bittner 1871; Digitalisat Carl Wexel, E. Werner: Ein Held der Feder. Schauspiel in 5 Acten, 1872 Der Loder vom Lindhamerhof. Ländliches Charactergemälde in 2 Abtheilungen und 4 Acten nach Hermann Schmidt’s Erzählung in der Gartenlaube. Gleichzeitiges Repertoire-Stück des Réunion-Theaters und des Varieté-Theaters in Berlin, Berlin: Druck von R. Bittner, Leipzigerstraße 107, 1873; Google-Books Carl Wexel, Berthold Auerbach: Das Landhaus am Rhein. Schauspiel in 5 Akten nach Berthold Auerbach’s Roman ..., Berlin: Druck von R. Bittner, Leipziger Straße 107, 1874; Google-Books Karl Wexel, Karl von Holtei: Die weiblichen Drillinge. Schwank mit Gesang in 1 Act, 1875 Schutt und Trümmer, 1877 Theodor Döring als Mensch und Künstler. Blätter der Erinnerung, 1878; Digitalisat Licht und Schatten, 1882 Der Herr Professor. Schwank in 1 Akt. Mit freier Benutzung einer Lebrunschen Idee, 1888 posthum: Carl Wexel, Rhingulf Eduard Wegener: Onkel Bräsig. Lebensbild in 5 Akten nach Fritz Reuter’s „Stromtid“, Berlin: Schiller-Theater; Wallner-Theater, 1918 Bühnenbearbeitung: Das Geheimnis der alten Mamsell nach E. Marlitt
Literatur
Weblinks Carl Wexel in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise
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