mini|Denkmal in Rinkerode am Standpunkt der ehemaligen Friedenskirche, 2023 Die Friedenskirche war von 1968 bis 2014 eine evangelische Kirche im Ortsteil Rinkerode der Stadt Drensteinfurt im Kreis Warendorf. Die Kirche befand sich an der Ecke Amselweg-Finkenweg.Adresse auf meinestadt.de (abgerufen am 1. September 2023) Der Glockenturm wurde im Jahr 2016 an die katholische Bonifatiusgemeinde in Raunheim bei Frankfurt am Main verkauft.Rinkeroder Kirchturm – Raunheim freut sich über „Schnäppchen“ (Westfälische Nachrichten, 25. Mai 2016; abgerufen am 1. September 2023)
Geschichte Bis 1945 gab es in Rinkerode aufgrund der geringen Anzahl evangelischer Christen in Rinkerode keine evangelische Gemeinde. Ab 1932 gingen die Christen zum Gottesdienst in die damals neu errichtete Kirche nach HiltrupGeschichte der ev. Kirchengemeinde Hiltrup (abgerufen am 1. September 2023) - https://web.archive.org/web/20230928043116/https://www.ev-kirche-hiltrup.de/index.php?id=geschichte oder weiterhin (bis zu deren Zerstörung durch einen Bombenangriff am 12. Juni 1943Geschichte der Erlöserkirche (abgerufen am 1. September 2023)) zur alten Erlöserkirche nach Münster.www.kirche-drensteinfurt.de/friedenskirche/zur_geschichte_fk.htm (Archiv der Seite zur Friedenskirche in Rinkerode auf der Seite www.kirche-drensteinfurt.de, abgerufen am 1. September 2023)
Nachdem nach dem Zweiten Weltkrieg viele evangelische Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten Deutschlands und Polen ins Münsterland gekommen waren, fand am 17. November 1946 der erste sonntägliche Gottesdienst in Rinkerode statt, und zwar in der kleinen Nähstube des Agnesstiftes.Gedenkstätte wartet auf Vollendung (Westfälische Nachrichten, 16. November 2021; abgerufen am 1. September 2023) Da diese erheblich zu klein war, zog man mit den Gottesdiensten später um ins heutige Jugendheim, musste sich dieses aber mit der Rinkeroder Jugend und der Gemeinde Rinkerode teilen.
Von 1954 bis 1958 gehörten die Gemeindemitglieder in Rinkerode zur neu entstandenen Kirchengemeinde Hiltrup. Im Jahr 1958 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Drensteinfurt mit den Gemeindeteilen Rinkerode und Mersch durch die Abpfarrung von Hiltrup selbstständig.Friedenskirche in Rinkerode – Abriss ist in vollem Gange (Westfälische Nachrichten, 29. April 2016; abgerufen am 1. September 2023)
Bau der Friedenskirche und des Glockenturms In Rinkerode wurde die Friedenskirche geplant und gebaut, die am 27. Oktober 1968 als „Evangelisches Gemeindezentrum Friedenskirche“ eingeweiht wurde. 1987 plante man dann einen Glockenturm. Die erste Glocke wurde bereits am 26. Juni 1987 gegossen und am Reformationstag des Jahres zur Kirche gebracht. Ein Kirchbauverein wurde gegründet, und am 24. September 1989 wurde der Grundstein für den Glockenturm gelegt.
Entwidmung und Abriss Die Kirche wurde am 21. September 2014 entwidmetFriedenskirche in Rinkerode entwidmet (Westfälischer Anzeiger, 21. September 2014; abgerufen am 1. September 2023) und im April 2016 bis auf den Glockenturm abgerissen. Der Glockenturm wurde abgetragen und im Mai 2016 für 18.000 Euro an die katholische Pfarrgemeinde St. Antonius von Padua in Raunheim bei Frankfurt am Main verkauft. Er ergänzt seit 2018 dort wiederaufgebaut die Kapelle St. Bonifatius der Raunheimer Gemeinde.Ein Glockenturm und seine Spitze (Frankfurter Neue Presse, 27. Oktober 2018, 19:22 Uhr; abgerufen am 25. November 2023) An der Stelle des Glockenturms befindet sich in Rinkerode inzwischen ein stählernes Denkmal.
Glocken +Beleg: Nr.GießerGussjahrDurchmesserGewichtNominal1Rincker200168 cm210 kgd"2Rincker200157 cm122 kgf"3Rincker198844 cm61 kgb"
Einzelnachweise
Friedenskirche Kategorie:Kirchengebäude im Kreis Warendorf Kategorie:Kirche in der Evangelischen Kirche von Westfalen Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren Kategorie:Zerstört in den 2010er Jahren Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Kreis Warendorf Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Friedenskirche