Bandels-Sand war von 1928 bis 1945 eine Landgemeinde im ostpreußischen Kreis Preußisch Eylau im Deutschen Reich. Sie setzte sich aus den beiden vorher selbständigen Orten Bandels (heute polnisch Bądle) und Sand (Piasek) zusammen.

Geographische Lage

Die Gemeinde Bandels-Sand lag im mittleren Ostpreußen im Süden des Städtedreiecks Preußisch Eylau (heute russisch Bagrationowsk), Landsberg (polnisch Górowo Iławeckie) und Bartenstein (Bartoszyce). Die damalige Kreisstadt Preußisch Eylau lag elf Kilometer in nördlicher Richtung.

Geschichte Die Landgemeinde Bandels-Sand wurde am 30. September 1928 gegründetDietrich Lange: Bandels-Sand, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) durch den Zusammenschluss des Gutsbezirk Bandels und der Landgemeinde Sand mit den zugehörigen Vorwerken Kobbelbude und Suiken. Bereits seit 1874 waren Bandels und Sand zusammen – bisher getrennt – in den Amtsbezirk Albrechtsdorf (polnisch Wojciechy) eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Albrechtsdorf/Borken

Zählte im Jahre 1910 Bandels alleine 112 und Sand alleine 134 Einwohner, so kamen sie zusammen 1933 auf 228 und 1939 auf 217 Einwohner.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Eylau (Bagrationowsk)

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen abgetreten wurde, wurden Bandels und Sand, jetzt in den polnischen Namensformen Bądle und Piasek, wieder eigenständig. Sie gehören heute beide zur Landgemeinde Górowo Iławeckie (Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein (Ostpr.)), innerhalb derer Bądle dem Sołectwo (= „Schulzenamt“) Piasek zugeordnet ist.

Das frühere Vorwerk Kobbelbude erhielt den Namen Kobyla Buda. (Wörterbuch der geographischen Namen des westlichen und nördlichen Polens. II:Deutsch-Polnisch) Es existiert heute nicht mehr.

Religion Christentum Bis 1945 waren Bandels und Sand – getrennt und auch zusammen – in die evangelische Kirche AlbrechtsdorfWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 468 (polnisch Wojciechy) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Landsberg (polnisch Górowo Iławeckie) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Verkehr Sand lag vor 1945 an der Landstraße zwischen Landsberg und Bartenstein. Eine in Sand abzweigende und nach Woymanns (polnisch Wojmiany) führende Straße verband diesen Ortsteil schon nach wenigen Kilometern mit dem anderen Ortsteil Bandels.

Einzelnachweise

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