Fritz SchönFritz Schön (1915-), visualisierte Objekte mit Kommentar in der Künstler-Objekt-Datenbank museum-digital in der Version vom 17. August 2017, zuletzt abgerufen am 1. September 2023. oder häufiger Fritz Schoen (geboren 23. April 1871 in Darkehmen in Ostpreußen;Detlef Lorenz: Fritz Schoen, in ders.: Bilder in der Presse. Pressezeichner und Presse-Illustrationen im Berlin der Weimarer Republik. Dokumentation und Künstlerlexikon. Lukas Verlag für Kunst und Geistesgeschichte, Berlin 2019, ISBN 978-3-86732-308-6, S. 345–346. gestorben nach 1951 oder 1952) war ein deutscher Maler, humoristischer Zeichner, Reklamekünstler, Karikaturist und Innenarchitekt.Schoen, Fritz in der Künstlerdatenbank AKL Online in der Version vom 2021, zuletzt abgerufen am 1. September 2023.
Leben und Werk mini|Werbeplakat für Dürkopp-Fahrräder der Marke Diana, um 1910 mini|Cartoon-Folge Die Herrenpartie am Karfreitag, 1913 mini|Schachspieler-Café; Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1914 mini|Sammelbild für die Marke Palmin aus der Serie 107: Die Hauptländer Europas, Bild 3: Deutschland
Fritz Schön entwickelte seine künstlerischen Fähigkeiten mutmaßlich autodidaktisch, nach anderen Quellen studierte er in Berlin und in Paris.
Insbesondere an seinem Berliner Tätigkeitsschwerpunkt schuf Schöne zahlreiche, oftmals humorvolle Arbeiten vor allem für die Werbung. Seine Werke wurden als Plakate und insbesondere als werbliche Sammelbilder vervielfältigt.
1912 wurde Schön gemeinsam mit dem Grafiker Heinrich Kley mit dem vom Ullstein Verlag ausgelobten Menzel-Preis für Presseillustrationen ausgezeichnet.
mini|Kriegspostkarte Nr. 2: Der Herr Professor, Künstlersignatur aus dem Monogramm F.S., um 1918
Etwa zur Zeit des Ersten Weltkriegs schuf Schön im Auftrag der in Mannheim ansässigen Firma H. Schlinck & Cie. die Vorlagen für verschiedene, fortlaufend nummerierte Serien von Sammelbildern, die das Markenprodukt Palmin bewarben. Schöns diesbezügliche Vorlagen wurden als Chromolithographien in den Maßen 7,1 cm × 11,1 cm von der in Niedersedlitz bei Dresden angesiedelten Aktiengesellschaft für Kunstdruck reproduziert. Auf Bildpostkarten zum Krieg hingegen thematisierte der Künstler insbesondere die Entfremdung zwischen der Zivilbevölkerung und den an der Front kämpfenden Männern.Guus de Vries: The Great War Through Picture Postcards, Havertown: Pen and Sword, 2016, ISBN 978-1-4738-5669-1 (E-Book) [ohne Paginierung] und ISBN 978-1-4738-5668-4
Schöns in der Literatur gelegentlich zu findendes Todesdatum 1922 ist irrtümlich auf eine im selben Jahr veranstaltete „Nachlassausstellung“ im Berliner Künstlerhaus zurückzuführen, da Schön damals das Zeichnen aufgab, um ein Geschäft für Innenarchitektur und -ausbau mit angeschlossener Möbel-Fabrikation zu betreiben. Noch in der Nachkriegszeit erschien Schöns Name in diesem Sinne in Berlin-Kreuzberg.
Presseillustrationen Presseillustrationen und Darstellungen Schöns konnten bisher in folgenden Publikationen nachgewiesen werden: 1910: Katalog der Kunst-Ausstellung auf der Gewerbe-Ausstellung Allenstein 1910 1916: Der Welt-Spiegel. Illustrierte Zeitung, Beilage des Berliner Tageblatts vom 30. April 1916 1919: Berliner Morgen-Zeitung Berliner Morgen-Zeitung als Beilage in der Illustrierten Familien-Zeitung Beilage der Berliner Volks-Zeitung in der Illustrierten Familien-Zeitung Die Gartenlaube Kladderadatsch Sport im Bild Wachtfeuer. Deutsche Kunstblätter Welt-Echo. Die Wochenschau des In- und Auslandes nach Kladderadatsch Die Woche Velhagen & Klasings Monatshefte, 34. Jg., Bd. II, 1920, S. 313, 319 1920: Berliner Lokal-Anzeiger Die Gartenlaube Kladderadatsch Sport im Bild Der Tag als Beilage in der Zeitschrift Bilder vom Tage Die Woche 1922: Sport im Bild Die Woche (aus der Nachlassausstellung im Künstlerhaus) 1930: Dresslers Kunsthandbuch, Bd. 2
Literatur
Hans Ries: Illustration und Illustratoren des Kinder- und Jugendbuchs im deutschsprachigen Raum 1871-1914. 1992, S. ?. Heiner Jacobs: Die Bilderwelt im Kinderbuch. Kinder- und Jugendbücher aus fünf Jahrhunderten. Vorgestellt für Kinder und ihre Begleiter. Katalog zur Ausstellung der Kunst- und Museumsbibliothek und des Rheinischen Bildarchivs in der Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln vom 17. Juni bis 11. September 1988. Museen der Stadt Köln, Köln 1988, S. ?. Detlef Lorenz: Künstlerspuren in Berlin vom Barock bis heute. Ein Führer zu Wohn-, Wirkungs- und Gedenkstätten bildender Künstlerinnen und Künstler.Reimer, Berlin 2002, ISBN 978-3-496-01268-9, S. ?. Detlef Lorenz: Fritz Schoen, in ders.: Bilder in der Presse. Pressezeichner und Presse-Illustrationen im Berlin der Weimarer Republik. Dokumentation und Künstlerlexikon. Lukas Verlag für Kunst und Geistesgeschichte, Berlin 2019, ISBN 978-3-86732-308-6, S. 345–346
Weblinks
Schoen, Fritz, Plakate auf der Seite der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden o. V.: Fritz Schön (1915-), visualisierte Objekte mit Kommentar in der Künstler-Objekt-Datenbank museum-digital
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Karikaturist (Deutschland) Kategorie:Pressezeichner (Deutschland) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Plakatkünstler (Deutschland) Kategorie:Grafiker (Berlin) Kategorie:Werbegrafiker Kategorie:Innenarchitekt Kategorie:Möbelhersteller Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Berlin) Kategorie:Berlin-Kreuzberg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann